Ein neuer Report von Splunk zeigt, dass Ausfallzeiten bei den Global-2000-Unternehmen Kosten von jährlich 400 Milliarden US-Dollar verursachen. Der Aktienkurs kann schon nach einem einzigen Vorfall um bis zu neun Prozent einbrechen – und es dauert 79 Tage, bis er sich wieder erholt.
(Bild: Srite Khatun/Adobe Stock, generiert mit KI)
Der jetzt veröffentlichte Report „Die versteckten Kosten von Ausfallzeiten“ von Splunk, Anbieter von Lösungen für Cybersicherheit und Observability, in Zusammenarbeit mit Oxford Economics untersucht die direkten und die indirekten Kosten ungeplanter Ausfallzeiten. Das Ergebnis: Wenn digitale Umgebungen unerwartet ausfallen, summieren sich die Gesamtkosten von Ausfallzeiten der Global-2000-Unternehmen auf jährlich 400 Milliarden US-Dollar oder neun Prozent des Gewinns. Die Analyse zeigt, dass Ausfallzeiten über die direkten finanziellen Kosten hinaus anhaltende Folgen haben: Der Unternehmenswert sinkt, die Markenreputation leidet, das Innovationstempo lässt nach und das Vertrauen der Kunden wird nachhaltig beschädigt.
Ungeplante Ausfallzeiten – also jede Beeinträchtigung oder jeder Ausfall eines Business-Systems – können aufseiten der Kunden als lästiges Ärgernis bis hin zu einer Gefahr für Leib und Leben erscheinen. Für die Untersuchung wurden rund 2.000 Führungskräfte der weltweit größten Unternehmen weltweit befragt. Ermittelt wurden dabei sowohl die direkten als auch die indirekten Kosten von Ausfallzeiten:
Direkte Kosten sind für das Unternehmen eindeutig und messbar. Hierzu gehören beispielsweise Umsatzverluste, Bußgelder, Konventionalstrafen und Überstunden. Versteckte Kosten sind schwieriger zu messen und treten oft erst im weiteren Verlauf auf, können aber ebenso verheerend wirken. Beispiele für versteckte Kosten sind ein verminderter Unternehmenswert, stagnierende Entwicklungsproduktivität, verzögerte Produkteinführung oder eine beschädigte Markenreputation.
Hauptursachen für Ausfallzeiten bei Systemen
Der Bericht beleuchtet auch die Ursachen von Ausfällen: 56 Prozent der Ausfallzeiten sind auf Sicherheitsvorfälle wie Phishing-Angriffe zurückzuführen, 44 Prozent sind auf Anwendungs- oder Infrastrukturprobleme wie Softwarefehler zurückzuführen. Die Hauptursache von Ausfallzeiten ist in beiden Szenarien menschliches Versagen.Es gibt jedoch Praktiken, mit denen sich die Ausfallzeiten ebenso wie ihre direkten und indirekten Kosten deutlich reduzieren lassen.
So wirken sich Ausfallzeiten auf die direkten Kosten im Unternehmen aus.
(Bild: Splunk)
Die Untersuchung ergab, dass die Spitzengruppe der Unternehmen – die besten zehn Prozent – resilienter ist als der Rest. Sie erleiden seltener Ausfallzeiten, haben insgesamt geringere direkte Kosten und nur minimale Auswirkungen in Form von versteckten Kosten. Diese Gruppe wird im Report als Resilienz-Leader definiert. Die Merkmale, die sie von den übrigen Unternehmen unterscheiden, sind ein vorbildliches Beispiel für optimale Geschäftsfortführung. Eines dieser Merkmale ist der erweiterte Einsatz generativer KI: Die Resilienz-Leader haben viermal häufiger Tools mit integrierten Funktionen generativer KI im Einsatz als die übrigen Unternehmen.
Kombination aus direkten und versteckten Kosten
Die wirtschaftlichen Folgen von Ausfallzeiten beschränken sich nicht auf einzelne Abteilungen oder Kostenkategorien. Im Interesse eines differenzierten Gesamtbilds wurden Chief Financial Officers (CFOs) und Chief Marketing Officers (CMOs), Security-, IT-Operations- und Engineering-Fachleute gebeten, die Kosten von Ausfallzeiten anhand von mehreren Dimensionen zu quantifizieren. Zu den wichtigsten Erkenntnissen über die Auswirkungen von Ausfallzeiten gehören:
Umsatzverluste sind der größte Kostenpunkt: Die aufgrund von Ausfällen entgangenen Erlöse schlagen mit 49 Millionen US-Dollar pro Jahr zu Buche. Im Schnitt dauert es 75 Tage, bis sich die Erlöse wieder erholen. Der nächstgrößte Posten sind Compliance-Bußgelder, sie belaufen sich auf durchschnittlich 22 Millionen US-Dollar pro Jahr. An dritter Stelle stehen Konventionalstrafen bei nicht eingehaltenen SLAs mit 16 Millionen US-Dollar.
