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Zukunftsfähige Wirtschaft Klimaschutz: Maßnahmen als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Die Mehrheit deutscher Unternehmen verbindet ökologische Verantwortung und Wirtschaftlichkeit. Wie eine neue Umfrage der Deutschen Telekom zeigt, investieren zwei Drittel der Unternehmen in Klimaschutz-Maßnahmen. Außerdem erleichtern politische Rahmenbedingungen die Investitionsentscheidungen.

Künstliche Intelligenz kann die Energieeffizienz verbessern. (Bild:  Deutsche Telekom)
Künstliche Intelligenz kann die Energieeffizienz verbessern.
(Bild: Deutsche Telekom)

Immer mehr Unternehmen in Deutschland betrachten Klimaschutz als festen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von YouGov im Auftrag der Deutschen Telekom, für die 533 Unternehmensentscheider zu Klimaschutzmaßnahmen befragt wurden. Demnach halten es 85 Prozent der Befragten für richtig, dass Unternehmen zum Klimaschutz beitragen.

Gleichzeitig sehen viele Betriebe darin auch wirtschaftliche Chancen: 77 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sich ökologische Maßnahmen wirtschaftlich auszahlen, rund 40 Prozent haben diese Erfahrung bereits konkret gemacht. Besonders deutlich ist diese Einschätzung auf Führungsebene: 90 Prozent der Inhaber, Vorstände und Geschäftsführer sind der Meinung, dass sich Investitionen in klimafreundliche Maßnahmen auch ökonomisch lohnen.

Die befragten Unternehmen betrachten ökologische Verantwortung dabei oft als Teil ihrer langfristigen Unternehmensentwicklung und als Beitrag zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft. Neben Kosteneinsparungen rechnen sich für viele Unternehmen die zusätzlichen Wettbewerbsvorteile. 68 Prozent der Befragten berichten von einer verbesserten Wahrnehmung ihres Unternehmens durch Mitarbeiter, Kunden oder Dienstleister. Knapp die Hälfte (47 Prozent) konnte durch ihr Umweltengagement mehr Aufträge gewinnen, 44 Prozent verzeichneten steigende Verkaufszahlen.

Wirtschaftlichkeit als Treiber für Klimaschutz-Maßnahmen

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass ökologische und ökonomische Ziele für Unternehmen eng miteinander verknüpft sind. Für 86 Prozent der Unternehmen ist es wichtig, dass sich ökologische Maßnahmen wirtschaftlich auszahlen. So nennen 45 Prozent der Befragten wirtschaftliche Vorteile und Kostenreduktion als Hauptgrund für ihre ergriffenen Maßnahmen. 

Die Motivation für ökologisches Engagement ist jedoch vielschichtig. Neben gesetzlichen Vorgaben und der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen (43 Prozent) spielen auch das Unternehmens-Image (43 Prozent) und das Bewusstsein für den Erhalt von Lebensraum und Lebensqualität (39 Prozent) eine Rolle. Für 31 Prozent tragen Erwartungen von Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden dazu bei, dass Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil der Unternehmensidentität geworden ist.

Klimaschutz rechnet sich für Unternehmen

Viele Unternehmen setzen ihre Überzeugung heute schon in konkrete Maßnahmen um. 64 Prozent der Unternehmen investieren in klimafreundliche Maßnahmen, die gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile versprechen. 13 Prozent planen dies in naher Zukunft. Zu den häufigsten Klimaschutzmaßnahmen, die Unternehmen bereits umsetzen, zählen die Digitalisierung zur Ressourcenschonung (48 Prozent), Maßnahmen für die Energieeffizienz (44 Prozent), die Nutzung erneuerbarer Energien (39 Prozent) und die Optimierung von Logistik und Transport (39 Prozent). 55 Prozent der Unternehmen berichten, dass sich diese Klimaschutzmaßnahmen wirtschaftlich gerechnet haben. Besonders häufig wurden Einsparungen in den Bereichen Energieverbrauch (89 Prozent), Material- und Verpackungskosten (80 Prozent) sowie Logistik- und Transportkosten (76 Prozent) wahrgenommen.

Politischer Einfluss auf betriebliche Maßnahmen

Politische Vorgaben spielen für viele Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung ihrer Klimschutzsstrategie. 70 Prozent der Unternehmen geben an, dass politische Rahmenwerke, wie die CSRD oder die EU-Taxonomie, ihre Klimastrategie beeinflussen. Viele Betriebe wünschen sich stabilere politische Rahmenbedingungen. 71 Prozent sagen, dass häufige Änderungen der politischen Vorgaben langfristige Investitionsentscheidungen erschweren. Doch trotz politischer Unsicherheiten halten viele Unternehmen an ihren Klimaschutzplänen fest: Rund zwei Drittel (64 Prozent) verfolgen Klimaschutzmaßnahmen unabhängig vom politischen Diskurs weiter.

Robert Metzke ist Leiter Unternehmensverantwortung bei der Deutschen Telekom.(Bild:  Deutsche Telekom)
Robert Metzke ist Leiter Unternehmensverantwortung bei der Deutschen Telekom.
(Bild: Deutsche Telekom)

Robert Metzke, Leiter Unternehmensverantwortung bei der Deutschen Telekom, erklärt: „Wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvolles Handeln gehören für uns strukturell zusammen. Ende 2025 haben wir als erstes DAX-40-Unternehmen konzernweit Klimaneutralität im eigenen Betrieb erreicht – durch eine absolute Reduktion unserer Emissionen um 94 Prozent gegenüber 2017. Verbleibende Emissionen gleichen wir über hochwertige CO2-Entnahmeprojekte aus. Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und reduzieren Abhängigkeiten von Energie- und Rohstoffpreisen. Klare und verlässliche Rahmenbedingungen beschleunigen diese Investitionen.“

Künftig wird die Bedeutung von Klimaschutzmaßnahmen weiter steigen: 68 Prozent erwarten, dass Klimaschutz in den nächsten drei Jahren noch wichtiger wird. 60 Prozent planen neue Investitionen oder Maßnahmen in diesem Bereich.

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Sicht der Verbraucher auf Klimaschutz-Maßnahmen

Eine bevölkerungsrepräsentative Konsumentenbefragung von YouGov und Telekom zum selben Thema unterstreicht die Unternehmenssicht: Bei den Verbrauchern sehen mehr als 80 Prozent die Unternehmen in der Pflicht, beim Klimaschutz voranzugehen. Rund die Hälfte würde gezielt bei nachhaltigeren Anbietern kaufen oder dafür sogar mehr bezahlen. Gleichzeitig wünschen sich viele Konsumenten mehr Transparenz und verständliche Kommunikation auf Firmenseite.