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Cloud-Strategie Datensouveränität: Mehr Vertrauen in KI-Lösungen schaffen

Ein Gastbeitrag von Carsten Fiegler 4 min Lesedauer

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Im KI-Zeitalter ist die Cloud nicht mehr nur IT-Infrastruktur, sondern die Basis für KI-Anwendungen, die datenbasierte Entscheidungen und Innovationen ermöglichen. Gleichzeitig wird die Datensouveränität angesichts der geopolitischen Lage immer wichtiger. Wie deutsche Unternehmen mehr Datenkontrolle erreichen.

(Bild:  Vier GmbH)
(Bild: Vier GmbH)

Darum geht's

Cloud- und KI-Lösungen von deutschen Anbietern garantieren eine bessere Datenkontrolle und gewährleisten die Einhaltung der Datensouveränität.

Ohne richtig aufgesetztes Datenmanagement gibt es keine hochwertigen Ergebnisse mit KI-Anwendungen.

Zentrale Überwachung sämtlicher eingesetzter KI-Anwendungen über eine Plattform, um die Technologie regelkonform nutzen zu können.

Deutsche und europäische Unternehmen suchen nach Lösungen, die sie von den großen US-Anbietern unabhängig machen. Damit wollen sie ihre Datensouveränität sichern, den Datenzugriff durch Dritte begrenzen und im KI-Zeitalter die technologische Unabhängigkeit behalten. Statt wie bisher auf Cloud-Hyperscaler wie AWS, Microsoft Azure oder Google zu setzen, verlagern sie ihre Daten und Workloads zunehmend zurück in lokale Rechenzentren oder lokale Cloud-Lösungen. Oft setzen sie auf hybride Cloud-Strategien. Zur Wahl stehen verschiedene deutsche Cloud-Anbieter, die Daten nur in deutschen oder europäischen Rechenzentren speichern. Die Partnerschaft des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit dem deutschen Cloud-Anbieter Ionos ist dafür ein Beispiel.

Auch bei Office-Apps und KI-Lösungen wenden sich einige Unternehmen vollständig von US-Anbietern ab, um Ausfälle oder Datenabgriffe zu vermeiden. Einige Unternehmen investieren verstärkt in Edge-Computing – also Rechenpower direkt am Standort. Mit Hilfe von Plattformen integrieren sie generative und assistive KI-Funktionen direkt in den Entwicklungsprozess. Diese AI-native Development Platforms können Produktivität, Qualität und Time-to-Market für Unternehmen deutlich verbessern.

Der Weg zur Unabhängigkeit und Datensouveränität

Die Speicherung und das Management von Daten und Anwendungen im eigenen Land oder einem spezifischen Rechtsraum in souveränen oder regionalen Clouds heißt Geopatriation. Kernaspekte der Datensouveränität sind die vollständige Kontrolle und Selbstbestimmung, wer die Daten sehen und nutzen darf. Gleichzeitig müssen Unternehmen rechtliche Anforderungen durch die DSGVO oder den EU AI Act erfüllen. Dazu bleiben sensible Daten physisch innerhalb bestimmter geografischer Grenzen.

Durch die Wahl von europäischen oder deutschen Cloud-Diensten, KI-Anbietern, LLMs und IT-Partnern gelingt Technologieunabhängigkeit. Die damit mögliche Datensouveränität minimiert nicht nur das Risiko, dass Daten von Unbefugten ausgelesen werden. Sie stärkt auch das Vertrauen von Kunden und Partnern in die Angebote des Unternehmens, wird also zum greifbaren Wettbewerbsvorteil.

Neben der Datensouveränität wird die Digital Provenance, also die Herkunft und Integrität von Daten, Modellen und Inhalten, immer entscheidender. Denn Unternehmen benötigen Mechanismen zur Nachverfolgung und Authentifizierung digitaler Assets. Tragfähige KI-Lösungen holen dabei die Kunden genau dort ab, wo sie sich befinden: mit Datenspeicherung in deutschen oder europäischen Datacentern, KI-Lösungen „made in Germany“ sowie einer effektiven und rechtlich sicheren Datenverwaltung – entweder in der Cloud oder On-Premise.

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