Die Mehrheit der Vorstände ignoriert die Risiken in Verbindung mit KI. Gleichsam geben die Führungskräfte zu, dass ihr Unternehmen einen dreitägigen vollständigen Datenausfall nicht überstehen würden. Dies offenbart eine Vertrauenskrise innerhalb digitaler Prozesse und verdeutlicht die Bedeutung der Datenresilienz.
Anlässlich des heutigen World Backup Days hat Veeam Software eine neue Umfrage zur Datenresilienz veröffentlicht, an der mehr als 4.000 Führungskräfte und leitende IT-Manager teilgenommen haben. Die Ergebnisse verdeutlichen eine zentrale Herausforderung: In einer Zeit, in der Daten und KI den Geschäftserfolg bestimmen, sind Unternehmen anfälliger denn je für Datenverluste und Ausfälle. Unternehmen können das Potenzial von KI nur dann ausschöpfen, wenn ihre Daten widerstandsfähig, sicher und gut verwaltet sind. Dennoch sind die meisten Vorstände und Führungskräfte nicht auf die wachsenden KI-bedingten Risiken vorbereitet.
Der jährliche World Backup Day am 31. März dient als wichtige Erinnerung: Regelmäßige, zuverlässige Backups sind der Grundstein für digitales Vertrauen und Geschäftskontinuität. Die Untersuchung von Veeam zeigt, dass die Sorge der Führungskräfte um Datenausfälle mittlerweile größer ist als die Angst vor einer wirtschaftlichen Rezession. Das unterstreicht, warum die Planung von Backups und Wiederherstellungen für jedes Unternehmen oberste Priorität haben muss.
Ransomware und Cyberangriffe führen die Liste der von Führungskräften identifizierten Bedrohungen an: 67 Prozent nennen sie als die Risiken, die sie im kommenden Jahr am meisten fürchten. KI-bezogene Risiken – darunter Datenlecks, Verzerrungen durch Algorithmen und unkontrollierte Automatisierung – folgen mit 29 Prozent. Die Quote zeigt, dass neue, KI-getriebene Bedrohungen bereits ein wichtiges Thema in den Vorstandsetagen sind. Diese drei größten Bedrohungen bergen ein hohes Risiko für Datenverluste und Betriebsausfälle.
Während fast 47 Prozent der Unternehmen mit einer erheblichen Datenpanne oder einem Cyberangriff rechnet, glauben nur 32 Prozent, dass eine vollständige Wiederherstellung kritischer Daten und Geschäftsabläufe sehr wahrscheinlich ist. Infolgedessen betrachten 62 Prozent der Führungskräfte Datenausfälle zunehmend als größere finanzielle Bedrohung für ihr Unternehmen als eine wirtschaftliche Rezession, was Resilienz zu einer dringenden geschäftlichen Priorität macht.
Dave Russell ist Senior Vice President und Head of Strategy bei Veeam Software.
(Bild: Veeam Software)
Dave Russell, Senior Vice President und Head of Strategy bei Veeam Software, kommentiert: „In der heutigen, von KI geprägten Welt ist das Vertrauen in Daten das wertvollste Kapital jedes Unternehmens. Backups sind die letzte Instanz der Wahrheit in einer Welt, in der KI Daten zu fälschen, Ransomware Daten zu verschlüsseln und eine einzige Fehlkonfiguration innerhalb von Minuten eine Kettenreaktion in der gesamten Infrastruktur auslösen kann. Der World Backup Day ist ein zeitgemäßer Aufruf an Vorstände und IT-Führungskräfte, dafür zu sorgen, dass Datenresilienz und umfassende Backup-Strategien vorhanden sind. Im Zeitalter der KI geht es nicht nur darum, Daten wiederherzustellen – es geht darum, das eigene Unternehmen mit den vertrauenswürdigen Daten, die es benötigt, funktionsfähig und erfolgreich zu halten. Zu viele Unternehmen gehen beim Risikomanagement immer noch reaktiv vor, obwohl echte Innovation und echtes Vertrauen auf einer Grundlage aus resilienten, sicheren Daten beruhen.“
Im Zeitalter der KI geht es nicht nur darum, Daten wiederherzustellen – es geht darum, das eigene Unternehmen mit den vertrauenswürdigen Daten, die es benötigt, funktionsfähig und erfolgreich zu halten.
Dave Russell, Veeam Software
Datenausfälle: Das neue größte Geschäftsrisiko
Das Vertrauen in Daten ist heute der entscheidende Faktor für Geschäftskontinuität und Erfolg. Da Unternehmen zunehmend von ihren Daten und KI-Systemen abhängig sind, hat das durch Ausfälle verursachte Risiko sogar die wirtschaftliche Rezession in den Schatten gestellt: 76 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie einen Ausfall von mehr als drei Tagen nicht überstehen würden, wenn ihr Unternehmen morgen einen vollständigen Datenausfall erleiden würde.
