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KI-basierte Software Absatzplanung: Wie Rügenwalder Mühle die Prognosen verbesserte

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Steigende Produktvielfalt und wachsende Anforderungen des Handels erhöhen bei der Rügenwalder Mühle den Druck auf die Absatzplanung. Mit der KI-basierten Software von Inform konnte der Lebensmittelhersteller eine zentrale Planungsgrundlage für Vertrieb und Supply Chain Management schaffen.

Die Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH & Co. KG ist einer der bekanntesten Lebensmittelhersteller in Deutschland.(Bild:  Rügenwalder Mühle)
Die Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH & Co. KG ist einer der bekanntesten Lebensmittelhersteller in Deutschland.
(Bild: Rügenwalder Mühle)

Seit der Implementierung der KI-gestützten Software Add*One von Inform Ende 2024 läuft die Absatzplanung effizienter, zugleich hat sich die Prognosegenauigkeit spürbar verbessert und das Team profitiert von reduziertem Abstimmungsaufwand. Als Marktführer im Bereich vegetarischer und veganer Fleisch- und Wurstalternativen hat das Familienunternehmen sein Sortiment in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert und erzielt seit 2021 mehr Umsatz mit Fleischalternativen als mit Produkten aus Fleisch. Allein in den vergangenen Jahren kamen jährlich rund zehn neue Produkte hinzu. Damit stiegen auch die Anforderungen an Planung und Lieferperformance. Unterschiedliche Forecast-Logiken, dezentrale Excel-Tabellen und Medienbrüche machten den Prozess zunehmend aufwendig und unübersichtlich.

Zentrale Datenbasis für Absatzplanung ersetzt Excel-Prozesse

Um die Absatzplanung für ihre Produkte präziser zu gestalten, setzt die Rügenwalder Mühle auf Software mit KI-Unterstützung.(Bild:  Rügenwalder Mühle)
Um die Absatzplanung für ihre Produkte präziser zu gestalten, setzt die Rügenwalder Mühle auf Software mit KI-Unterstützung.
(Bild: Rügenwalder Mühle)

Die Rügenwalder Mühle suchte daher nach einer Softwarelösung, die Prognosen vereinheitlicht und relevante Datenquellen wie SAP, Aktionskalender und Handelsverkaufszahlen für die Absatzplanung effizient miteinander verknüpft. Auf dieser Grundlage sollte eine fundierte, simulationsgestützte Entscheidungsgrundlage für Vertrieb und Supply Chain Management geschaffen werden. Gleichzeitig sollte die bereichsübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werden, indem alle Bereiche auf einheitliche Zahlen und transparente Planungslogiken zugreifen können. Zudem sollte die Lösung den Arbeitsalltag erleichtern, den Abstimmungsaufwand reduzieren und die Transparenz in der Absatzplanung erhöhen.

Heute greift der Lebensmittelhersteller durch den Einsatz von Add*One der Inform GmbH auf eine zentrale, verlässliche Datenbasis zu. Die in der Cloud betriebene Software ermöglicht es den beteiligten Bereichen, auf den jeweils relevanten Planungsebenen zu arbeiten. Dabei können sie beispielsweise nach Artikeln, Warengruppen, Kunden und Regionen sowie nach Umsätzen, Budgets oder Mengen filtern.

Robert Wilck, Business Development Manager Supply Chain/Logistics bei der Rügenwalder Mühle, erklärt: „Wenn wir früher eine Mengenanpassung vornehmen wollten, haben wir das für jede Region einzeln in einer eigenen Excel-Tabelle gemacht, das hat pro Region schnell mal zehn Minuten oder mehr gedauert. Heute geht das in einer Minute und zwar zentral und für alle Regionen gleichzeitig. Gerade die Möglichkeit, Planungen von der obersten bis zur untersten Kundenebene gezielt durchreichen zu können, ist für uns einer der größten Vorteile.“

Präzisere Forecasts und mehr Transparenz bei Aktionen

Neben effizienteren Abläufen hat sich auch die Qualität der Absatzplanung spürbar verbessert. „Unsere Forecasts sind wesentlich präziser geworden, besonders bei Aktionsartikeln merken wir das deutlich. Fehlerhafte Planungen gehören inzwischen der Vergangenheit an“, so Wilck. Grundlage dafür sind die entscheidungsintelligenten Prognosealgorithmen der Software. Sie analysieren fortlaufend die im ERP-System von SAP hinterlegten Vergangenheitsdaten und erstellen daraus einen tagesaktuellen Absatzplan. Zeichnen sich Abweichungen oder mögliche Engpässe ab, erkennt das System diese automatisch und schlägt proaktiv passende Maßnahmen vor. Das Team kann dadurch schneller reagieren und Planungen gezielt anpassen.

Rügenwalder Mühle Robert Wilck Absatzplanung
Robert Wilck ist Business Development Manager Supply Chain/Logistics bei der Rügenwalder Mühle.
(Bild: Rügenwalder Mühle)

Zusätzliche Transparenz schafft die klare Trennung von Basis- und Aktionsmengen. Dadurch wird die Planung robuster und lässt sich frühzeitiger steuern. Auf diese Weise konnte das Unternehmen auch seine Lieferquote verbessern. „Unser Ziel war es, effizienter zu werden und die Komplexität besser in den Griff zu bekommen. Genau das haben wir erreicht“, resümiert Wilck. Auch für die nächsten Entwicklungsschritte hat das Unternehmen bereits konkrete Themen im Blick. Unter anderem soll das Bestandsmanagement weiter verbessert werden, um Lagerbestände noch bedarfsgerechter zu steuern. Darüber hinaus bereitet sich das Unternehmen auf den Wechsel zur ERP-Software SAP S/4HANA vor, an die sich Add*One über zertifizierte Schnittstellen nahtlos anbinden lässt.

Unser Ziel war es, bei der Bestandsplanung effizienter zu werden und die Komplexität besser in den Griff zu bekommen. Genau das haben wir erreicht.

Robert Wilck, Rügenwalder Mühle

Die Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH & Co. KG wurde 1834 von Fleischermeister Carl Müller im pommerschen Rügenwalde gegründet und ist heute einer der bekanntesten Lebensmittelhersteller in Deutschland. Das Sortiment des Markenherstellers Rügenwalder Mühle umfasst neben klassischen Fleisch- und Wurstwaren seit Ende 2014 inzwischen knapp 50 vegetarische und vegane Alternativen. Die rote Mühle, das Markenzeichen der Rügenwalder Mühle, bürgt dabei stets für handwerkliche Tradition und beste Zutaten.

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