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KI-Bereitschaftslücke KI-Transformation: Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter mitnehmen

Von Stefan Girschner 4 min Lesedauer

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Laut einer neuen Studie von Notion glauben 60 Prozent der KI-Verantwortlichen, ihr Unternehmen sei bereit für den Einsatz von KI-Agenten, aber nur 36 Prozent der Mitarbeiter. Diese „KI-Bereitschaftslücke“ zeigt, dass Führungskräfte bei der KI-Transformation deutlich zuversichtlicher sind als die Mitarbeiter.

(Bild:  © Angelov/stock.adobe.com)
(Bild: © Angelov/stock.adobe.com)

Darum geht’s:

Die KI-Bereitschaftslücke“ zieht sich durch alle Ebenen: Führungskräfte blicken den KI-Fähigkeiten ihres Unternehmens zuversichtlich entgegen (49 Prozent), während die Mitarbeiter deutlich skeptischer bleiben (23 Prozent).

Trotz KI-Hype steht die Mehrheit der Unternehmen noch am Anfang: Weltweit stecken 88 Prozent der Unternehmen noch in den Kinderschuhen bei der KI-Einführung (Stufe 1 oder 2) und nutzen KI lediglich als „Gedankenpartner“ oder Assistenten.

Minderheit der Unternehmen ist fortgeschritten: In der DACH-Region geben 16 Prozent der Befragten an, bereits die fortgeschrittenen Stufen 3 oder 4 erreicht zu haben (12 Prozent weltweit). Entsprechend liegt der Anteil der Unternehmen auf Stufe 1 oder 2 bei 84 Prozent.

Eine neue, weltweit durchgeführte Studie von Notion zeigt, dass 60 Prozent der Entscheidungsträger für KI-Technologie glauben, ihr Unternehmen sei bereit für den Einsatz von KI-Agenten. Jedoch sehen das im Vergleich dazu nur 36 Prozent der Mitarbeiter so.  Dennoch hält KI  rasant Einzug in die Arbeitswelt. Die Studienergebnisse deutet darauf hin, dass die größte Herausforderung in der Abstimmung liegt. Die meisten Unternehmen stehen noch am Anfang der KI-Transformation, während Führungskräfte bereits fortgeschrittenere, agentengesteuerte Arbeitsweisen ins Auge fassen.

KI-Transformation: Die meisten Firmen stecken noch in den Anfängen

Notion hat vier Reifegrade in Bezug auf KI-Nutzung definiert. Diese verdeutlichen, wie sich die Arbeit verändert und welche Ergebnisse Unternehmen erwarten können, wenn sie von individueller Unterstützung zu agentengesteuerten Workflows übergehen. Demnach gibt es folgende vier Stufen zu einer erfolgreichen KI-Transformation:

  • Stufe 1 – Gedankenpartner: Mitarbeitende nutzen eigenständig KI-Tools, um Entwürfe zu erstellen, Inhalte zusammenzufassen oder Ideen zu sammeln.
  • Stufe 2 – Assistent: KI-Tools sind in interne Systeme oder Datenquellen integriert, um Routineaufgaben zu beschleunigen.
  • Stufe 3 – Teammitglied: KI führt wiederkehrende Workflows autonom aus, wobei an definierten Kontrollpunkten eine menschliche Überprüfung erfolgt.
  • Stufe 4 – System: KI führt komplexe Workflows mit großer Tragweite Ende-zu-Ende aus, iteriert und verbessert sich kontinuierlich.

Angesichts des Hypes um KI mögen Unternehmen das Gefühl haben, im Rückstand zu sein, dies ist jedoch ein Trugschluss: 88 Prozent der Unternehmen befinden sich noch auf Stufe 1 oder 2, wo KI hauptsächlich zur Unterstützung der individuellen Produktivität eingesetzt wird. Nur 12 Prozent haben Stufe 3 oder 4 erreicht, wo KI in wiederkehrende Workflows eingebettet ist oder autonomer arbeitet.

Führungskräfte sind bereit für KI-Transformation

Hier zeigt sich die Bereitschaftslücke. Während 60 Prozent der KI-Entscheidungsträger*innen angeben, ihr Unternehmen sei bereit für den Einsatz von KI-Agenten, stimmen dem nur 36 Prozent der Mitarbeitenden zu. Auch sind Führungskräfte zuversichtlicher in Bezug auf die KI-Fähigkeiten ihres Unternehmens: 49 Prozent sind sehr oder extrem zuversichtlich, verglichen mit 23 Prozent der Mitarbeitenden.

