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Risiko-Index Cyberangriffe: Kriminelle stürzen sich am liebsten auf Endgeräte

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Endgeräte sind das Ziel Nummer Eins für Cyberangriffe. IT-Sicherheitsverantwortliche sind daher gefordert, Risiken frühzeitig zu erkennen.

(Bild:  ImageFlow / Adobe Stock)
(Bild: ImageFlow / Adobe Stock)

Wo greifen Cyberkriminelle am ehesten an – und welches Asset im Unternehmen ist somit am meisten gefährdet? Antworten darauf liefert der aktuelle Cyber Risk Report. Anhand eines Ereigniskatalogs berechnete Trend Micro das individuelle Risiko für jeden Asset-Typ sowie einen Risiko-Index für das gesamte Unternehmen. So fand den Sicherheitsforscher heraus, dass Kriminelle für ihre Cyberangriffe vor allem bei den Endgeräten ansetzen.

Folgende Assests sind somit besonders gefährdet:

  • Endgeräte: 18,5 Millionen Endgeräte insgesamt, davon ca. 620.000 als risikoreich eingestuft.

  • Nutzerkonten: 44,8 Millionen Nutzerkonten insgesamt, davon 17.065 als risikoreich eingestuft.

  • Cloud-Assets: 14,8 Millionen Cloud-Assets insgesamt, davon 8088 als risikoreich eingestuft.

  • Mit dem Internet verbundene Assets: circa 1 Million insgesamt, davon 1.141 als risikoreich eingestuft.

  • Anwendungen: circa 8 Millionen Anwendungen insgesamt, davon 565 als risikoreich eingestuft.

Die Zahl der „risikoreichen“ Endgeräte ist viel höher als die der als risikoreich eingestuften Nutzerkonten, obwohl es insgesamt mehr Konten gibt. Der Grund dafür: Endgeräte haben eine größere Angriffsoberfläche, das bedeutet sie sind mehr Bedrohungen ausgesetzt. Nutzerkonten bilden jedoch weiterhin einen essenziellen Angriffspunkt, da sie Bedrohungsakteuren Zugang zu verschiedenen Unternehmensressourcen gewähren können.

Cyberangriffe: Unterschiede bei Branchen und Regionen

Der weltweite durchschnittliche Risikoindex stellt sich laut Trend Micro derzeit mit 43,4 als mittleres Risiko dar. Nord- und Südamerika verzeichnen dabei mit einem durchschnittlichen Risikoindex von 44,6 den höchsten Wert unter allen Regionen. Dies ist vor allem auf Schwachstellen im Bankensektor und in kritischen Infrastrukturen zurückzuführen und deutet auf die Attraktivität der Region für gewinnorientierte Akteure hin. 

Der Risikoindex für Europa ist etwas geringer. Er liegt bei 42,9.. In Europa werden Schwachstellen auch am schnellsten geschlossen – anscheinend eine Konsequenz solider Sicherheitspraktiken. Die „Mean Time to Patch“ (MTTP) liegt in der Region bei 26,5 Tagen.

Das am häufigsten erkannte Risikoereignis ist übrigens der Zugriff auf Cloud-Anwendungen mit einer hohen Risikostufe. Alte und inaktive Nutzerkonten, Konten mit deaktivierten Sicherheitskontrollen und der Versand sensibler Daten außerhalb des eigenen Netzwerks stellen ebenfalls häufige Risiken dar.

„Der Übergang zu einem stärker risikobasierten Cybersecurity-Ansatz stellt einen Wendepunkt für die gesamte Branche dar und ermöglicht es Unternehmen, ihre Sicherheitslage deutlich zu verbessern“, erklärt Richard Werner, Security Advisor bei Trend Micro. Dazu sollten sie ihre Angriffsoberfläche vollständig erfassen, ihr tatsächliches Risiko Tool-gestützt berechnen und die größten Risiken strategisch mindern.

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