44 Prozent der IT-Führungskräfte ist nicht zuversichtlich, dass ihr Unternehmen alle kritischen Daten innerhalb von 24 Stunden nach einem schweren Cyberangriff oder Datenverlust wiederherstellen könnte. Die Folgen sind gravierend: Verlust des Kundenvertrauens, Reputationsschäden, Bußgelder, Verstöße gegen Compliance-Vorschriften und für viele besteht sogar die Gefahr eines vollständigen Zusammenbruchs des Unternehmens. Im Zeitalter der KI ist Datenresilienz nicht nur ein IT-Thema, sondern eine tragende Säule des Vertrauens in ein Unternehmen.
Datenresilienz: Verantwortung für KI und Rechenschaftspflicht
Trotz der zunehmenden Verbreitung von KI versagen Vorstände und Führungsteams bei der Steuerung von KI-Risiken und der Gewährleistung von Resilienz. Die Umfrage ergab: 38 Prozent der befragten Vorstände oder Führungsteams haben noch nie formell über KI-gesteuerte oder neu aufkommende Angriffsarten diskutiert, wodurch Unternehmen ungeschützt bleiben und das Vertrauen in ihre KI-Fähigkeiten untergraben wird.
Nur 31 Prozent der Vorstände überprüfen vierteljährlich die Resilienzbereitschaft, wie z. B. Wiederherstellungs-KPIs oder Failover-Ergebnisse, und die Verantwortung für die Resilienz ist oft auf CIOs, CISOs, Risikoleiter und COOs aufgeteilt. Weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen (49 Prozent) verknüpft die Leistungskennzahlen der Führungskräfte mit den Ergebnissen im Bereich Resilienz, und nur 24 Prozent der Führungskräfte nehmen regelmäßig an Krisensimulationen zu Datenverlusten oder Betriebsstörungen teil.
Stand: 16.12.2025
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Ohne klare Zuständigkeiten und eine konsequente Rechenschaftspflicht laufen Unternehmen Gefahr, auf Bedrohungen nur reaktiv zu reagieren, anstatt proaktive, vertrauensbasierte Strategien für KI- und Datenresilienz zu verfolgen.
Weitere Erkenntnisse der Studie zur Datenresilienz
Die menschlichen Kosten: Die Folgen von Cybervorfällen sind nicht nur technischer Natur. 57 Prozent der Führungskräfte gaben an, dass Mitarbeiter nach schwerwiegenden Cybervorfällen gekündigt, mit Kündigung gedroht oder ein Burnout erlitten haben, wobei Produktivitätsverluste und Beeinträchtigungen des Wohlbefindens zu den größten unerwarteten Auswirkungen zählen.
Hauptursachen für Datenverluste: Externe Cyberangriffe (26 Prozent) sind nach wie vor die häufigste Ursache für Datenverluste, dicht gefolgt von menschlichem Versagen (23 Prozent) und System- oder Hardwareausfällen (16 Prozent).
Ausfälle sind weit verbreitet und treten regelmäßig auf: 83 Prozent der Unternehmen hatten in den letzten fünf Jahren Datenausfälle, die nicht sofort behoben werden konnten, was die dringende Notwendigkeit einer widerstandsfähigen, vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur unterstreicht.
Der World Backup Day ist nicht nur eine Erinnerung daran, Daten zu sichern. Er ist ein Aufruf an jedes Unternehmen, seine Strategien zur Datensicherheit zu überprüfen, zu testen und zu stärken. Die Folgen einer Vernachlässigung der Datensicherung sind gravierend: Verlust des Kundenvertrauens, Reputationsschäden, Verstöße gegen Compliance-Vorgaben und sogar der Zusammenbruch des Unternehmens.
Zur Methodik der Umfrage: Die Umfrage zur Datenresilienz wurde im Auftrag von Veeam Software von Censuswide unter einer Stichprobe von 4283 CISOs, CFOs, CIOs, IT-Vizepräsidenten und IT-Leitern durchgeführt. Die Befragten stammen aus Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern in Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich, Australien und Neuseeland. Die Daten wurden zwischen 3. und 11. November 2025 erhoben. Censuswide hält sich an die Richtlinien der Market Research Society, beschäftigt deren Mitglieder und befolgt den MRS-Verhaltenskodex sowie die ESOMAR-Grundsätze. Censuswide ist zudem Mitglied des British Polling Council.
Veeam Software liefert kontextbezogene Informationen zu allen Datenbeständen, Identitäten und KI-Modellen. Der Anbieter regelt den Zugriff für Menschen und KI-Agenten, automatisiert Datenschutz-, Compliance- und Korrekturprozesse und schützt Unternehmen vor modernen Bedrohungen wie Ransomware, Katastrophen und KI-Fehlern sowie für die Wiederherstellung vertrauenswürdiger Daten.