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Cloud-Report 2025

Cloud-Dienste: Wirtschaft wünscht sich Made in Germany

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Anbieter zum Thema

Cloud Report 2025: Einschätzungen europäischer Anbieter

Alberto Zamora ist CEO und Co-Gründer von osapiens(Bild:  Osapiens)
Alberto Zamora ist CEO und Co-Gründer von osapiens
(Bild: Osapiens)

Alberto Zamora, CEO und Co-Gründer von osapiens: 
„Europäische Unternehmen, die ESG-Pflichten wie CSRD, EUDR oder CSDDD erfüllen wollen, brauchen uneingeschränkten Zugriff auf ihre Lieferketten-, Produktions- und Compliance-Daten. Diese Daten sind operativ unverzichtbar und strategisch hochsensibel. Ohne eine resiliente, souveräne Cloud-Infrastruktur lassen sie sich weder sicher verarbeiten noch regelkonform analysieren. Die sichere Speicherung, Verarbeitung und Analyse innerhalb vertrauenswürdiger, souveräner Infrastrukturen muss daher oberste Priorität haben.“

Andreas Kadler ist CEO von plusserver.(Bild:  plusserver)
Andreas Kadler ist CEO von plusserver.
(Bild: plusserver)

Andreas Kadler, CEO der  plusserver GmbH:
„Es gibt für jede Anforderung Alternativen, die oft sicherer, transparenter und verlässlicher sind als ihre Pendants beim Hyperscaler. Sogar im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Wer darüber hinaus auf resiliente Strukturen setzt, etwa durch die Kombination von Colocation und Cloud, kann Ausfallrisiken systematisch minimieren und sich nachhaltig digital aufstellen. Jetzt geht es darum, dass Unternehmen den Mut haben, konsequent in Souveränität zu investieren. Wer sich zu stark an einzelne Anbieter bindet, riskiert im Krisenfall oder bei veränderten Marktbedingungen massive Einschränkungen, die bis hin zu Handlungsunfähigkeit im operativen Geschäft gehen könne. Auch bei regulatorischen Änderungen oder politischen Konflikten kann digitale Abhängigkeit zu echten wirtschaftlichen Risiken führen.“

Henrik Hasenkamp ist CEO von gridscale.(Bild:  gridscale)
Henrik Hasenkamp ist CEO von gridscale.
(Bild: gridscale)

Henrik Hasenkamp, CEO der gridscale GmbH:
„Cyberangriffe nehmen zu, IT-Infrastrukturen werden komplexer, und traditionelle Sicherheitskonzepte stoßen an ihre Grenzen. Besonders hybride IT-Umgebungen, die Public und Private Clouds kombinieren, vergrößern die Angriffsflächen. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Systeme effektiv abzusichern, ohne Flexibilität und Skalierbarkeit zu verlieren. Zero Trust als übergeordnete Sicherheitsstrategie bietet hier eine Lösung – doch ebenso entscheidend ist die Wahl eines Cloud-Providers, der europäische Datensouveränität gewährleistet.“

Nachfrage nach souveräne Cloud-Infrastruktur in Deutschland

Christian Kaul ist COO bei Impossible Cloud.(Bild:  Impossible Cloud)
Christian Kaul ist COO bei Impossible Cloud.
(Bild: Impossible Cloud)

Christian Kaul, COO der Impossible Cloud GmbH: „Die Bitkom-Zahlen belegen, dass die Nachfrage nach einer souveränen Cloud-Infrastruktur in Deutschland kein Zukunftstrend mehr ist. Sie ist längst Realität. 100 Prozent der befragten Unternehmen würden einem deutschen Cloud-Anbieter den Vorzug geben. Doch was vielen nicht bewusst ist: Die technologisch und wirtschaftlich konkurrenzfähige Alternative zur Hyperscaler-Welt existiert bereits hier in Europa.
 
Unternehmen, die heute den Schritt in eine souveräne Cloud wagen wollen, müssen keine Kompromisse mehr eingehen. Es gibt Lösungen, die in Sachen Performance, Skalierbarkeit, API-Kompatibilität und Funktionsumfang auf Augenhöhe mit den etablierten US-Anbietern operieren. Das beinhaltet auch native Unterstützung für Enterprise-Anforderungen wie Backup-Integration, redundante Infrastruktur und DSGVO-konformes Datenhosting.
 
Der entscheidende Unterschied liegt im Prinzip: Europäische Anbieter setzen auf Transparenz, Resilienz und vollständige Datenkontrolle, ohne Lock-in-Effekte und mit wirtschaftlicher Skalierbarkeit. Dass viele Unternehmen den Wechsel dennoch scheuen, liegt nicht an fehlender Technik, sondern an überholten Wahrnehmungen. Wer heute souverän handeln will, kann das auch mit Enterprise-ready Cloud-Modellen made in Europe.“

Markus Brunold ist CEO bei der BSI Software.(Bild:  BSI Software)
Markus Brunold ist CEO bei der BSI Software.
(Bild: BSI Software)

Markus Brunold, CEO der BSI Business Systems Integration AG: 
„Cloud ist nicht gleich Cloud – das hat sich inzwischen überall herumgesprochen. Entscheidend ist, wer die Kontrolle behält. Und die beginnt nicht erst bei der Datenverarbeitung, sondern bei der Architektur dahinter. Viele Banken und Versicherungen wollen heute zu Recht wissen: Wo laufen unsere Daten und wie flexibel sind wir, wenn sich geopolitische oder regulatorische Rahmenbedingungen ändern? Wir spüren eine deutlich gestiegene Nachfrage nach souveränen, europäischen Lösungen – nicht aus Ideologie, sondern aus unternehmerischer Weitsicht. 
 
Unsere Kundinnen und Kunden wollen ihre Daten dort halten, wo sie sicher sind. Gleichzeitig wollen sie Innovationen wie AI Agents oder automatisierten Kundenprozessen nicht aufgeben, sondern mit Plattformen realisieren, die offen, modular und zukunftsfähig sind. Deshalb arbeiten wir bei BSI Software mit einer Multi-Cloud-Strategie, die Wahlfreiheit schafft – und kooperieren auch mit deutschen Partnern wie gridscale oder Schweizer Anbietern wie Inventx. Die Möglichkeit, Cloud-Provider bei Bedarf zu wechseln, ist längst keine Kür mehr. Es ist das Rückgrat einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur.“

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