eArchive4Future ist eine neue Lösung für die Archivierung großer Datenvolumen. Sie wird im Rahmen eines Arbeitskreises unter Beteiligung von Fujitsu, Intel, Suse und VNC sowie der Bechtle-IT-Systemhäuser München und Bonn entwickelt. Öffentliche Institutionen sind als Referenz-Implementierungen beteiligt.
(Bild: alexandro900/Adobe Stock - generiert mit KI)
Die Archivierungslösung eArchive4Future ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der vier Technologiepartner und der Systemhäuser. Sie wird in enger Abstimmung mit Behörden wie der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundesarchiv und der Bundesnetzagentur entwickelt. Durch die gemeinsame Technologie-, Management- und Sicherheitsexpertise entsteht eine hochmoderne, skalierbare und sichere Archivierungslösung, die Rechtssicherheit mit KI-gestützten Funktionen für die Bereitstellung, Analyse und Nutzung von Daten verbindet. Das System gewährleistet die langfristige Verfügbarkeit und Integrität von Dokumenten und ist konform mit höchsten deutschen und EU-Sicherheitsstandards (unter anderem BSI-TR-ESOR, eIDAS und RFC4998).
Archivierung: Industriekompetenz mal fünf
Die neue Archivierungslösung ist hoch skalierbar und wird alle drei Layer der Datensouveränität und -sicherheit abdecken: Auf der Infrastrukturebene (IaaS) kommt Hardware von Intel zum Einsatz. Durch die Technologien Intel Software Guard Extensions (SGX) und Trust Domain Extensions (TDX) werden die Daten in Cloud-Umgebungen isoliert und sicher verarbeitet. Für die agile Container-Technologie und das Management von Microservices auf der Plattformebene (PaaS) stellt der Open-Source-Pionier und Plattform-Spezialist Suse das Betriebssystem und den Kubernetes-Layer bereit.
Auf der SaaS-Ebene (Software-as-a-Service) übernimmt VNCdirectory das Berechtigungs- und Metadatenmanagement sowie die Integration von Partnerlösungen für SecDocs und AI Analytics. Zu den Anwendungen zählen unter anderem Planet AI (Mehrheitsbeteiligung von Bechtle) für die intelligente Dokumentenanalyse (IDA), Fujitsu SecDocs für die beweiserhaltende Langzeitspeicherung digitaler Unterlagen sowie Fujitsu PrivateGPT für die Implementierung von KI-Funktionalität im eigenen Rechenzentrum. Für die lokale Nutzung von Large Language Models (LLMs) kommt das Open-Source-basierte Intel OpenVino Toolkit zum Einsatz.
VNClagoon als integrierender Software-Stack
All diese Funktionalitäten werden in die Software-Suite VNClagoon integriert und können über diese intuitiv am Frontend gesteuert werden. Das Ergebnis ist eine funktional komplexe und dennoch einfach zu bedienende Archivierungslösung. Automatisierte Prozesse und KI-gestützte Funktionen zur Metadaten-Erstellung und Dokumenten-Kategorisierung ermöglichen einen schnellen, exakten und sicheren Zugriff auf alle Inhalte. Durch den Einsatz von KI ist damit nicht nur die Archivierung riesiger Datenvolumen, sondern auch deren produktive Nutzung möglich.
Andrea Wörrlein ist Geschäftsführerin von VNC in Berlin.
(Bild: VNC)
„Alle fünf Partner des eArchive4Future-Projekts stehen für höchste technologische Kompetenz und das Commitment zu Sicherheit im Umgang mit allen Daten und Confidential Computing“, erklärt Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug. „Aus dieser Kooperation heraus entsteht eine zukunftsweisende Lösung, die sowohl die sichere Langzeitarchivierung als auch neue Nutzungsoptionen archivierter Daten ermöglicht.“
Vereinfachung der Archivierung durch KI-Einsatz
Bettina Philipp ist Strategic Account Director bei Fujitsu.
(Bild: Fujitsu)
„Im Sinne der weiteren Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes freue ich mich, dass wir Bundesbehörden, Ländern, Kommunen und der Industrie mit eArchive4Future einen ganzheitlichen Lösungsansatz für ein beweiswerterhaltendes Langzeitarchiv plug-and-play anbieten können“, betont Bettina Philipp, Strategic Account Director Bundesagentur für Arbeit/Bundesarchiv bei Fujitsu.
Marco Schilli ist Leiter Public Sector bei Bechtle IT Systemhaus München.
(Bild: Bechtle IT)
„Mit eArchive4Future wird das komplexe und stark regulierte Archivierungswesen vereinfacht und durch den Einsatz von KI lassen sich hohe Effizienzgewinne erzielen“, sagt Marco Schilli, Leiter Public Sector bei Bechtle IT Systemhaus in München.
Dr. Markus Leberecht ist Principal Engineer bei Intel Deutschland.
(Bild: Intel)
„Durch den Einsatz von Confidential-Computing-Technologien wie Intels Software Guard Extensions und Trust Domain Extensions auf Intel-Xeon-Prozessoren unterstützen wir die sichere Verarbeitung von sensiblen Daten in der öffentlichen Verwaltung. Wir helfen so, IT-Sicherheitsanforderungen mit flexibler Digitalisierung zu versöhnen“, erläutert Dr. Markus Leberecht, Principal Engineer im EMEA Chief Technology Office von Intel Deutschland.
„Bei der sicheren Archivierung großer Datenmengen ist für Unternehmen und Behörden eine sichere, digital souveräne und offene Lösung entscheidend, um nicht in Abhängigkeiten zu geraten“, sagt Jens-Gero Boehm, Area Vice President Channel Sales DACH bei Suse. „Als Anbieter sicherer und offener Unternehmenslösungen sind wir sehr stolz darauf, dass wir gemeinsam mit unseren Technologiepartnern Bechtle, Fujitsu, Intel und VNC mit dieser Archivierungslösung, die den höchsten deutschen und EU-Sicherheitsrichtlinien entspricht, einen wichtigen Beitrag zu Rechtssicherheit und Digitaler Souveränität leisten können.”
Stand: 16.12.2025
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