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KI-Reife Datenverfügbarkeit und -infrastruktur entscheiden über KI-Erfolg

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Eine neue Studie von IDC zur KI-Reife in Unternehmen im Auftrag von NetApp zeigt eine deutliche Veränderung in der Herangehensweise an künstliche Intelligenz: Um KI-Modelle zu unterstützen, priorisieren fortschrittliche Unternehmen bei ihren Investitionen Datenverfügbarkeit wie auch Datensicherheit.

(Bild:   © Jack/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © Jack/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Die Studienbefunde von 2024 zeigten, dass in KI das Potenzial für bemerkenswerte Geschäftsergebnisse steckt. Gleichzeitig deckten sie erhebliche Defizite bei Infrastruktur, Governance und dem vorhandenen KI-Wissen auf. In der aktuellen Studie von 2025 von IDC traten nun neue Themen in den Vordergrund: Unternehmen sehen sich mit ROI-Druck und fragmentierter Nutzung konfrontiert, aber auch der Notwendigkeit, Datenverfügbarkeit sowie Daten-Governance und -sicherheit von Anfang an zu integrieren.

Syam Nair ist Chief Product Officer bei NetApp.(Bild:  NetApp)
Syam Nair ist Chief Product Officer bei NetApp.
(Bild: NetApp)

Syam Nair, Chief Product Officer bei NetApp, erklärt: „Bei KI geht es nicht mehr um den Proof of Concept, sondern um nachweisbare Wertschöpfung. Die IDC-Studie zeigt, dass Datenverfügbarkeit und die zugrundeliegende Infrastruktur entscheiden: Unternehmen, die sich auf Datenqualität und den Aufbau moderner, Cloud-affiner, skalierbarer und anpassungsfähiger Architekturen konzentrieren, profitieren von KI. Aus diesem Grund braucht jedes Unternehmen eine intelligente Dateninfrastruktur.“

Unternehmen, die sich auf Datenqualität und den Aufbau moderner, Cloud-affiner, skalierbarer und anpassungsfähiger Architekturen konzentrieren, profitieren von KI.

Syam Nair, NetApp

Datenverfügbarkeit als Voraussetzung für skalierbare KI-Projekte

Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Reife zahlt sich aus: KI-Experten (so genannte „AI Masters“, sie verfolgen fortschrittlichste KI-Infrastruktur-, Daten-Governance- und Sicherheitsansätze) übertreffen ihre weniger ausgereiften Mitbewerber in allen KI-Geschäftsergebnissen: Sie erzielten eine Umsatzsteigerung von 24,1 Prozent und Kosteneinsparungen von 25,4 Prozent – deutlich mehr als ihre schlechter aufgestellten Mitbewerber.
  • Die Infrastruktur bleibt ein Engpass: Der Anteil der Unternehmen, deren Speicherlösungen eine umfassende Überarbeitung benötigen, sank von 63 Prozent im Jahr 2024 in der aktuellen Befragung auf 37 Prozent. Dennoch geben 84 Prozent weiterhin an, dass ihre Speicherlösungen nicht vollständig für KI optimiert sind.
  • Sicherheit steht nun im Vordergrund: 62 Prozent der KI-Experten haben im vergangenen Jahr ihre Sicherheitsbudgets für KI-Initiativen erhöht, verglichen mit nur 16 Prozent der weniger ausgereiften Unternehmen.
  • Agentic AI begünstigt die KI-Experten: Mit einer stärkeren Daten-, Sicherheits- und Infrastrukturbasis sind die KI-Experten bereits einen Schritt voraus. Schlechter aufgestellte Wettbewerber kommen nicht über die Einführung von GenAI hinaus und können auf Grund von Infrastruktursilos die unternehmensweiten Anforderungen von Agentic AI nicht abdecken.

Diese Ergebnisse zeigen: Die verantwortungsvolle Skalierung von KI erfordert strukturierte Ansätze und eine vertrauenswürdige, moderne und intelligente Datenverfügbarkeit und -infrastruktur. Dave Pearson, Research Vice President, Infrastructure Solutions bei IDC, betont: „Unternehmen, die ihre Datenpipelines, Governance-Frameworks, Sicherheitsansätze und Speicherarchitekturen modernisieren, verwandeln KI-Pilotprojekte in produktive Anwendungen. Diese liefern wiederum die messbar besten Geschäftsergebnisse.“

Gezielte Investitionen in Datenqualität und Infrastruktur

Die gebündelten Ergebnisse für 2024 und 2025 zeigen, dass der Unterschied zwischen KI-Hype und KI-Erfolg von den Datenpraktiken und Architekturen abhängt, die KI-Initiativen zu Grunde liegen. Während weiter zurückliegende Unternehmen möglicherweise eine Verbesserung ihrer KPIs verzeichnen, stellt IDC fest, dass die größten und nachhaltig stärksten geschäftlichen Auswirkungen durch gezielte Investitionen in grundlegende Datenqualität und Infrastruktur erzielt werden. KI-Experten gehen über punktuelle Upgrades hinaus und setzen auf Architekturen, die Cloud-intelligent, skalierbar, datenfokussiert, anpassungsfähig und automatisiert sind. Im Zeitalter der KI sind Geschwindigkeit, Skalierbarkeit, Sicherheit und Anpassungsfähigkeit wichtige Faktoren, um den größtmöglichen geschäftlichen Nutzen aus KI-Initiativen zu ziehen.

Zur Methodik der Studie: IDC führte für die Studie „2025 Enterprise AI Maturity“ im Januar 2024 und Juni 2025 führte IDC eine Umfrage bei über 1.200 Entscheidungsträgern weltweit durch, die in den Bereichen Unternehmens-IT, Data Science, Datenengineering und Softwareentwicklung im Zusammenhang mit KI-Initiativen tätig sind. Diese Interviews lieferten detaillierte Einblicke in den Entwicklungsstand von KI-Initiativen, einschließlich einer Reihe von Herausforderungen, zahlreicher geschäftlicher Vorteile und Best Practices für Erfolg.

Im Rahmen dieser Analyse entwickelte IDC ein KI-Reifegradmodell, das Unternehmen auf Basis ihres aktuellen Ansatzes für KI bewertet. Dabei wurden Aspekte wie Datenverfügbarkeit, Datenspeicher-Infrastruktur, Datenrichtlinien und -governance, Ressourceneffizienz sowie die Befähigung und Zusammenarbeit von Stakeholdern berücksichtigt. Anhand dieser Kriterien unterteilte IDC die Unternehmen in vier Reifegrade: KI-Neulinge, KI-Pioniere, KI-Führer und KI-Experten.

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