Die Digitalisierung komplexer industrieller Herstellungsverfahren (Industrie 4.0) erfordert einen neuen Ansatz, der durch klassische Projekte nicht darstellbar ist. Neue Systeme, die einen kontinuierlichen Innovations- und Installationsprozess für digitale Lösungen realisieren, werden zum „Game Changer“ für die Umsetzung und Skalierung von Industrie 4.0.
(Quelle: buffaloboy/shutterstock)
Das Ziel der Digitalisierung im Unternehmen ist es, Abläufe in der industriellen Produktion durch neue digitale Lösungen zu optimieren. Dabei bezeichnen wir als „Lösung“ die Umsetzung eines konkreten Anwendungsfalls basierend auf digitalen Technologien, die einen messbaren Mehrwert gegenüber dem Status Quo realisiert (zusammengefasst als Industrie 4.0). Die Mehrheit der Unternehmer ist überzeugt: Industrie 4.0 wird in den nächsten Jahren der entscheidende Faktor zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit.
Obwohl sich diese Einsicht durgesetzt hat, ist ein Blick auf den Stand der Umsetzung jedoch oft ein anderer. Umfragen zeigen, dass bis zu 85 Prozent der Digitalisierungsprojekte nicht die gewünschten Ergebnisse liefern. In der Umsetzung der Digitalisierung folgen viele Unternehmen einem klassischen Ansatz: Zentrale Teams (oft auch mit Unterstützung externer Berater) setzen Projekte auf, die zum Ziel haben, entsprechende Lösungsfälle zu identifizieren und umzusetzen.
Umsetzung der Digitalisierung im Unternehmen durch zentrale Teams – Nachteile des klassischen Ansatzs
Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass dieses Vorgehen substanzielle Nachteile hat:
Kontinuierliche Verbesserung ist durch Projekte schwer möglich Ein projektbasierter Ansatz beschränkt die Umsetzung zeitlich und organisatorisch, so dass zwar einzelne Elemente der Digitalisierungsstrategie umgesetzt werden. Ein kontinuierlicher Verbesserungs- und Digitalisierungsprozess wird dadurch jedoch selten etabliert.
Manuelle Ansätze und Systemgrenzen verhindern Skalierung Digitalisierung erfordert die nahtlose Zusammenarbeit über Organisations- und Systemgrenzen hinweg, wobei jedoch durchgängige Prozesse oft fehlen. Was in einem Projekt manuell kompensiert werden kann, führt beim Roll-out jedoch schnell zu Begrenzungen.
Realisierung von Mehrwert erfordert Expertenwissen Die Identifizierung und Realisierung von quantitativen Einsparungen setzt umfassendes Expertenwissen des Produktionsprozesses voraus. Die Verfügbarkeit dieser Fachkräfte ist oft begrenzt, und wird durch einen Projektansatz oft nur teilweise aktiviert.
Technische Komplexität und Dynamik der Entwicklung Selbst wenn Produktionsprozesse und -technologien verstanden werden, so stellt die Vielzahl und Dynamik digitaler Technologien Unternehmen vor Herausforderungen.
Lösungen müssen an lokale Installationen angepasst werden Selbst bei einem quantifizierten Anwendungsfall mit einer entsprechenden Lösung (oft als POC, Proof of Concept), ist der Roll-out an vielen Standorte eine Herausforderung. Die Lösung muss technisch an lokale Gegebenheiten angepasst werden, sowie in die lokalen Prozesse mit eingebunden werden.
Drei Phasen der Einführung von Industrie-4.0-Lösungen
So schaffen es zwar viele Digitalisierungsprojekte einige Anwendungsfälle zu identifizieren und entsprechende POCs umzusetzen, aber keine umfassende Skalierung und fortlaufende Generierung eines konkreten Mehrwerts. Ein neuer Ansatz ist von Nöten!
