Die Mehrheit deutscher Unternehmen verbindet ökologische Verantwortung und Wirtschaftlichkeit. Wie eine neue Umfrage der Deutschen Telekom zeigt, investieren zwei Drittel der Unternehmen in Klimaschutz-Maßnahmen. Außerdem erleichtern politische Rahmenbedingungen die Investitionsentscheidungen.
Künstliche Intelligenz kann die Energieeffizienz verbessern.
(Bild: Deutsche Telekom)
Immer mehr Unternehmen in Deutschland betrachten Klimaschutz als festen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von YouGov im Auftrag der Deutschen Telekom, für die 533 Unternehmensentscheider zu Klimaschutzmaßnahmen befragt wurden. Demnach halten es 85 Prozent der Befragten für richtig, dass Unternehmen zum Klimaschutz beitragen.
Gleichzeitig sehen viele Betriebe darin auch wirtschaftliche Chancen: 77 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sich ökologische Maßnahmen wirtschaftlich auszahlen, rund 40 Prozent haben diese Erfahrung bereits konkret gemacht. Besonders deutlich ist diese Einschätzung auf Führungsebene: 90 Prozent der Inhaber, Vorstände und Geschäftsführer sind der Meinung, dass sich Investitionen in klimafreundliche Maßnahmen auch ökonomisch lohnen.
Die befragten Unternehmen betrachten ökologische Verantwortung dabei oft als Teil ihrer langfristigen Unternehmensentwicklung und als Beitrag zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft. Neben Kosteneinsparungen rechnen sich für viele Unternehmen die zusätzlichen Wettbewerbsvorteile. 68 Prozent der Befragten berichten von einer verbesserten Wahrnehmung ihres Unternehmens durch Mitarbeiter, Kunden oder Dienstleister. Knapp die Hälfte (47 Prozent) konnte durch ihr Umweltengagement mehr Aufträge gewinnen, 44 Prozent verzeichneten steigende Verkaufszahlen.
Wirtschaftlichkeit als Treiber für Klimaschutz-Maßnahmen
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass ökologische und ökonomische Ziele für Unternehmen eng miteinander verknüpft sind. Für 86 Prozent der Unternehmen ist es wichtig, dass sich ökologische Maßnahmen wirtschaftlich auszahlen. So nennen 45 Prozent der Befragten wirtschaftliche Vorteile und Kostenreduktion als Hauptgrund für ihre ergriffenen Maßnahmen.
Die Motivation für ökologisches Engagement ist jedoch vielschichtig. Neben gesetzlichen Vorgaben und der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen (43 Prozent) spielen auch das Unternehmens-Image (43 Prozent) und das Bewusstsein für den Erhalt von Lebensraum und Lebensqualität (39 Prozent) eine Rolle. Für 31 Prozent tragen Erwartungen von Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden dazu bei, dass Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil der Unternehmensidentität geworden ist.
Klimaschutz rechnet sich für Unternehmen
Viele Unternehmen setzen ihre Überzeugung heute schon in konkrete Maßnahmen um. 64 Prozent der Unternehmen investieren in klimafreundliche Maßnahmen, die gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile versprechen. 13 Prozent planen dies in naher Zukunft. Zu den häufigsten Klimaschutzmaßnahmen, die Unternehmen bereits umsetzen, zählen die Digitalisierung zur Ressourcenschonung (48 Prozent), Maßnahmen für die Energieeffizienz (44 Prozent), die Nutzung erneuerbarer Energien (39 Prozent) und die Optimierung von Logistik und Transport (39 Prozent). 55 Prozent der Unternehmen berichten, dass sich diese Klimaschutzmaßnahmen wirtschaftlich gerechnet haben. Besonders häufig wurden Einsparungen in den Bereichen Energieverbrauch (89 Prozent), Material- und Verpackungskosten (80 Prozent) sowie Logistik- und Transportkosten (76 Prozent) wahrgenommen.
Politischer Einfluss auf betriebliche Maßnahmen
Politische Vorgaben spielen für viele Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung ihrer Klimschutzsstrategie. 70 Prozent der Unternehmen geben an, dass politische Rahmenwerke, wie die CSRD oder die EU-Taxonomie, ihre Klimastrategie beeinflussen. Viele Betriebe wünschen sich stabilere politische Rahmenbedingungen. 71 Prozent sagen, dass häufige Änderungen der politischen Vorgaben langfristige Investitionsentscheidungen erschweren. Doch trotz politischer Unsicherheiten halten viele Unternehmen an ihren Klimaschutzplänen fest: Rund zwei Drittel (64 Prozent) verfolgen Klimaschutzmaßnahmen unabhängig vom politischen Diskurs weiter.
Robert Metzke ist Leiter Unternehmensverantwortung bei der Deutschen Telekom.
(Bild: Deutsche Telekom)
Robert Metzke, Leiter Unternehmensverantwortung bei der Deutschen Telekom, erklärt: „Wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvolles Handeln gehören für uns strukturell zusammen. Ende 2025 haben wir als erstes DAX-40-Unternehmen konzernweit Klimaneutralität im eigenen Betrieb erreicht – durch eine absolute Reduktion unserer Emissionen um 94 Prozent gegenüber 2017. Verbleibende Emissionen gleichen wir über hochwertige CO2-Entnahmeprojekte aus. Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und reduzieren Abhängigkeiten von Energie- und Rohstoffpreisen. Klare und verlässliche Rahmenbedingungen beschleunigen diese Investitionen.“
Künftig wird die Bedeutung von Klimaschutzmaßnahmen weiter steigen: 68 Prozent erwarten, dass Klimaschutz in den nächsten drei Jahren noch wichtiger wird. 60 Prozent planen neue Investitionen oder Maßnahmen in diesem Bereich.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Sicht der Verbraucher auf Klimaschutz-Maßnahmen
Eine bevölkerungsrepräsentative Konsumentenbefragung von YouGov und Telekom zum selben Thema unterstreicht die Unternehmenssicht: Bei den Verbrauchern sehen mehr als 80 Prozent die Unternehmen in der Pflicht, beim Klimaschutz voranzugehen. Rund die Hälfte würde gezielt bei nachhaltigeren Anbietern kaufen oder dafür sogar mehr bezahlen. Gleichzeitig wünschen sich viele Konsumenten mehr Transparenz und verständliche Kommunikation auf Firmenseite.