OVHcloud hat beim Summit France Quantum eine neue Quantum Platform und ein innovatives Konzept für Rechenzentren der Zukunft vorgestellt. Kürzlich hat der Cloud-Provider mit "OVHai Workspace" eine agentenbasierte KI-Plattform angekündigt.
Bei der France Quantum haben OVHcloud und Welinq ihre Kooperation verkündet.
(Bild: OVHcloud)
Bei der fünften Ausgabe der France Quantum am 16. Juni 2026 in Paris haben sich rund 1.500 Teilnehmer und 60 Referenten über die neuesten technologischen Fortschritte von Quantencomputing und Anwendungsfälle ausgetauscht. Im Rahmen seiner Forschungs- und Entwicklungsinitiativen hat OVHcloud eine Zusammenarbeit mit Welinq vereinbart, um die Rechenzentren der Zukunft zu gestalten. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Netzwerktechnologien für Quantencomputer auf Basis verschiedener Arten von Qubits miteinander zu verbinden und zu orchestrieren.
Die Technologie von Welinq erleichtert die Skalierung von Quantentechnologien und ermöglicht den Aufbau homogener oder heterogener Cluster aus Quantencomputern, ergänzt durch klassische Rechenressourcen. Dieser Forschungsansatz erlaubt eine flexible Zuweisung von Rechen-Workloads zu den geeigneten Plattformen, basierend auf dem Anwendungsfall und dem Stand der Quantentechnologie.
OVHcloud und Welinq entwickeln Quantencenter der Zukunft
„Die Zukunft des Quantencomputings ist nicht nur eine Frage der reinen Rechenleistung, sondern hängt auch von der Fähigkeit dieser Systeme ab, innerhalb von Recheninfrastrukturen vernetzt und koordiniert zu werden. Wir sind stolz darauf, dass OVHcloud zu den ersten Akteuren gehört, die diese neue Generation von Technologien einsetzen und gemeinsam mit uns zu den entstehenden Quantencenter der Zukunft beitragen“, erklärt Tom Darras, CEO und Mitbegründer von Welinq.
„Für OVHcloud, einen europäischen Pionier im Bereich Quantencomputing, spielt Innovation eine Schlüsselrolle. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Welinq einen großen Schritt nach vorne zu machen, indem wir die Rechenzentren von morgen zum Nutzen des europäischen Quantencomputing-Ökosystems entwerfen“, ergänzt Miroslaw Klaba, Leiter Forschung und Entwicklung bei OVHcloud.
Quobly wird Bestandteil der OVHcloud Quantum Platform
Die auf dem OVHcloud Summit 2025 angekündigte OVHcloud Quantum Platform stellt QPUs im As-a-Service-Modell bereit und macht Quantentechnologie so für öffentliche und private Organisationen breiter zugänglich. Neben der Pasqal-QPU und Belenos von Quandela wird die Plattform künftig auch die von Quobly entwickelte Quantentechnologie umfassen.
Die Technologie von Quobly basiert auf Spin-Qubits aus Silizium und nutzt konventionelle industrielle Halbleiterstandards, darunter 300-mm-FD-SOI-Wafer. Dieser Ansatz zielt auf die Industrialisierung des Quantencomputings bei gleichzeitiger Kompatibilität mit bestehenden Computing-Infrastrukturen ab. Der erste kommerziell erhältliche Quobly-Quantencomputer, Alloy Pioneer, wird für Ende 2026 erwartet. Er wird vollständig in Frankreich entworfen und entwickelt und als Weltneuheit in der souveränen Cloud von OVHcloud verfügbar sein.
Maud Vinet, CEO und Mitbegründerin von Quobly, kommentiert: „Unser Ziel ist es, Quantencomputing für Nutzer in ihren vertrauten Computing-Umgebungen verfügbar zu machen. Durch den Beitritt zur OVHcloud Quantum Platform ebnen wir den Weg für neue Simulationsmöglichkeiten und hybrides Computing, die es Forschern und Akteuren aus der Industrie ermöglichen werden, Anwendungen zu erforschen, die bisher für herkömmliche Architekturen unerreichbar waren.“
OVHCloud bringt agentenbasierte KI-Plattform
Die 1,7 Millionen Kunden von OVHcloud nutzen täglich mehr als vier Millionen E-Mail-Konten und führen jeden Monat über 100 Millionen Telefonate. OVH Labs, das Innovationslabor der OVH Groupe, hat jetzt mit der Preview-Version "OVHai Workspace" eine offene, kollaborative und agentenbasierte KI-Plattform vorgestellt. Diese ermöglicht die Entwicklung und Integration von Anwendungen und bietet Nutzern Zugang zu agentenbasierter KI und eine nativ verfügbare Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
OVHai Workspace führt wichtige kollaborative Tools wie E-Mail, Cloud-Speicher und Videokonferenzen zusammen und bleibt gleichzeitig offen für Partneranwendungen. Ziel ist es, ein europäisches Ökosystem von Produktivitäts- und Kollaborationsanwendungen in einer einheitlichen Benutzererfahrung zusammenzuführen. Um die Anwendungsnutzung zu verbessern, integriert OVHai Workspace eine Suchmaschine in Kombination mit Funktionen der agentenbasierten KI. Komplexe Aktionen lassen sich automatisieren, Informationen anwendungsübergreifend abrufen und wiederkehrende Aufgaben vereinfachen. Nutzer können so ihre Produktivität steigern, ohne ihre Arbeitsumgebung verlassen zu müssen – auch bei der Nutzung von Partneranwendungen.
Stand: 16.12.2025
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KI-Plattform mit nativer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
OVHai Workspace bietet eine Option zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE). Nutzer können ihre Daten und Kommunikationswege sichern, auch innerhalb von in die Plattform integrierten Partneranwendungen. Wenn die Verschlüsselung aktiviert ist, werden die Such- und KI-Funktionen direkt auf dem Computer oder Mobilgerät des Nutzers ausgeführt, sodass sensible Daten lokal verarbeitet werden können.
Octave Klaba, Chairman und CEO der OVH Groupe, erklärt: „Wir haben uns schon immer weiterentwickelt, indem wir unseren Kunden zugehört haben. Nachdem wir Millionen von Nutzern mit unseren Web-Cloud-Diensten unterstützt haben, untersuchen wir nun, wie agentenbasierte KI, Kollaborations-Tools und Sicherheit in einer offenen Plattform zusammenwirken können. Diese Vorschau bietet einen ersten Einblick vor dem geplanten Beta-Start auf dem OVHcloud Summit im November.“