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IT-Risiken Cyberangriffe: Fast jedes zweite deutsche Unternehmen in Sorge

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 1 min Lesedauer

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„Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland war und ist besorgniserregend“, heißt es im neuen Lageberichts des BSI. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Industrieversicherers QBE. So hat jedes vierte deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr Cyberangriffe erlebt.

(Bild:  Delques/Adobe Stock)
(Bild: Delques/Adobe Stock)

Wie eine Umfrage des Industrieversicherer QBE in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey ergeben hat, sind 42,5 Prozent der IT-Entscheidungsträger in deutschen Unternehmen besorgt oder zumindest eher besorgt über ihre Fähigkeit, potenzielle Cyberangriffe abzuwehren. Lediglich 18,2 Prozent der Befragten haben diesbezüglich keinerlei Sorge. Dabei scheint die Bedrohung durch Cyberangriffe substanziell zu sein: Immerhin gaben mit 24,2 Prozent nahezu ein Viertel der Befragten an, im vergangenen Jahr von einem Cyberangriff betroffen gewesen zu sein.

Crowdstrike-Vorfall gibt Anlass, Cybersicherheit zu verbessern

Sorge vor Cyberangriffen: 42,5 Prozent der IT-Entscheider ist besorgt, inwiefern ihre Organisation Cyber-Angriffe abwehren kann. (Bild:   Civey / QBE)
Sorge vor Cyberangriffen: 42,5 Prozent der IT-Entscheider ist besorgt, inwiefern ihre Organisation Cyber-Angriffe abwehren kann.
(Bild: Civey / QBE)

Dass die Bedenken hinsichtlich IT-Risiken zunehmen, dürfte zudem auch mit jüngsten Ereignissen zusammenhängen. So hatte erst im Juli eine fehlgeschlagene Softwareaktualisierung des Cybersicherheit-Anbieters Crowdstrike Millionen von Computern mit Microsoft-Betriebssystem lahmgelegt. 27,9 Prozent der Befragten gaben an, die Cybersicherheit ihres Unternehmens aufgrund des Vorfalls in den kommenden zwölf Monaten auszubauen.

Neuer Risikofaktor KI: 53,4 Prozent der IT-Entscheider sieht KI als zusätzlichen Risikofaktor beim Thema Cyber-Sicherheit.(Bild:  Civey / QBE)
Neuer Risikofaktor KI: 53,4 Prozent der IT-Entscheider sieht KI als zusätzlichen Risikofaktor beim Thema Cyber-Sicherheit.
(Bild: Civey / QBE)

„Der Crowdstrike-Vorfall zeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, neben rein technischen Sicherheitsvorkehrungen – etwa dem Schutz der IT-Infrastruktur – ganzheitlich auch organisatorische und prozessuale Aspekte mitzudenken“, betont Thorsten Mairhofer, Underwriter Cyber bei QBE Deutschland. „Insbesondere Unternehmen mit Schwächen im Bereich Business Continuity Management mussten Aufgrund unzureichender Vorkehrungen Beeinträchtigungen ihres Geschäftsbetriebs hinnehmen.“

Der Crowdstrike-Vorfall zeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, neben rein technischen Sicherheitsvorkehrungen ganzheitlich auch organisatorische und prozessuale Aspekte mitzudenken.

Thorsten Mairhofer

Thorsten Mairhofer ist Underwriter Cyber bei QBE Deutschland.(Bild:  QBE)
Thorsten Mairhofer ist Underwriter Cyber bei QBE Deutschland.
(Bild: QBE)

Cyberangriffe: Neuer Risikofaktor künstliche Intelligenz

CrowdStrike-Vorfall als Wachrüttler: Der weltweite Ausfall von IT-Systemen hat Schwachstellen in Unternehmen offengelegt. Rund 28 Prozent der Unternehmen haben daraufhin ihre Cyber-Sicherheit verbessert. (Bild:  Civey / QBE)
CrowdStrike-Vorfall als Wachrüttler: Der weltweite Ausfall von IT-Systemen hat Schwachstellen in Unternehmen offengelegt. Rund 28 Prozent der Unternehmen haben daraufhin ihre Cyber-Sicherheit verbessert.
(Bild: Civey / QBE)

Neuste Entwicklungen tragen noch zur Brisanz des Themas zu, so sind 53,4 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen der Meinung, dass sich Künstliche Intelligenz (KI) negativ auf Cybersicherheit auswirkt. Nur 11,4 Prozent gehen davon aus, dass KI einen positiven Beitrag – etwa bei der Abwehr potenzieller Cyberangriffe – leisten kann. Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut Civey 500 IT-Entscheider im Zeitraum zwischen dem 20. September und dem 6. Oktober 2024 durchgeführt.

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