Diese Lücke lässt sich durch fehlendes Vertrauen erklären. 71 Prozent der Mitarbeitenden geben an, dass sie häufiger KI nutzen würden, wenn sie sich sicher wären, dass bei wichtigen Aufgaben keine Fehler gemacht werden. Gleichzeitig weiß die Hälfte der Entscheidungsträger entweder nicht, welche KI-Tools die Mitarbeitenden nutzen, oder vermutet, dass nicht genehmigte Tools bereits im Einsatz sind.

Fortgeschrittene Unternehmen bauen auf ein solides Fundament

Die Unternehmen, die am weitesten fortgeschritten sind, setzen auf die richtigen Grundlagen: Sie integrieren KI in bestehende Systeme (+18 Prozentpunkte), bauen Governance und Aufsicht auf (+16 Prozent) und messen die Auswirkungen von KI anhand klarer Kennzahlen (+15 Prozent).

Auch die Gründe für den Einsatz von KI unterscheiden sich. Unternehmen in einer früheren Phase der KI-Transformation konzentrieren sich tendenziell auf Schnelligkeit, wie das schnellere Finden von Informationen (60 Prozent) und das Erledigen von mehr Aufgaben (48 Prozent). Fortgeschrittenere Unternehmen nutzen KI eher, um neue Fähigkeiten freizusetzen, einschließlich der Ausführung von Aufgaben, die sie zuvor nicht erledigen konnten (+10 Prozent), und der Entscheidungsfindung (+7 Prozent).

KI-Transformation: Wie schneidet die DACH-Region ab?

In der DACH-Region geben 16 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen Stufe 3 oder 4 erreicht hat, verglichen mit 12 Prozent weltweit. Hingegen befinden sich 84 Prozent auf Stufe 1 oder 2 (88 Prozent weltweit).

Zudem sind die Befragten in der DACH-Region optimistisch: 55 Prozent der KI-Entscheidungsträger sind sehr oder extrem zuversichtlich in Bezug auf die KI-Fähigkeiten innerhalb ihres Unternehmens. Zum Vergleich: Der globale Durchschnitt liegt bei nur 49 Prozent. Darüber hinaus teilen jedoch nur 35 Prozent der Mitarbeitenden aus der DACH-Region diese Zuversicht (23 Prozent weltweit). Die Hürde liegt also darin, das Vertrauen im gesamten Team zu stärken.

67 Prozent der KI-Entscheidungsträger*innen geben außerdem an, dass ihr Unternehmen eine klare Strategie verfolgt (65 Prozent in der gesamten EMEA-Region) und 46 Prozent glauben, dass ihr Arbeitgeber schneller in KI investiert, als die Mitarbeitenden bereit sind, diese zu nutzen. Jede neue Welle von KI-Investitionen trifft auf eine Belegschaft, die sich noch an die vorherige anpasst. Diese KLuft gilt es durch den Fokus auf die richtigen Grundlagen und Schutzmaßnahmen zu überbrücken, damit Unternehmen ihre KI-Ambitionen skalieren können.

KI-Transformation: die gesamte Organisation mitnehmen

Andrew McCarthy, GM EMEA bei Notion, kommentiert: „Bei Notion glauben wir daran, dass die besten Lösungen nie im Alleingang entstehen. Viele Unternehmen verfügen bereits über mehr Momentum, als ihnen bewusst ist: Investitionen sind getätigt, Strategien werden entwickelt, und viele Organisationen stehen auf einer ähnlichen Stufe in ihrer Entwicklung. Jetzt kommt es darauf an, die gesamte Organisation mitzunehmen. Die Unternehmen, die sich langfristig abheben werden, tun dies mit Bedacht: Sie verankern KI in ihren Arbeitsprozessen, stärken das Vertrauen innerhalb ihrer Teams und machen den konkreten geschäftlichen Mehrwert messbar.“

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Die Unternehmen, die sich langfristig abheben werden, tun dies mit Bedacht: Sie verankern KI in ihren Arbeitsprozessen und stärken das Vertrauen innerhalb ihrer Teams.

Andrew McCarthy, Notion

Zur Methodik der Studie: Notion befragte mehr als 6.000 KI-Entscheidungsträger und Nutzer von KI-Tools in 16 Märkten, um zu verstehen, wo Unternehmen auf ihrem Weg der KI-Transformation stehen. Mehr als 500 der Befragten arbeiten in der DACH-Region.
Notion ist Anbieter eines vernetzten Workspace, der es Teams ermöglicht, Dokumente gemeinsam zu nutzen, Notizen zu machen, Projekte zu verwalten und Wissen zu organisieren.