Grundsätzlich muss die Einführung von Industrie-4.0-Lösungen drei Phasen durchlaufen.: Innovation (Produktionsexperten definieren die Anwendungsfälle und den Zielmehrwert), Lösungskonfiguration (Lösungsarchitekten konfigurieren die technische Lösung) und Roll-out Ertüchtigung (Die Lösung wird in den Produktionsstätten installiert und die Anwender ertüchtigt)
Bei diesen Phasen ist die technische Komplexität der Anwendungsfälle und Lösungen, sowie die nötige Koordination verschiedener Parteien maßgebend. Wie bei anderen komplexen Unternehmensprozessen (z.B. Produktentwicklung) sollte daher auch Digitalisierung als systembasiert es Vorgehen etabliert werden. Sogenannte Solution Lifecycle Management Systeme (SLMS) digitalisieren und strukturieren den gesamten Innovations- und Installationsprozess, und ermöglichen damit Digitalisierung als kontinuierlichen Prozess im gesamten Unternehmen zu etablieren.
(Elemente eines Solution Lifecycle Management Systems. Bild: Industrie Reply 2021)
Umsetzung der Digitalisierung im Unternehmen mittels SLMS-Systemen
Neue Systeme wie Axulus SLMS realisieren genau diesen Ansatz:
Template basierte Innovation und Lösungsdesign Um den Einstieg zu erleichtern, lassen sich mit Templates Ideen für Anwendungsfälle zur Verfügung stellen. Experten können somit sofort für sie relevante Anwendungsfälle definieren. Analog können Lösungstemplates den Konfigurationsprozess beschleunigen.
Stand: 16.12.2025
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Design Wizards und skalierbare Workflows Durch Design Wizards, digitale Workflows und Rollen Konzepte lässt sich die Zusammenarbeit über Organisations- und Systemgrenzen effizient skalieren.
Modulares Solution Design und digitale Installationsworkflows Durch ein SLMS lassen sich Lösungen als Kombination technischer Module konfigurieren und für weitere Lösungsarchitekturen archivieren. Fehlende Module werden an bestehende R&D Prozesse ausgeleitet, bestehende in sogenannten Repositories verwaltet. Zudem kann die Anleitung zum Einrichten der Lösung als digitaler Workflow erstellt werden, der die Anwender Schritt für Schritt durch die Installation führt.
Management der technologischen Komplexität durch Bibliotheken Im Gleichklang mit einem SLMS unterstützen modularen Lösungsdesign, lassen sich sehr leicht Lösungsbaukästen aufbauen, die auch automatisiert aktualisierbar und auf den neusten Stand der verfügbaren Technologie gehalten werden können.
Automatisierung und KI erhöhen die Akzeptanz Die systematische Auswertung der in einem SLMS erfassten Daten erlaubt eine kontinuierliche Verbesserung der Digitalisierungsinitiativen. Zusätzlich ermöglicht die Automatisierung von Prozessschritten eine Senkung des Aufwands für die Anwender und damit eine breitere Akzeptanz.
(Vorteile eines SLMS im Überblick. Bild: Industrie Reply 2021)
Industrie 4.0 wird zur transparenten Gemeinschaftsleistung
Somit verändert ein SLMS System das Herangehen an die Digitalisierung fundamental. Durch das SLMS wird die gesamte Organisation an einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess beteiligt. Ideen werden von den Bedarfsträgern direkt formuliert und die Umsetzung mit Modularen Lösungsdesigns und Bausteinen und Installationsworkflows skaliert. Erste Einschätzungen zeigen, dass sich damit die Einführung und Realisierung von Mehrwerten durch Industrie 4.0 Lösungen substanziell beschleunigen lassen. Eine 2x – 5x schnelleren Identifikation von Anwendungsfällen und Einführung von Lösungen ist erreichbar.
Diese systemgestützte Digitalisierung durch das ganze Unternehmen steht im Gegensatz zu „Top Down“ Projektansätzen: so wird Digitalisierung und Industrie 4.0 zu einer effizienten, transparenten und erfolgreichen Gemeinschaftsleistung. Denn jede Digitalisierung ist nur so gut wie die Akzeptanz, die sie im ganzen Unternehmen erzeugt. Ein systemgestützter SLMS basierter Ansatz, verschafft Ihnen dabei den entscheidenden Vorteil.