IWG hat anlässlich des 300. Jahrestags des ersten Büros einen neuen Report veröffentlicht. KI, Laptops, Videokonferenzen, WLAN und hybrides Arbeiten wurden von CEOs als die wichtigsten Innovationen eingestuft. Für zwei Drittel ist der moderne Arbeitsplatz besser auf Produktivität ausgelegt.
Das moderne Büro ermöglicht flexibles und hybrides Arbeiten.
Künstliche Intelligenz wurde in dem neuen Report „300 Years of Office Innovation“ der International Workplace Group (IWG) anlässlich des 300-jährigen Jubiläums des modernen Büros von CEOs weltweit zur einflussreichsten Inovation im Büro gekürt. Auf den weiteren Plätzen folgen Laptops, Videokonferenzen, WLAN und hybrides Arbeiten, allesamt Technologien und Strategien, die den Arbeitsplatz auch weiterhin verändern. Anlass für den von IWG in Auftrag gegebenen Bericht ist das 300-jährige Jubiläum des weltweit ersten, eigens zu diesem Zweck errichteten Büros, dem Old Admiralty Buildings.
In den Büros der 20er Jahre gehörten die Schreibmaschine und das Telefon zu den wichtigsten Hilfsmitteln.
(Bild: International Workplace Group)
Das 1726 in London eröffnete Büro sollte die rasche Expansion der weltweiten Aktivitäten der britischen Marine und des öffentlichen Dienstes unterstützen. Zu den weiteren ikonischen, eigens zu diesem Zweck errichteten Büros der letzten drei Jahrhunderte zählen das Witte Huis (Niederlande, 1898), eines der weltweit ersten Hochhäuser, das Wainwright Building (USA, 1891) und das Pentagon (USA, 1943). Die Studie befragte Führungskräfte aus der Wirtschaft dazu, wie sich der moderne Arbeitsplatz entwickelt hat.
Arbeitsplatz: Top 5 der einflussreichsten Innovationen
In den Büros im 20. Jahrhundert wurde vor allem papierbasiert gearbeitet.
(Bild: International Workplace Group)
Die Ergebnisse zeigen, dass CEOs den technologischen Wandel, den Arbeitnehmer derzeit durchlaufen, als ebenso bedeutend ansehen wie alle anderen Entwicklungen, die das Büro in den letzten 300 Jahren erlebt hat, wie beispielsweise den Aufstieg der Schreibmaschine, von Smartphones oder sogar des Internets. Die Top 5 werden von modernen technologischen Entwicklungen dominiert, die das Arbeitsleben und den Arbeitsplatz in den letzten zehn Jahren verändert haben. Alle sind mittlerweile fest im globalen Netzwerk von IWG verankert, dem weltweit größten Netzwerk mit Marken wie Spaces und Regus. Die fünf wichtigsten Arbeitsplatz-Innovationen der letzten 300 Jahre aus Sicht der CEOs sind:
Künstliche Intelligenz (36 Prozent)
Laptops und Tablets (35 Prozent)
Videokonferenzen mit Teams/Zoom und anderen Tools (31 Prozent)
WLAN/Bluetooth (29 Prozent)
Hybrides Arbeiten (26 Prozent)
Hybrides Arbeiten, von 26 Prozent der CEOs genannt, sticht vor dem Hintergrund der Entwicklungen bei Hard- und Software als entscheidender Wandel in der Art und Weise, wo und warum Menschen arbeiten, hervor. Dieser Wandel ist bereits fest im Arbeitsalltag verankert. Im Vergleich zu vor zehn Jahren geben 35 Prozent der CEOs an, dass es dank der Technologie für Mitarbeiter einfacher geworden ist, von überall aus zu arbeiten, während 30 Prozent sagen, dass Besprechungen heute eher virtuell als persönlich stattfinden, was diese Entwicklung weiter begünstigt.
Jahrzehnte des Wandels: die 1990er und 2020er Jahre
Der Laptop gehört heute zu den fünf wichtigsten Innovationen am Arbeitsplatz.
(Bild: International Workplace Group)
Die 2020er Jahre gelten als das bislang stärkste transformative Jahrzehnt, angetrieben durch die rasche Einführung von Hybridmodellen, KI, Automatisierung und flexiblen Arbeitspraktiken. Dies stellt einen bedeutenden Sprung gegenüber den 1990er Jahren dar, der zweitwichtigsten Ära, in der das Internet, E-Mail und frühe Computertechnologien erstmals Arbeitsplätze auf globaler Ebene miteinander verbanden. Viele dieser Innovationen der 90er Jahre sind jüngeren Arbeitnehmern jedoch fremd. Auf die Frage, ob sie einige dieser Innovationen beschreiben könnten, konnte nur jeder Fünfte (20 Prozent) dies für Faxgeräte und 16 Prozent für Disketten tun – obwohl es sich dabei um das sofort erkennbare Symbol für „Dokument speichern“ handelt.
Trotz dieser Wissenslücke zwischen den Generationen bleibt ein Gefühl der Nostalgie bestehen. Über zwei Drittel (68 Prozent) der CEOs geben an, dass sie Nostalgie für Arbeitsmittel und Technologien der Vergangenheit empfinden. Ähnlich wie bei Schreibmaschinen und dem Internet über Modem oder ISDN wird nicht erwartet, dass alle modernen Technologien überleben werden. Zu den Innovationen, von denen CEOs erwarteten, dass sie unsere Arbeitsweise verändern würden, die sich jedoch als kurzlebig erwiesen haben, gehören Smarte Brillen (41 Prozent), Schreibtischlaufbänder (39 Prozent) und interaktive Whiteboards (35 Prozent).
Der heutige Arbeitsplatz steigert die Produktivität
35 Prozent der Führungskräfte geben an, dass KI den größten Einfluss auf die Produktivität in ihrem Unternehmen hatte, noch vor Laptops und Videokonferenzen. Insgesamt sagen 83 Prozent der CEOs, dass die jüngsten Veränderungen in der Art und Weise, wie wir arbeiten, positiv waren, während 81 Prozent der Meinung sind, dass der heutige Arbeitsplatz besser auf Zusammenarbeit und Produktivität ausgelegt ist.
KI verändert grundlegend, wie, wo und warum Menschen arbeiten, und ist mittlerweile untrennbar mit anderen transformativen Innovationen wie hybridem Arbeiten und digitaler Konnektivität verbunden.
Mark Dixon, IWG
Mark Dixon, Gründer der International Workplace Group (IWG), kommentiert die Ergebnisse des Reports: „In den letzten 300 Jahren hat sich das Büro im Zuge jeder großen Innovationswelle kontinuierlich weiterentwickelt, doch KI stellt den bedeutendsten Wandel im Arbeitsleben seit der Entstehung des modernen Büros dar. Sie verändert grundlegend, wie, wo und warum Menschen arbeiten, und ist mittlerweile untrennbar mit anderen transformativen Innovationen wie hybridem Arbeiten und digitaler Konnektivität verbunden.“
Stand: 16.12.2025
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Zur Methodik der Studie: Die Studie wurde von Censuswide unter einer Stichprobe von 4.004 Büroangestellten (2.004 in Großbritannien und 2.000 in den USA) durchgeführt. Die Daten wurden zwischen dem 19.03.2026 und dem 23.03.2026 erhoben.