Standen deutsche Unternehmen der Cloud anfangs skeptisch gegenüber, ist sie heute ein wichtiger Bestandteil moderner IT-Umgebungen. Knapp die Hälfte aller Unternehmen bezieht IT-Ressourcen laut einer ifo-Umfrage aus dem Internet. Warum aber wird Cloud-Technologien immer beliebter? Und wie können Dienstleister von diesen profitieren?
(Quelle: Who is Danny/stock.adobe.com)
Laut einer Umfrage des ifo Instituts im Juli 2023 ist der Dienstleistungssektor führend bei der Nutzung von Cloud-Technologien. Schon 49 Prozent aller Unternehmen aus diesem Bereich nutzen Cloud-basierte Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherplatz und Software. Alles deutet darauf hin, dass diese Zahl weiter steigen wird. Die Gründe für das kontinuierliche Wachstum sind vielfältig.
Gründe für die hohe Beliebtheit von Cloud-Technologien
Zunächst haben sich Cloud-Technologien als ideales Werkzeug für die Zusammenarbeit zwischen räumlich verteilten Teammitgliedern, Kunden und Partnern erwiesen, da sie einen ortsunabhängigen Zugriff auf Daten und ein unkompliziertes Teilen von Informationen ermöglichen. Spätestens seit der Corona-Krise hat sich diese Erkenntnis flächendeckend durchgesetzt. Die reibungslose Kollaboration sorgt für effiziente Abläufe und kann zudem die Time-to-Market für neue Produkte oder Services verkürzen.
Weiterhin trägt Cloud Computing zur Kosteneffizienz bei. Statt teure Serverhardware anzuschaffen, zahlen Unternehmen mit dem Pay-as-you-go Modell. Das Bezahlverfahren ermöglicht es, die Beiträge zu planen. So fallen nur dann Kosten an, wenn die Ressourcen auch tatsächlich genutzt werden. Hierdurch wird Kapital für andere Maßnahmen frei. Außerdem reduziert sich der Bedarf an IT-Personal für den Betrieb und die Wartung. Ein Punkt, der angesichts des Fachkräftemangels im IT-Sektor ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.
Cloud-Technologien sind flexibler als hauseigene IT-Infrastrukturen
Cloud-Plattformen senken jedoch nicht nur die IT-Kosten, sondern sind zudem weitaus flexibler als hauseigene IT-Infrastrukturen. Ändern sich die Rahmenbedingungen, so lassen sie sich problemlos anpassen und skalieren. Sei es ein saisonal bedingter Nachfrageanstieg, der Launch eines neuen Produkts oder eine andere Aktivität, die zu veränderten (höheren) IT-Anforderungen führt: Die meisten Cloud-Lösungen können praktisch umgehend heraufgefahren werden. Gleiches gilt natürlich auch für den umgekehrten Weg, das Herunterfahren bei abflachendem Bedarf.
Weiterhin leisten Cloud-Services einen entscheidenden Beitrag zur Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Dienstleistungsunternehmen. Denn sie eröffnen den Zugang zu modernen Technologien, darunter Gamechanger wie Big-Data-Analysen und Künstliche Intelligenz. Mithilfe solcher Ansätze sind Unternehmen in der Lage, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen, Prozesse zu automatisieren sowie innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Dies wiederum ermöglicht eine weitaus bessere Positionierung in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld.
Auch bei der Integration punkten Cloud-Plattformen. Oft bieten sie eine Vielzahl von APIs (Application Programming Interfaces), mit denen Dienstleister Systeme verschiedener Anbieter nahtlos verknüpfen können. Das Ergebnis sind reibungslose Geschäftsprozesse, bessere Services und zufriedenere Kunden.
Wie sich Cloud Computing im Dienstleistungssektor weiterentwickeln wird
In den kommenden Jahren werden sich die IT-Anforderungen im Dienstleistungssektor weiter verändern und erhöhen. Damit ist auch eine Weiterentwicklung bestehender Cloud-Dienste zu erwarten. Allen voran werden immer mehr Cloud-Provider künstliche Intelligenz in ihre Services integrieren. Dadurch werden Unternehmen in die Lage versetzt, KI zur Verbesserung ihres Geschäfts zu nutzen. Nur einige Einsatzszenarien und Anwendungsbeispiele sind der Kundenservice, die Personalisierung von Angeboten, die Automatisierung repetitiver Abläufe und die Analyse großer Datenmengen zur Generierung neuer Insights.
Fortschritte sind auch im Bereich Edge Computing zu erwarten. Getrieben wird diese Thematik durch rechenintensive Anwendungen und die zunehmende Verbreitung von Geräten, die über das IoT (Internet of Things) vernetzt sind. Cloud-Provider könnten aufgrund dieser Anforderungen verstärkt dazu übergehen, ressourcenintensive Services näher am Endnutzer auszuführen, was die Performance steigert und die Latenz reduziert. Die Rede ist hierbei oft auch von einer „Local Cloud“.
Weiterhin ist davon auszugehen, dass Unternehmen noch stärker auf hybride und Multi-Cloud-Modelle setzen werden. Denn Architekturen dieser Art sind besonders flexibel und ermöglichen eine bessere Verteilung von Workloads. Bei der Auswahl eines Providers wird die Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle spielen. Die Anbieter haben diese Anforderung bereits erkannt und ergreifen verschiedene Maßnahmen, um die CO2-Bilanz ihrer durchaus energieintensiven Rechenzentren zu verbessern. Beispiele sind der Einsatz erneuerbarer Energien und grüner Technologien.
Stand: 16.12.2025
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Bei aller Cloud-Euphorie sollten Unternehmen selbstverständlich das Thema der Sicherheit nicht vergessen. Zahlreiche Studien belegen, dass Quantität und Qualität von Cyberangriffen kontinuierlich steigen. Dienstleistungsunternehmen kennen diese Entwicklung. Sie werden in den kommenden Jahren daher vermehrt auf sichere und zuverlässige Cloud-Technologien Wert legen, um einen angemessenen Schutz ihrer Daten und einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Insofern werden wir einen weiteren Ausbau der Sicherheitsmaßnahmen bei den Cloud-Providern beobachten können.
Fazit: Cloud zentraler Baustein der Digitalisierung
Mittlerweile können Cloud-Technologien als Enabler und Beschleuniger der Digitalisierung im deutschen Dienstleistungssektor bezeichnet werden. Denn in Eigenregie sind die meisten Unternehmen kaum in der Lage, die für Digitalisierungsmaßnahmen und Innovationen erforderlichen IT-Ressourcen in einer angemessenen Geschwindigkeit und zu vertretbaren Kosten aufzubauen. Cloud-Lösungen werden daher in den kommenden Jahren weitere Verbreitung finden und insbesondere bei der Nutzung innovativer Technologien wie KI eine wichtige Rolle spielen.
Jan Stober ist Abteilungsleiter PreSales Business Cloud Solutions bei der NetPlans GmbH.