Der Unternehmenswert leidet: Unternehmen müssen schon bei einem einzigen Ausfall damit rechnen, dass der Aktienkurs um bis zu 9 Prozent einbricht. Im Durchschnitt dauert es dann 79 Tage, bis er sich wieder erholt.
Cyberangriffe gehen ins Geld: 67 Prozent der befragten CFOs geben an, dass sie CEO und Vorstand bei einem Ransomware-Angriff in der Regel zur Zahlung des Lösegelds raten, entweder direkt, über eine Versicherung, eine Drittpartei oder – was am häufigsten vorkommt – in einer Kombination dieser drei Möglichkeiten. Die Zahlungen bei Ransomware und Cyber-Erpressung summieren sich auf 19 Millionen US-Dollar pro Jahr.
Stand: 16.12.2025
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Innovationen werden ausgebremst: Als Folge von Ausfallzeiten verzeichneten 74 Prozent der Technologie-Verantwortlichen Verzögerungen bei Produkteinführungen und 64 Prozent berichten von einer stagnierenden Entwicklungsproduktivität. Jegliche Beeinträchtigung von Services führt dazu, dass die Teams wertschöpfende Arbeiten ruhen lassen, um stattdessen Software-Patches aufzuspielen und Post-Mortem-Analysen durchzuführen.
Kundenwert und Kundenvertrauen sinken: Ausfallzeiten führen dazu, dass die Kundentreue nachlässt und die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens leidet. 41 Prozent der technischen Führungskräfte geben zu, dass Ausfallzeiten „oft“ oder sogar „immer“ zuerst von der Kundschaft bemerkt werden. 40 Prozent der CMOs sagen außerdem, dass durch Ausfälle der Kundenwert (Customer Lifetime Value, CLV) sinkt. Ebenfalls 40 Prozent geben zu Protokoll, dass Ausfallzeiten den Beziehungen zu Resellern und/oder Partnern schaden.
Ausfallzeiten verursachen Umsatzverluste und Konventionalstrafen
Für Leader-Unternehmen sind Schäden durch versteckte Kosten von Ausfallzeiten geringer.
(Bild: Splunk)
Ausfallzeiten kommen US-Unternehmen im weltweiten Vergleich am teuersten zu stehen, vor allem aufgrund von direkten Umsatzverlusten und Konventionalstrafen: Die durchschnittlichen Kosten von Ausfallzeiten liegen in den USA bei 256 Millionen US-Dollar. Mit deutlichem Abstand folgen Europa (198 Millionen US-Dollar) und der asiatisch-pazifische Raum (187 Millionen US-Dollar). Allerdings zahlen europäische Unternehmen, für die ein strengeres Arbeitsrecht und schärfere Cybersicherheitsvorgaben gelten, mehr für Überstunden (12 Millionen US-Dollar) und für die Wiederherstellung aus Backups (9 Millionen US-Dollar). Die geografische Lage hat auch Einfluss darauf, wie schnell sich das Geschäft von einem Incident wieder erholt. Europa und die asiatisch-pazifische Region brauchen am längsten, während die Unternehmen in Afrika und im Nahen Osten am schnellsten zur Normalität zurückkehren.
„Geschäftsunterbrechungen sind unvermeidlich. Wenn digitale Systeme unerwartet ausfallen, entgeht den Unternehmen nicht nur beträchtlicher Umsatz und sie riskieren Geldbußen, sondern sie verlieren auch das Vertrauen ihrer Kundschaft und ihren guten Ruf“, erklärt Gary Steele, President of Go-to-Market von Cisco und General Manager von Splunk. „Was Resilienz-Leader auszeichnet, ist die Art und Weise, wie diese Unternehmen auf disruptive Ereignisse reagieren, welche Konsequenzen sie ziehen und wie sie sich weiterentwickeln. Ein grundlegender Baustein resilienter Unternehmen ist ein einheitlicher Ansatz für Sicherheit und Observability, sodass sich Probleme im gesamten digitalen Fußabdruck schnell erkennen und lösen lassen.“
Resilienz-Leader sind schneller wieder da nach Systemausfällen
Die Kosten von Ausfallzeiten hängen von der jeweiligen Branche ab.
