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Agile Geschäftsprozesse Composable Enterprise: Wie Unternehmen ihre Agilität steigern

Ein Gastbeitrag von Dominik Wittenbeck 5 min Lesedauer

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Immer schnellere Veränderungen verlangen ein Höchstmaß an Anpassungsfähigkeit von Unternehmen. Ein zentrales Element für Business Agility ist Composable Enterprise mit verteilten und Cloud-betriebenen IT-Landschaften. Aufgrund seiner Komplexität stellt dieser Ansatz jedoch besondere Anforderungen an die Interoperabilität und Integration von Prozessen und Daten.

(Bild:  Studios / Adobe Stock - generiert mit KI)
(Bild: Studios / Adobe Stock - generiert mit KI)

Größtmögliche Anpassungsfähigkeit ist die oberste Maxime in der Geschäftsstrategie – 2025 mehr denn je. Wenn Märkte sich verändern, müssen Unternehmen schnell und zielgenau reagieren können. Laut einer globalen Umfrage von Spencer Stuart unter 2.000 CEOs und Aufsichtsräten ist Agilität eines der Top-Themen für Unternehmen – und ein Viertel der Befragten bewertet diese in ihrer Organisation als nicht ausreichend. Wie der Ansatz des Composable Enterprise dabei unterstützen kann.

Business Agility als Darwinsche Unternehmenstheorie

Aus High-Level-Sicht lässt sich Business Agility als die Fähigkeit beschreiben, sich zeitnah an Marktentwicklungen, Kundenbedürfnisse, technologische Neuerungen, eine veränderte Wettbewerbssituation oder neue regulatorische Vorgaben anzupassen. Um Business Agility in der gesamten Organisation zu etablieren, ist jedoch mehr als Technologie notwendig. Darüber hinaus müssen Menschen, Prozesse und Unternehmenskultur einbezogen werden. Das betrifft auch die Art des Arbeitens, wie kommuniziert und kollaboriert wird. Ein Ansatz, der Agilität begünstigt, ist das „Composable Enterprise“, das Gartner als Begriff geprägt hat. Gemeint ist damit ein modular aufgestelltes Business, dessen IT in der Cloud betrieben wird.

Composable Enterprise versus „Best of Breed“

Ganz neu ist die Idee vom Composable Enterprise nicht. Bereits beim „Best of Breed“-Ansatz geht es darum, unterschiedlichste Applikationen für spezifische Geschäftsanforderungen auszurollen oder wieder zu entfernen. Allerdings waren diese monolithischen Systeme Teil eines umfassenden IT-Ökosystems, in dem alle Geschäftsprozesse miteinander verzahnt sind. 

Beim Composable-Ansatz werden die Systeme getrennt voneinander betrachtet, jedes deckt eine bestimmte Nische in einer spezifischen Domäne ab. Damit steigt jedoch die Komplexität für die IT-Abteilung, die vor der Aufgabe steht, unterschiedlichste Geschäftsapplikationen zu kontrollieren. Entsprechend schwierig ist es, eine Interoperabilität und Integration so herzustellen, dass Daten ungehindert fließen können. Die beste unternehmensspezifische Anwendung bringt keinen Mehrwert, wenn sie nicht mit anderen zusammenarbeitet.

Das Konzept des Composable Enterprise umfasst Technologie ebenso wie geschäftstreibende Faktoren. Die IT-Abteilung steht vor der Herausforderung, die Abhängigkeiten der Anwendungen verschiedener Anbieter mit unterschiedlichen Release-Zyklen, notwendiger Wartung und so weiter zu orchestrieren. Ein erster Schritt für eine Transformation in Richtung Composable Enterprise – beispielsweise auch im Zusammenhang mit einem Umzug der bisherigen ERP-Systeme nach SAP S/4HANA und in die Cloud – muss daher sein, sich einen Überblick über die Applikationslandschaft zu verschaffen. Denn so lässt sich sicherstellen, dass das Unternehmen auch mit Hunderten von Applikationen agil und steuerbar bleibt.

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