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Cloud-Ausfall Cloud-Dienste: Ausfall hat massive Auswirkungen auf Geschäftsbetieb

Von Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Internetstörungen oder Probleme mit Software-Updates: Wenn Cloud-Dienste plötzlich ausfallen oder nicht mehr erreichbar wären, müssten laut einer neuen Umfrage des Bitkom 46 Prozent der Unternehmen über kurz oder lang ihren Geschäftsbetrieb einstellen.

(Bild:  ©  ali/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © ali/stock.adobe.com - generiert mit KI)
82 Prozent der befragten Unternehmen schützen sich vor Cloud-Ausfällen durch Notfallpläne.(Bild:  Bitkom e.V.)
82 Prozent der befragten Unternehmen schützen sich vor Cloud-Ausfällen durch Notfallpläne.
(Bild: Bitkom e.V.)

Wie die neue Umfrage von Bitkom e.V. weiterhin ergeben hat, könnten neun Prozent der befragten Unternehmen im Moment des Ausfalls der Cloud-Dienste nicht mehr weiterarbeiten. Zwei Prozent erwarten, dass sie sechs bis elf Stunden durchhalten würden, vier Prozent 12 bis 24 Stunden, zehn Prozent 24 bis 48 Stunden und 21 Prozent mehr als 48 Stunden. 24 Prozent der Unternehmen würde ein Cloud-Ausfall nicht so hart treffen, dass sie ihren Geschäftsbetrieb irgendwann einstellen müssten. 14 Prozent nutzen keinerlei Cloud-Dienste und 16 Prozent wissen es nicht oder wollen dazu keine Angabe machen.

Im Durchschnitt würden die Nutzer von Cloud-Diensten nach eigener Einschätzung rund drei Tage (78 Stunden) weiterarbeiten können. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom darunter 517 Unternehmen (86 Prozent), die Clouds nutzen.

Sicherheitskonzept schützt vor Cloud-Ausfällen

Dr. Ralf Wintergerst ist Präsident des Bitkom e. V.(Bild:  Bitkom e.V.)
Dr. Ralf Wintergerst ist Präsident des Bitkom e. V.
(Bild: Bitkom e.V.)

Dr. Ralf Wintergerst, Präsident des Bitkom e. V., erklärt: „Eine funktionsfähige Cloud ist für Unternehmen so wichtig wie stabile Stromversorgung und Zugang zum Internet. Büro-Software, Kommunikation, Datenbanken oder auch KI-Lösungen sind bei einer Cloud-Störung nicht verfügbar, dabei sind sie unverzichtbar für den Geschäftsbetrieb vieler Unternehmen. Gleichzeitig ist die Nutzung von Cloud-Diensten häufig sicherer und stabiler, als auf eigene Server zu setzen. Wichtig ist deshalb, die Cloud in ein Sicherheitskonzept für das Unternehmen zu integrieren.“

Maßnahmen gegen Ausfälle der Cloud-Dienste ergreifen

78 Stunden können Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb ohne Cloud-Dienste aufrechterhalten.(Bild:  Bitkom e.V.)
78 Stunden können Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb ohne Cloud-Dienste aufrechterhalten.
(Bild: Bitkom e.V.)

Zu gravierenden Cloud-Ausfällen kam es in den vergangenen zwölf Monaten bei 28 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen. Dabei ergreifen sie schon heute unterschiedliche Maßnahmen, um die Folgen abzumildern und Auswirkungen auf die Arbeitsabläufe möglichst gering zu halten. Am häufigsten gibt es Notfall- und Wiederanlaufpläne, über die 82 Prozent verfügen. Drei Viertel der Befragten haben wichtige Daten außerhalb der Cloud gesichert. 

Zwei Drittel (69 Prozent) monitoren selbst die Cloud-Dienste, um rasch reagieren zu können. Und 68 Prozent haben vertragliche Vereinbarungen mit den Cloud-Anbietern geschlossen und 66 Prozent können einen Notbetrieb mit lokalen Lösungen starten. Sechs von zehn Unternehmen haben Anwendungen auf unterschiedliche Systeme verteilt, 35 Prozent haben redundante Systeme und acht Prozent nutzen einen zweiten Cloud-Anbieter als Maßnahme, um sich vor Cloud-Ausfällen zu schützen.

Q&A: Cloud-Ausfälle als Geschäftsrisiko

Wie gefährlich sind Cloud-Ausfälle für den Geschäftsbetrieb deutscher Unternehmen?
Sehr gefährlich: Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage müssten 46 Prozent der Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb über kurz oder lang einstellen, wenn Cloud-Dienste oder -Anwendungen plötzlich ausfallen oder nicht mehr erreichbar sind.
 
Gibt es auch Unternehmen, die ein Ausfall weniger hart treffen würde?
24 Prozent würde ein Cloud-Ausfall nicht so stark treffen, dass sie den Betrieb einstellen müssten. 14 Prozent nutzen gar keine Cloud-Dienste, und 16 Prozent machten keine beziehungsweise keine genaue Angabe.
 
Wie häufig kommt es zu schwerwiegenden Cloud-Ausfällen?
Innerhalb der vergangenen zwölf Monate kam es bei 28 Prozent der Cloud-nutzenden Unternehmen zu gravierenden Cloud-Ausfällen.
 
Mit welchen Maßnahmen schützen sich Unternehmen vor Ausfällen?Die verbreitetsten Vorkehrungen sind Notfall- und Wiederanlaufpläne (82 %), Datensicherung außerhalb der Cloud (75 %), eigenes Monitoring der Cloud-Dienste (69 %), vertragliche Vereinbarungen mit Cloud-Anbietern (68 %) und Notbetrieb mit lokalen Lösungen (66 %)

Grundlage der Angaben im „Cloud Report 2026“ ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen in Deutschland ab 20 Beschäftigten telefonisch befragt, darunter 517 Unternehmen, die Clouds nutzen. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 14 bis KW 20 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete „Wie lange könnten Sie den Geschäftsbetrieb ohne Cloud aufrechterhalten?“ und „Wie schützt sich Ihr Unternehmen vor Störungen durch Cloud-Ausfälle?“

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