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Projekt Mein-Krankenhaus.Digital Patientenportal: 140 Krankenhäuser setzen auf gemeinsame Lösung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Während viele Digitalisierungsprojekte im Gesundheitswesen fragmentiert bleiben, geht eines der größten Vorhaben nun in die Betriebsphase: Über 140 Krankenhäuser von mehr als 70 Trägern haben sich deutschlandweit dem Patientenportal „Mein-Krankenhaus.Digital" (MKD) angeschlossen.

Die beteiligten Partner von Mein-Krankenhaus.Digital (MKD) beim Auftakt im Klinikum Aschaffenburg.(Bild:  Klinik IT eG)
Die beteiligten Partner von Mein-Krankenhaus.Digital (MKD) beim Auftakt im Klinikum Aschaffenburg.
(Bild: Klinik IT eG)

Seit Dezember 2025 nutzen Patientinnen und Patienten der ersten Krankenhäuser das Portal „Mein-Krankenhaus.Digital“ zur Terminbuchung und digitalen Kommunikation mit ihrer Klinik – mit positiver Resonanz. Das Patientenportal wird schrittweise in den weiteren Häusern implementiert. Mit der jetzt erfolgten Inbetriebnahme des Patientenportals im Klinikum Aschaffenburg durch die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, tritt eines der umfangreichsten Umsetzungsbeispiele im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) offiziell in die Betriebsphase.

Patientenportal: Kooperation statt Insellösungen

Bemerkenswert ist das Organisationsmodell für das Patientenportal: Die beteiligten Krankenhäuser haben das Projekt eigenständig initiiert und dafür die Klinik IT Genossenschaft (KIG) gegründet. Statt auf isolierte Einzellösungen setzen sie auf eine gemeinsame Infrastruktur. Die technische Umsetzung erfolgte durch das Schweizer Softwareunternehmen the i-engineers mit Standorten in München und Münster. Finanziert wurde das Projekt überwiegend über Fördermittel des KHZG.

Trotz der hohen Komplexität, enger Zeitvorgaben und paralleler Digitalisierungsinitiativen in den Krankenhäusern konnten alle teilnehmenden Einrichtungen erfolgreich angebunden werden und erfüllen die Anforderungen des KHZG-Fördertatbestands. Andreas Lange, Geschäftsführer der Klinik IT eG, kommentiert: „Gemeinsam mit the i-engineers und weiteren Dienstleistern haben wir eine Lösung entwickelt, die technisch und organisatorisch führend und in dieser Dimension in Deutschland einmalig ist. Anstatt dass jedes Haus isoliert seine eigene Lösung entwickelt, haben sich die Krankenhausträger zusammengeschlossen, um dieses Projekt gemeinsam und effizient zu stemmen. Die Zusammenarbeit zwischen mehr als 70 Trägern, rund 1.500 Projektmitarbeitenden und den Dienstleistern hat neue Maßstäbe für kollaborative Digitalisierung im Gesundheitswesen gesetzt.“

Anstatt dass jedes Haus isoliert seine eigene Lösung entwickelt, haben sich die Krankenhausträger zusammengeschlossen, um dieses Projekt gemeinsam und effizient zu stemmen.

Andreas Lange, Klinik IT eG

Sichere technische Grundlage für das Patientenportal

Die Lösung läuft mandantengetrennt in Private-Cloud-Umgebungen, die in deutschen Rechenzentren nach dem BSI-C5-Standard betrieben werden. Die Anbindung an die Krankenhaus-IT erfolgt über eine standardisierte Gateway-Komponente. Damit adressiert das Projekt eines der Kernprobleme der Gesundheitsbranche: die historisch gewachsene Heterogenität der IT-Systeme.

Severin Summermatter, CEO von the i-engineers, erläutert: „Die eigentliche Herausforderung war nicht die Entwicklung einzelner Funktionen, sondern die Integration unterschiedlichster Systeme in eine gemeinsame Architektur. Nur mit einer tragfähigen gemeinsamen Architektur lässt sich Digitalisierung im Gesundheitswesen wirksam skalieren.“

Mit mehr als zwei Millionen potenziellen Nutzerinnen und Nutzern pro Jahr und rund 15.000 Mitarbeitenden, die perspektivisch mit dem Patientenportal arbeiten, erreicht MKD eine Größenordnung, die über klassische Pilotprojekte hinausgeht. Das bietet eine große Chance für effizientere Prozesse, zielgerichtetere Kapazitätssteuerung und letztlich eine bessere Gesundheitsversorgung.

Ausgangspunkt für weitere Digitalisierung

Mit dem Start des Echtbetriebs ist das Projekt nicht abgeschlossen. Der Roll-out erfolgt schrittweise innerhalb der einzelnen Krankenhäuser. Welche weiteren Anwendungsfälle künftig hinzukommen, entscheiden die angeschlossenen Häuser im Rahmen der genossenschaftlichen Abstimmung. Das genossenschaftliche Modell steht weiteren Krankenhäusern offen. Das Projekt wird auf der diesjährigen DMEA vom 21. bis 23. April 2026 in Berlin an den Ständen von Klinik IT eG in Halle 2.2., Stand A-107 und the i-engineers in Halle 6.2, Stand C-106 präsentiert.

Die Klinik IT eG (KIG) wurde 2023 von bayerischen Krankenhausträgern gegründet und koordiniert heute gemeinsame IT-Projekte für über 70 Krankenhausträger mit mehr als 140 Standorten in zehn Bundesländern. Als Genossenschaft ist die KIG zu 100 Prozent im Besitz der beteiligten Krankenhäuser. Ziel der KIG ist es, große Digitalisierungsvorhaben herstellerunabhängig, gemeinschaftlich und am klinischen Bedarf orientiert zu konzipieren, umzusetzen und im Betrieb zu steuern.

The  i-engineers ist ein unabhängiges Softwareunternehmen, das seit 2002 innovative Lösungen für das Gesundheitswesen entwickelt. Das Kernprodukt health-engine ist eine bewährte und vielseitige Interoperabilitätsplattform zur Digitalisierung von Prozessen in Krankenhäusern, Kliniken und weiteren Gesundheitsorganisationen.

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