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Elektronisches Rezept Sechs Monate E-Rezept: Zahlen, Daten und Ausblick

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Seit dem Jahresbeginn löst das E-Rezept das rosafarbene Papier-Rezept ab. Und das mit Erfolg: Im ersten halben Jahr stellten Ärztinnen und Ärzte knapp 250 Millionen digitale Verordnungen aus. 

(Bild:  MQ Illustrations / Adobe Stock)
(Bild: MQ Illustrations / Adobe Stock)

Sechs Monate nach Start ist das E-Rezept Versorgungsalltag für Ärztinnen und Ärzte sowie Versicherte: Von Januar bis Juni lösten Patientinnen und Patienten in Deutschland 244 Millionen E-Rezepte ein . Das sind rund 40 Millionen im Monat und mehr als 1,3 Millionen pro Tag. In der Spitze sind es bis zu 2,4 Millionen digitale Verordnungen täglich. Rund 88.000 medizinische Einrichtungen nutzen jede Woche das E-Rezept – damit hat es sich in fast allen Praxen der ambulanten Versorgung durchgesetzt. 

Mehrheit der Versicherten ist zufrieden

Das E-Rezept gehört dabei mittlerweile zur Routine: Knapp die Hälfte der befragten Versicherten (49 Prozent) hatte laut TI-Atlas 2024 bereits Kontakt mit dem E-Rezept, die große Mehrheit (88 Prozent) ist mit der Anwendung zufrieden. 

Das TI-Dashboard der Gematik liefert eine täglich aktualisierte Übersicht über die E-Rezept-Nutzung.(Bild:  Screenshot Gematik)
Das TI-Dashboard der Gematik liefert eine täglich aktualisierte Übersicht über die E-Rezept-Nutzung.
(Bild: Screenshot Gematik)

Der TI-Atlas dokumentiert den Status der Digitalisierung des Gesundheitswesens im jährlichen Vergleich. Er wird von der Gematik GmbH herausgegeben – der  Nationalen Agentur für Digitale Medizin. Sie trägt die Verantwortung für die Telematikinfrastruktur (TI), die zentrale Plattform für digitale Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen. 

Tagesaktuelle Zahlen zur Nutzung des elektronischen Rezepts erhalten Interessierte darüber hinaus über das TI-Dashboard der Gematik.

Auch wenn das Angebot digitaler Einlösemöglichkeiten für das E-Rezept mit Krankenkassen-Apps und CardLink kontinuierlich ausgebaut wird, setzen etwa 80 bis 90 Prozent der Versicherten beim Einlösen auf ihre elektronische Gesundheitskarte (eGK). Es folgen der Papierausdruck mit circa 10 bis 20 Prozent und die E-Rezept-App der Gematik mit nur rund einem Prozent. 

Einführung einer Medikationsliste

Mit der Einführung der Elektronische Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten im kommenden Jahr wird das elektronische Rezept eine weitere Funktion einnehmen: Dann dient es als Basis für die Medikationsliste in der neuen ePA. 

Die Medikationsliste wird Behandelnden einen Überblick über verordnete und abgegebene Medikamente geben. Mögliche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten sollen sich sich so schneller und frühzeitig einschätzen lassen. In einer weiteren Ausbaustufe soll die Medikationsliste laut Gematik zu einem Medikationsplan weiterentwickelt werden. 

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