(Bild: Splunk)
Die Resilienz-Leader können mit Ausfällen am besten umgehen und kommen schneller wieder auf die Beine. Die Merkmale und Strategien, die sie von anderen Unternehmen unterscheiden, lassen sich als Musterbeispiel digitaler Resilienz verstehen. Resilienz-Leader investieren zwar mehr, aber sie tun dies vor allem strategisch klug. Zu den Erfolgsfaktoren gehören diese:
Investitionen in Sicherheit und Observability: Die Resilienz-Leader investieren 12 Millionen US-Dollar mehr in Cybersicherheitstools und 2,4 Millionen US-Dollar mehr in Observability-Tools als die übrigen Befragten.
Vorsprung durch generative KI: Resilienz-Leader haben beim Einsatz generativer KI einen höheren Reifegrad erreicht. KI-Funktionen als Integrationen in vorhandenen Tools nutzen sie viermal häufiger als andere Unternehmen.
Schnellere Wiederherstellung: Systeme, die schnell wieder einsatzfähig sind, bedeuten eine bessere Customer Experience und weniger unerwünschte Medienaufmerksamkeit. Die Mean Time to Recover (MTTR) bei anwendungs- oder infrastrukturbedingten Ausfällen ist bei den Resilienz-Leadern im Durchschnitt um 28 Prozent kürzer als bei der Mehrheit der Befragten. Bei Cybersecurity-Incidents sind sie um 23 Prozent schneller wieder auf den Beinen.
Geringere versteckte Kosten: Die meisten Resilienz-Leader erleiden im Grunde keinen Schaden durch versteckte Kosten oder stufen diesen als „moderat“ ein. Dies steht in krassem Gegensatz zu den übrigen 90 Prozent der Unternehmen, die die Auswirkungen versteckter Kosten als „mäßig“ oder „sehr“ schädlich empfinden.
Weniger finanzieller Schaden: Resilienz-Leader erleiden 17 Millionen weniger Umsatzverlust, zahlen 10 Millionen weniger Bußgelder und sparen sich 7 Millionen US-Dollar an Ransomware-Lösegeldern.
Folgen von ungeplanten Ausfallzeiten für Hochschulen
Shefali Mookencherry, CISO und Privacy Officer an der University of Illinois Chicago, berichtet: „Ungeplante Ausfallzeiten können für jedes Unternehmen erhebliche finanzielle Probleme mit sich bringen und sich negativ auf die Reputation des Unternehmens auswirken. Für Hochschulen können Ausfallzeiten zu einer Unterbrechung kritischer akademischer und administrativer Abläufe führen, die sich auf alle Bereiche – von Studentenservices bis hin zu Forschungsaktivitäten – auswirken. Die Folgen gehen über unmittelbare finanzielle Verluste hinaus und wirken sich langfristig auf den Ruf der Institution und das Vertrauen der Stakeholder aus. Unabhängig von der jeweiligen Branche müssen CISOs einen proaktiven und integrierten Ansatz für Cybersicherheit und Observability verfolgen, um diese Risiken zu minimieren und die Geschäftskontinuität zu gewährleisten.“
Archana Venkatraman, Senior Research Director Cloud Data Management bei IDC Europe, erläutert: „Für digital ambitionierte Unternehmen sind Ausfallzeiten inakzeptabel. Downtime ist nicht nur kostspielig, sie untergräbt auch das Vertrauen wichtiger Interessengruppen: von Kundschaft, Aktionären, Partnern Belegschaft. Und was noch wichtiger ist: Dieses Vertrauen wieder aufzubauen, kostet Zeit und Ressourcen. Dass das Rezept für digitale Resilienz und eine schnellere Wiederherstellung nach Ausfällen ein einheitlicher Ansatz für Sicherheit und Observability ist, liegt auf der Hand. Mit der einheitlichen Plattform von Splunk können Unternehmen Probleme schnell identifizieren und beheben – und Resilienz aufbauen.“
Zur Methodik der Studie: Oxford Economics hat im Auftrag von Splunk für die Studie „Die versteckten Kosten von Ausfallzeiten“ rund 2.000 Führungskräfte der Global-2000-Unternehmen befragt. Erfasst wurden Unternehmen aus 53 Ländern (Afrika, Asien-Pazifik, Europa, Naher Osten, Nordamerika und Südamerika) und zehn Branchen (Energie und Versorgung, Finanzdienstleister, Gesundheitswesen und Life Sciences, IT und Technologie, Fertigung, Kommunikation und Medien, öffentliche Hand, Einzelhandel, Transport und Logistik sowie Reise und Gastgewerbe). Tätig sind die Befragten in den Bereichen Technologie (einschließlich Sicherheit, IT und Engineering), Finanzen (einschließlich Chief Financial Officers) und Marketing (einschließlich Chief Marketing Officers).