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Phishing-Angriffe Anstieg der KI-gesteuerten Attacken um 60 Prozent

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Der neue ThreatLabz-Phishing-Report von Zscaler enthüllt die Evolution der Phishing-Angriffe und zeigt damit den Nutzen einer Zero-Trust-Architektur. So sind Voice-Phishing und Deepfake-Phishing-Angriffe auf dem Vormarsch. Zudem nutzen Angreifer generative KI, um ihre Social-Engineering-Taktiken wirkungsvoller zu gestalten. Besonders betroffen ist die Finanz- und Versicherungsbranche mit 28 Prozent Anteil bei den Phishing-Angriffen.

(Bild:  ExQuisine/Adobe Stock)
(Bild: ExQuisine/Adobe Stock)

Zscaler, Inc. hat jetzt den jährlich erscheinenden „ThreatLabz 2024 Phishing Report“ veröffentlicht, der zwei Milliarden blockierte Phishing-Transaktionen in der Zscaler Zero Trust Exchange-Plattform zwischen Januar und Dezember 2023 analysiert hat. Laut dem Report haben die weltweiten Phishing-Angriffe im Jahresvergleich um fast 60 Prozent zugenommen. Der Anstieg ist unter anderem auf den Einsatz von generativer KI in Angriffstechniken wie Voice-Phishing (Vishing) und Deepfake-Phishing zurückzuführen. Der diesjährige Report enthält Trends zu Phishing-Aktivitäten und -Taktiken sowie Best Practices zur Steigerung der Sicherheit von Unternehmen.

„Phishing ist nach wie vor eine hartnäckige und oft unterschätzte Bedrohung, die zunehmend mit ausgefeilteren Methoden aufwartet, da zur Intensivierung von Angriffen auf generative KI und die Manipulation vertrauenswürdiger Plattformen gesetzt wird“, erklärt Deepen Desai, CSO und Leiter der Sicherheitsforschung. „In diesem Zusammenhang sind die neuesten Ergebnisse des ThreatLabz-Reports wichtiger denn je, um Strategien zu entwickeln und die Phishing-Abwehr zu stärken. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines proaktiven, mehrschichtigen Sicherheitsansatzes, der eine robuste Zero Trust-Architektur mit fortschrittlicher, KI-gestützter Phishing-Prävention kombiniert, um diesen Bedrohungen wirksam zu begegnen.“

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Mehr als die Hälfte aller Phishing-Angriffe erfolgten in USA

Phishing-Angriffe
Die Verteilung der weltweiten Phishing-Angriffe im Jahr 2023.
(Bild: Zscaler)

2023 waren die Vereinigten Staaten (55,9 Prozent), das Vereinigte Königreich (5,6 Prozent) und Indien (3,9 Prozent) die Hauptziele von Phishing-Betrug. Das häufige Auftreten von Phishing in den USA ist auf die digitale Infrastruktur, die große Anzahl von Internet-Usern und die intensive Nutzung von Online-Finanztransaktionen zurückzuführen. Kanada (2,9 Prozent) und Deutschland (2,8 Prozent) vervollständigen die Top-5-Länder mit den meisten Phishing-Versuchen. Die meisten Phishing-Angriffe gingen von den USA, Großbritannien und Russland aus und auch Australien ist in die Top 10 aufgestiegen, da das Volumen der in diesem Land gehosteten Phishing-Inhalte im Vergleich zum Vorjahr um 479 Prozent gestiegen ist.

Die Finanzbranche erlebte einen Anstieg der Angriffe um fast 400 Prozent

Phishing-Angriffe
Verteilung der Phishing-Angriffe nach Branchen im Jahr 2023.
(Bild: Zscaler)

Der Finanz- und Versicherungssektor verzeichnete die höchste Zahl von Phishing-Versuchen, die im Vergleich zum Vorjahr um 393 Prozent zunahmen. Die Abhängigkeit von digitalen Finanzplattformen bietet Bedrohungsakteuren viel Gelegenheit für die Durchführung ihrer Phishing-Kampagnen aufbauend auf Schwachstellen in diesem Sektor. Die Fertigungsindustrie verzeichnete von 2022 bis 2023 ebenfalls einen deutlichen Anstieg von 31 Prozent an Phishing-Angriffen, was die Anfälligkeit der Branche unterstreicht. Da Fertigungsprozesse immer stärker von digitalen Systemen und vernetzten Technologien wie IoT/OT abhängen, steigt auch das Risiko von unbefugten Zugriffen oder Störungen, die von Bedrohungsakteuren ausgehen.

Phishing-Angriffe: Microsoft bleibt die am häufigsten ausgenutzte Marke

Die ThreatLabz-Researcher haben festgestellt, dass Unternehmensmarken wie Microsoft, OneDrive, Okta, Adobe und SharePoint ein bevorzugtes Ziel für Imitationen darstellen. Die weite Verbreitung dieser Brands geht mit einem hohen Wert von gestohlenen Anmeldedaten für diese Plattformen einher und lässt sie zum lohnenden Ziel werden. Microsoft (43 Prozent) war im Jahr 2023 die am häufigsten imitierte Unternehmensmarke, wobei die Plattformen OneDrive (12 Prozent) und SharePoint (3 Prozent) ebenfalls unter den ersten fünf Plätzen rangierten und ein lukratives Ziel für Cyberkriminelle darstellen.

Entschärfung der Phishing-Angriffe durch Zero-Trust-Architektur

Eine Zero Trust-Architektur mit moderner, KI-gestützter Phishing-Prävention bietet Schutz gegen die sich ständig weiterentwickelnde Bedrohungslandschaft. Die Zero Trust Exchange-Plattform hilft dabei, konventionelle und KI-gesteuerte Phishing-Angriffe in mehreren Stufen der Angriffskette zu unterbinden:

  • Verhindern der Kompromittierung: skalierbare TLS/SSL-Prüfung, KI-gestützte Browser-Isolierung und richtliniengesteuerte Zugriffskontrollen verhindern den Zugriff auf verdächtige Websites.

  • Eliminieren von Seitwärtsbewegungen: User verbinden sich direkt mit Anwendungen und nicht mit dem Netzwerk, während die KI-gestützte App-Segmentierung den Aktionsradius eines potenziellen Vorfalls begrenzt.

  • Abschalten von kompromittierten Usern und Insider-Bedrohungen: Die Inline-Inspektion verhindert Versuche, private Anwendungen auszunutzen, und die integrierten Täuschungsfunktionen erkennen auch raffinierteste Angreifer.

  • Stoppen von Datenverlusten: Die Inspektion von Daten in Bewegung und im Ruhezustand verhindert den potenziellen Diebstahl durch einen aktiven Angreifer.

Zur Methodik der Studie: Für den ThreatLabz 2024 Phishing Report hat Zscaler zwei Milliarden blockierte Phishing-Transaktionen zwischen Januar und Dezember 2023. Dabei wurden verschiedene Aspekte, darunter die wichtigsten Phishing-Angriffe, die Zielländer, die Hosting-Länder von Phishing-Inhalten, die Verteilung der Unternehmenstypen basierend auf Server-IP-Adressen und die wichtigsten Referrer untersucht, die mit diesen Phishing-Angriffen verbunden waren. Zscaler schützt mit der Zero Trust Exchange-Plattform Tausende von Unternehmen vor Cyberangriffen und Datenverlusten, indem sie Benutzer, Geräte und Anwendungen an jedem Standort sicher verbindet. Die SASE-basierte Plattform, die über mehr als 150 Rechenzentren weltweit verteilt ist, gilt als die weltweit größte Inline-Cloud-Sicherheitsplattform.

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