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Roboterchirurgie Der große Unterschied

Von Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Seit mehr als 20 Jahren setzt das Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm die robotergestützte Chirurgie ein. Nun wird das Krankenhaus eines der ersten in Europa sein, das einen neuen Roboter einsetzt. Es verwendet eine Technologie, die für eine Gruppe von Patienten einen großen Unterschied machen kann.

(Bild:  Intuitive Surgical Operations Inc)
(Bild: Intuitive Surgical Operations Inc)

Am Karolinska-Universitätsklinikum leisten Roboter bereits einen großen Beitrag zur Krebschirurgie. Jedes Jahr setzen Chirurgen sie bei etwa 1.300 bis 1.400 Eingriffen ein. Die Roboter, die derzeit bei Karolinska zur Verfügung stehen, verwenden eine Technologie namens Multiport. Während der Operation bohrt der Roboter ein Loch für die Kamera und weitere Löcher für die Instrumente in den Patienten.
 
Karolinska hat nun einen Vertrag für einen Single-Port-Roboter unterzeichnet, der kürzlich für den europäischen Markt zugelassen wurde. Im Gegensatz zu den anderen Robotern verwendet der Single-Port nur eine Bohrung. Die Kamera und die Instrumente funktionieren auf die gleiche Weise und können dann dort aufgeklappt werden, wo der Chirurg operieren wird.

Durch den neuen Single-Port-Roboter ist es möglich, Operationen durchzuführen, die bisher als zu riskant galten.

„Durch den neuen Single-Port-Roboter ist es möglich, Operationen durchzuführen, die bisher als zu riskant galten“, sagt Olof Akre, Professor für Onkologische Chirurgie und Leiter der Operationsabteilung der Abteilung für Thema Krebs am Karolinska-Universitätskrankenhaus.

An der vordersten Front der Entwicklung

Die neue Technologie ermöglicht es, durch den Mund von Patienten dort einzudringen, wo der Chirurg früher größere Eingriffe am Kiefer vornehmen musste. Der Roboter kann auch einen großen Unterschied für Patienten machen, bei denen es möglich ist, durch den Anus oder die Vagina einzudringen.
 
Das bedeutet weniger Schmerzen, kürzere Operationszeit und Krankenhausaufenthalte. Für eine bestimmte Gruppe von Patienten wird dieser Roboter einen erheblichen Unterschied machen und viel Leid lindern, sagt Olof Akre.
 
Der neue Roboter wird voraussichtlich Anfang April seine erste Operation am Karolinska-Universitätskrankenhaus durchführen. Das Krankenhaus wird dann eines der ersten in Europa sein, das die neue Technologie einsetzt. Dies steht im Einklang mit dem Anspruch des Krankenhauses, eines der intelligentesten Krankenhäuser der Welt zu sein. 

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Wenn neue Technologien verfügbar sind, wollen wir an vorderster Front stehen und an ihrer Entwicklung beteiligt sein", sagt Olof Akre.

(Bild:  Ateljé Uggla.)
(Bild: Ateljé Uggla.)

Olof Akre ist Professor für onkologische Chirurgie und Leiter der Abteilung für Krebsthematik am Karolinska-Universitätskrankenhaus.

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