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IT-Strategie Betriebliche Resilienz: Warum IT-Teams diese überschätzen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Eine neue Studie von SolarWinds zeigt, dass die betriebliche Resilienz eine ganzheitliche Strategie erfordert.  Zudem überschätzen IT-Teams häufig die betriebliche Resilienz, obwohl Lücken in Workflows, Personalbesetzung und Kennzahlen bestehen.

(Bild:  ©  Oranuch/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © Oranuch/stock.adobe.com - generiert mit KI)

SolarWinds, Anbieter von Observability- und IT-Management-Software, hat jetzt den neuen Report „Fragile to Agile: The State of Operational Resilience“ veröffentlicht. Die Studie beschreibt die aktuelle betriebliche Resilienz von Unternehmen und wie sie mit ihren dringlichsten IT-Herausforderungen umgehen. In Partnerschaft mit UserEvidence wurden hierfür mehr als 600 IT-Führungskräfte in neun Ländern befragt, um herauszufinden, wie Unternehmen betriebliche Resilienz in einer sich schnell entwickelnden Landschaft definieren, messen und erzielen.

Die Ergebnisse zeigen, dass 86 Prozent der befragten deutschen IT-Experten ihre Unternehmen als resilient bezeichnen. Der Umgang mit verteilten und Remote-Arbeitskräften stellt für 56 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland keine Herausforderung mehr dar. Allerdings fühlt sich weniger als die Hälfte dabei zuversichtlich, mit einer der folgen Herausforderungen umzugehen:

  • Bring-Your-Own-Device-Richtlinien (24 Prozent)
  • Wachsende Benutzererwartungen erfüllen (18 Prozent)
  • Künstliche Intelligenz (23 Prozent)
  • Cyberbedrohungen managen (30 Prozent)

Betriebliche Resilienz erfordert ganzheitliche Strategie

RJ Gazarek, Senior Director of Product Management bei SolarWinds, kommentiert: „Angesichts von IT-Problemen und Betriebsunterbrechungen kann die Dringlichkeit Unternehmen unter Druck setzen, taktische technologische Problemlösungen wie neue Tools oder Innovationen zu wählen. Doch dieser Report zeigt, dass Technologie ohne ganzheitliche Strategie nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt. Unternehmen müssen überlegen, welche Menschen die Technologie verwenden, über welche Erfahrung sie verfügen und wie Nutzer planen, die angebotenen Tools einzusetzen.“

Hindernisse, um betriebliche Resilienz zu erreichen

Die Antworten weisen darauf hin, dass nicht ein Mangel an geeigneten Technologien der Hauptgrund hinter einer unzureichenden Problemvorbeugung und ‑behebung ist: Zentrale Faktoren sind stattdessen Workflow-Probleme und der Aufbau von Teams. Demnach geben 47 Prozent an, dass ineffiziente Workflows die Reaktion auf Probleme verlangsamen. Ebenfalls 47 Prozent nennen Personalmangel als zentrale Herausforderung. Und sechs Prozent geben an, dass sie nicht über die richtigen Tools verfügen.

Viele deutsche Unternehmen (67 Prozent) verfolgen keine MTTx-Kennzahlen (Mean Time To Detect/Acknowledge/Resolve). Von denjenigen, die es tun, nennen die meisten Tool-Ausstattung (71 Prozent), Workflow (67 Prozent) und Teamstruktur (43 Prozent) als Faktoren, die die Leistung am stärksten beeinflussen.

Betriebliche Resilienz: Auswirkungen auf Kunden

Wenn Unternehmen keine betriebliche Resilienz erreichen können, tragen ihre Kunden die Konsequenzen. Dies kann ihre Reputation und ihr Markenimage schädigen:

  • 45 Prozent der Befragten nennen als zentrale Sorge das Kundenerlebnis, das durch kritische Probleme und Systemausfälle beeinträchtigt wird.
  • 23 Prozent der Befragten gibt an, aufgrund von Ausfällen und kritischen Problemen Umsatzverluste erlebt zu haben.
  • 18 Prozent der Befragten erwähnen zudem Schäden am Markenimage, die mit Umsatz und Kundenerlebnis zusammenhängen, wenn Kunden die Anwendung als unzuverlässig wahrnehmen.
  • 27 Prozent der Befragten geben, dass ihre Kunden zufrieden sind.

Cullen Childress, Chief Product Officer bei SolarWinds, erklärt: „In dem wettbewerbsintensiven Umfeld von heute ist betriebliche Resilienz nicht länger ein Nice-to-have, sondern ein strategisches Muss. Sie zu erreichen erfordert mehr als nur das Einführen neuer Technologie. Unternehmen müssen ihre IT-Teams mit den richtigen Tools, Workflows und Talenten ausstatten, um agil und reaktionsschnell zu bleiben. Wenn Hindernisse aus dem Weg geräumt werden und die Resilienz in den täglichen Betrieb integriert wird, kann das IT-Team ein echter Treiber für Wettbewerbsvorteile werden.“

Angesichts der sich rasant verändernden IT-Landschaft sollten die heutigen Hindernisse so schnell wie möglich beseitigt werden, um die bestmögliche Grundlage für zukünftige Herausforderungen zu schaffen. Die Bedeutung dieser Vorbereitung wird durch die Daten deutlich. 33 Prozent der befragten IT-Fachleute gaben an, dass sie diese Vorbereitung für äußerst wichtig halten. Weitere 45 Prozent bezeichneten die Vorbereitung als sehr wichtig. Strategische Maßnahmen zur Vorbereitung sind heute unerlässlich, um die operative Widerstandsfähigkeit agil und handlungsfähig zu halten – egal, was kommt.

Die Bausteine betrieblicher Resilienz

Der Report zeigt ein praktisch umsetzbares Framework bei der betrieblichen Resilienz auf:

  • Beziehungen aufzeigen: Abhängigkeiten zwischen Systemen und Teams verstehen
  • Prozesslücken identifizieren: Prüfen, was funktioniert und was nicht
  • Tool-Ausstattung neu analysieren: In Tools investieren, die Transparenz, Zusammenarbeit und Reaktionsfähigkeit stärken

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