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Mensch und Maschine Zukunft der Arbeit: 4 Erfolgsfaktoren für eine neue Arbeitswelt

Ein Gastbeitrag von Dr. Fabian Göbel 2 min Lesedauer

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Kollaborative KI-Systeme eröffnen neue Wege in die Zukunft der Arbeit, indem sie das Beste aus beiden Welten vereinen: Maschinen, die Effizienz steigern, und Menschen, die durch ihre Kreativität den Fortschritt vorantreiben.

(Bild:  Gorodenkoff – stock.adobe.com)
(Bild: Gorodenkoff – stock.adobe.com)

Täglich können wir alle in unserem Arbeitsalltag erleben, wie KI unsere Arbeitsweise transformiert. Um nur einen Auszug der jüngsten Entwicklungen zu nennen: GPT-4o1 ermöglicht es nun, analytische Aufgaben menschenähnlich zu bearbeiten, indem sie präzise in kleine Schritte zerlegt werden. Copilot in Excel mit Python Integration erleichtert fortgeschrittene Datenanalysen und Apple Intelligence gewöhnt auch normale Anwender weiter an die Nutzung von KI.

Schlüssel zur Zukunft der Arbeit

Obwohl Ängste vor Automatisierung und Arbeitsplatzverlust anhalten, wird zunehmend klar, dass KI nicht den Menschen ersetzen soll, sondern ihn sinnvoll ergänzen kann. Diese Partnerschaft von Mensch und Maschine birgt enormes Potenzial, Kreativität und Ef­fizienz auf neue Weise zu vereinen – ein Schlüssel zur Zukunft der Arbeit.

Während Maschinen unschlagbar in der Verarbeitung großer Datenmengen und der Automatisierung repetitiver Aufgaben sind, bleibt der Mensch der zentrale Akteur, wenn es um Kreativität, Innovation und Strategie geht. KI kann Aufgaben schneller und präziser ausführen, während der Mensch diese Ergebnisse nutzt, um innovative Lösungen zu entwickeln. Es entsteht eine neue Art der Arbeitsteilung – KI optimiert Prozesse, der Mensch gestaltet die Zukunft.

Ein Praxisbeispiel ist Bosch, das eine kollaborative KI in der Fertigung eingeführt hat, die Produktionsprozesse analysiert und Engpässe identifiziert. Im Werk Bursa konnte somit die Anlageneffektivität um fast zehn Prozent gesteigert und gleichzeitig der Wasserverbrauch um 30 Prozent reduziert werden. Auch in der Medienbranche sorgt KI für erhebliche Produktivitätsgewinne: Das KI-Tool JOJO von der norwegischen Tageszeitung Verdens Gang transkribiert Podcasts und sparte bereits fast 20.000 Journalistenstunden. Diese Zahlen zeigen, dass KI nicht nur operative Exzellenz fördert, sondern dem Menschen Raum gibt, sich auf kreative und strategische Aufgaben zu konzentrieren.

Vier zentrale Erfolgsfaktoren

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI erfordert mehr als nur technologische Innovation. Es braucht organisatorische und kulturelle Anpassungen. Auf Basis meines Engagements im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. und meiner hauptberuflichen Tätigkeit lassen sich vier wichtige Erfolgsfaktoren benennen:

  • 1. KI-Kompetenzen: Schulen Sie Ihr Team, um sicherzustellen, dass KI-Modelle effektiv genutzt werden. Fähigkeiten wie Prompt Engineering sind dabei entscheidend.

  • 2. Exploration: Ermöglichen Sie es Mitarbeitern, neue KI-Anwendungen zu erkunden und Pilotprojekte zu starten, um Innovationen voranzutreiben.

  • 3. Gesetzeskonformität: Arbeiten Sie mit Rechtsteams zusammen, um die Einhaltung von Vorschriften wie dem EU AI Act zu gewährleisten.

  • 4. Strategie: Positionieren Sie sich langfristig als „AI-first”-Unternehmen, indem Sie Strukturen und Prozesse an die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine anpassen.

Übergreifend ist für Unternehmen entscheidend, den Wandel proaktiv zu gestalten und die Chancen, die sich aus der Symbiose von Mensch und Maschine ergeben, strategisch zu nutzen.

Zukunft der ArbeitDr. Fabian Göbel 
engagiert sich als Lableiter Value Chain im Ressort Künstliche Intelligenz 
des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.. Er ist Partner & Managing Director bei der auf Digitalstrategien spezialisierten Unternehmensberatung The Nunatak Group

Bildquelle: BVDW e.V.

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