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Datenmanagement Datenqualität: Herausforderungen durch Datenflut, KI und Compliance

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 4 min Lesedauer

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Laut einer Umfrage von Splunk sehen zwei Drittel der IT-Verantwortlichen steigende Sicherheitsrisiken durch wachsende Datenmengen. Zugleich geraten KI-Projekte ins Stocken – nicht zuletzt wegen mangelnder Datenqualität. Nur ein Drittel der Befragten glaubt, dass ihre KI-Prozesse den aktuellen Vorschriften entsprechen.

(Bild:  © Studios/stock.adobe.com)
(Bild: © Studios/stock.adobe.com)

Die Datenqualität gilt als treibender Faktor für Innovation, Effizienz und Wettbewerbsvorteile. Doch wie eine aktuelle Umfrage von Splunk unter 500 IT-Verantwortlichen zeigt, sind viele deutsche Unternehmen mit ihrer Dateninfrastruktur überfordert. Zwar messen 99 Prozent der Befragten datengestützten Entscheidungen eine hohe bis sehr hohe Priorität bei, doch die Umsetzung hält damit nicht Schritt. Laut der Umfrage geben 33 Prozent an, dass datengestütztes Handeln für die Innovationskraft ihrer Organisation entscheidend ist. Trotz dieser klaren Anforderungen fehlt es häufig an einem strategischen Fundament: 39 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen über keine effektive Datenstrategie verfügt.

Hohe Datenqualität steht vor vier Herausforderungen

Diese Ergebnisse stammen aus der aktuellen Splunk-Umfrage, in deren Rahmen IT-Führungskräfte in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich zu ihrer derzeitigen Dateninfrastruktur, ihren aktuellen Herausforderungen und strategischen Ambitionen befragt wurden. Für deutsche Unternehmen zeichnen sich dabei vier zentrale Problemfelder ab, die dringend ein Umdenken erfordern: unkontrolliertes Datenwachstum, zunehmender regulatorischer Druck, Herausforderungen beim Einsatz von künstlicher Intelligenz und fehlende Datenstrategien.

Petra Jenner, General Manager & Senior Vice President EMEA bei Splunk, erklärt: „Daten sind heute das Rückgrat digitaler Geschäftsmodelle – doch viele Unternehmen stehen vor einem Paradoxon: Sie wollen datengetrieben agieren, kämpfen aber mit Überforderung, fehlender Strategie und schlechter Datenqualität: Wer hingegen in Daten-Governance, -Qualität und Compliance investiert, legt die Grundlage für nachhaltige Innovationsfähigkeit und sichert sich einen entscheidenden Vorsprung – auch im Bereich künstlicher Intelligenz.“

Datenwachstum: Wenn Fortschritt zur Last wird

Für 76 Prozent der Befragten haben datengestützte Erkenntnisse eine hohe Priorität.(Bild:  Splunk)
Für 76 Prozent der Befragten haben datengestützte Erkenntnisse eine hohe Priorität.
(Bild: Splunk)

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Umfrage: Das Datenvolumen in deutschen Unternehmen wächst rasant. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) schätzt, dass sich das Datenvolumen in den vergangenen drei Jahren um 50 Prozent erhöht hat. 24 Prozent der IT-Verantwortlichen gehen sogar von einer Verdopplung aus. Viele Organisationen kämpfen mit der Kehrseite des Wachstums. Daten-Silos, Sicherheitsbedenken und zunehmende Compliance-Anforderungen machen es schwieriger, die richtigen Insights zum richtigen Zeitpunkt zu gewinnen.

41 Prozent der Befragten erwarten durch datengestützte Erkenntnisse eine Produktivitätssteigerung.(Bild:  Splunk)
41 Prozent der Befragten erwarten durch datengestützte Erkenntnisse eine Produktivitätssteigerung.
(Bild: Splunk)

In Deutschland wird die Situation besonders kritisch gesehen: Ein Drittel der Befragten empfindet das wachsende Datenvolumen als Belastung – deutlich mehr als beispielsweise im Vereinigten Königreich (19 Prozent) und in Frankreich (22 Prozent). 66 Prozent der Befragten geben an, dass die Datenflut ihr Cybersicherheitsrisiko in den letzten drei Jahren erhöht hat, was in etwa auch dem wahrgenommenen Risiko in Frankreich (71 Prozent) und im Vereinigten Königreich (67 Prozent) entspricht.

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