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Cloud-Plattform  ERP-Systeme: Höchste Zeit, in die Cloud zu wechseln 

Ein Gastbeitrag von Daniel Schmid 4 min Lesedauer

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Die Hemmschwellen aus der Startphase der ERP-Cloud sind längst überwunden. ERP-Systeme aus der Cloud sind nicht nur sicherer und kostengünstiger als das eigene Rechenzentrum, sondern auch innovativer. Mit einer Migration können Unternehmen die Basis für die Digitalisierung schaffen.

(Bild:  mahat/Adobe Stock)
(Bild: mahat/Adobe Stock)

Viele Fertigungsbetriebe sehen sich derzeit mit neuen Kundenanforderungen konfrontiert. Dazu gehören etwa kürzere Innovationszyklen oder die stärkere Ausrichtung auf individuelle Kundenbedürfnisse. Hinzu kommt, dass dynamische Märkte deutlich schnellere Reaktionen auf Veränderungen erfordern. Eine Antwort darauf ist der Wechsel auf digitale Geschäftsmodelle. Sie basieren auf einer umfassenden Vernetzung und einer ständigen Verfügbarkeit von Daten auf der Basis moderner ERP-Systeme.

Für so manches produzierende Unternehmen geht es dabei um nicht weniger als die digitale Transformation, bei der Cloud-Technologien wie IIoT, KI und Machine Learning im Fokus stehen. Cloud-ERP ist eine deutlich bessere Basis für Innovation und Agilität als ERP-Systeme, die on-Premises läuft. Das gilt vor allem, wenn die ERP-Lösung Teil einer Cloud-Plattform wie Microsoft Azure ist. Dann lassen sich alle Werkzeuge und Datentöpfe für die Vernetzung ganz einfach integrieren – ohne die risikobehafteten Schnittstellen der on-Prem-Welt.

Cloud-Umgebung ist für KI besser geeignet

Ein Pluspunkt der Cloud ist, dass automatisch mit der aktuellen Version und den neuesten Funktionen gearbeitet wird. Dies ist vor allem im KI-Umfeld wichtig, wie das aktuelle Beispiel Generative AI zeigt: Mit der KI-Assistenztechnologie Microsoft Copilot ist Gen AI direkt in den verschiedenen Anwendungen nutzbar. Das gilt selbst für ERP-Systeme, wo Copilot Menschen zum Beispiel dabei unterstützt, Produktbeschreibungen zu formulieren. 

Schon heute kann man auf der Microsoft Azure-Plattform diverse KI-Services, etwa für Prognosen oder den digitalen Zwilling, buchen. Gerade im Bereich Data Analytics, der für viele Branchen immer wichtiger wird, hat die Dynamik in den letzten Jahren stark zugenommen. Hier gibt es mit Microsoft Fabric erstmals ein „Data Analytics as a Service“-Angebot. Dabei werden nicht nur alle Aufgaben rund um die Infrastruktur übernommen, Microsoft kümmert sich auch darum, die Daten zu konsolidieren, aufzubereiten und zu analysieren. Auf diese Weise kann der Fachkräfte-Flaschenhals bei der Datenexpertise umgangen und KI-Anwendungsszenarien leichter skaliert werden.

Warum ERP-Systeme aus der Cloud preiswerter sind

Ein anderer Vorteil betrifft die Wartung und Pflege der Systeme, die in vielen Unternehmen massiv Zeit kostet. Gerade Upgrade-Projekte sind aufwendig und binden viel IT-Personal, das dann für strategische Aufgaben oder Innovationsthemen fehlt. Zudem laufen an den verschiedenen Standorten vieler Unternehmen oft unterschiedliche Versionen eines ERP-Systems. Cloud-ERP hält hingegen alle Arbeitsplätze automatisch auf dem aktuellen Stand. Zudem kann man neue Features direkt hinzubuchen.

Betrachtet man den ROI von Cloud-ERP, so ist es gar nicht so einfach, die „weichen“ Faktoren einzubeziehen. Wie beziffert man zum Beispiel den Vorsprung, den ein Unternehmen durch schnellere Innovationsprojekte erreicht und ein höheres Sicherheitsniveau? In jedem Fall genügt es nicht, den aktuellen Lizenzpreis mit dem Subskriptionspreis zu vergleichen. Allein schon deshalb, weil in der Subskription auch Betrieb und Support enthalten sind. Die Praxis zeigt: Unter Berücksichtigung aller Kosten liegt das Einsparpotenzial von Software as a Service gegenüber on-Prem bei rund 60 bis 80 Prozent pro Jahr – und das über einen Zeithorizont von bis zu zehn Jahren.

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