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Nachhaltigkeitsbericht CO2-Bilanzierung: Dokumentationspflicht für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Die Verringerung der Emissionen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist wesentlich für das Erreichen der Klimaneutralität des Gesundheitswesens. Ab 2025 wird ein Nachhaltigkeitsbericht zur CO2-Bilanzierung verpflichtend. 

(Bild:  andriyyavor / Adobe Stock)
(Bild: andriyyavor / Adobe Stock)

Wie hoch ist der Energiebedarf für die Wärme- und Kälteversorgung, wie viel Strom wird verbraucht und wie viel Wasser? Das sind ganz grundlegende Kennwerte für die – künftig obligatorische – CO2-Bilanzierung der Treibhausgas-Emissionen eines Krankenhauses oder einer Pflegeeinrichtung. 

Dabei ist die Dokumentation nur Mittel zum Zweck – und der besteht darin, Ziele für die Minderung der CO2-Emissionen festzulegen und Handlungsfelder zu benennen. So erleichtern zum Beispiel Benchmarks, diejenigen Bereiche erkennen, in denen der Handlungsbedarf groß ist und wo sich gegebenenfalls auch mit überschaubarem Zeit- und Kostenbudget „Quick wins“ und nachhaltig positive Effekte realisieren lassen. 

Der Zweck der CO2-Bilanzierung ist es also,  Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in die Lage zu versetzen, dass Nachhaltigkeits-Kennzahlen systematisch erfasst und bewertet werden.

Software-Plattformen für die CO2-Bilanzierung

Mit entsprechenden Software-Plattformen erfassen Verantwortliche in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen die CO2-Kennzahlen und überwachen und werten sie nach geltenden Standards der CSRD-Richtlinie (Corporate Sustainability Reporting Directive) und des Greenhouse Gas Protocols (GHG).

Die Energieversorgung steht im Fokus der künftig verpflichtenden CO2-Bilanzierung. Hier sieht man die Notstromversorgung eines Allgemeinkrankenhauses.(Bild:  Ecospeed)
Die Energieversorgung steht im Fokus der künftig verpflichtenden CO2-Bilanzierung. Hier sieht man die Notstromversorgung eines Allgemeinkrankenhauses.
(Bild: Ecospeed)

Zum Beispiel die Software-Lösungen von Ecospeed bieten den Anwendern eine Plattform für die CO2-Bilanzierung: die Erfassung von Treibhausgas-Emissionen, das Aufdecken von Potenzialen zur Emissionsminderung und den Nachweis des Erreichens von Klimaschutz-Zielen gemäß gängiger Protokolle und Anforderungen. 

Benchmarks für Energiekennzahlen

Die Daten-Experten von Ecospeed haben hierfür die CO2-Bilanzen von 120 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in der Schweiz und in Deutschland ausgewertet – in den Kategorien Wärmebedarf, Elektrizität und Wasser. „Die Verbrauchswerte aus dem Benchmarking decken eine große Bandbreite ab. Selbst wenn man Einrichtungen mit ähnlichen Nutzungen, zum Beispiel Allgemeinkrankenhäuser einer bestimmten Größenklasse, miteinander vergleicht, differieren die Werte stark“, erklärt Thomas Fink, Senior Consultant bei Ecospeed. Der Benchmark helfe den Verantwortlichen dabei, die Energiekennzahlen gut einzuordnen und daraus erste Handlungsfelder abzuleiten.

Die notwendigen Daten ermittelt Ecospeed mit der Software-Lösung EnerCoach. Dort sind – anonymisiert – neben den Energiekennzahlen der einzelnen Einrichtungen jeweils auch Angaben wie Energieträger, Energiebezugsfläche, Gebäudealter und Entwicklung der Kennwerte über die Zeit hinterlegt.

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