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Nachhaltigkeit ESG Nachhaltigkeitsberichtserstattung als Geschäftstreiber?

Ein Gastbeitrag von Markus Adler 2 min Lesedauer

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2024 greift für die ersten Firmen die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)-Berichtspflicht der EU. Laut einer aktuellen Studie glauben 83 Prozent der befragten CFOs, dass sie die gesetzlichen Vorgaben noch nicht erfüllen können. Mit spezialisierten Tools zur Automatisierung meistern Unternehmen nicht nur die Pflicht zur ESG Nachhaltigkeitsberichtserstattung, sondern sichern sich enorme strategische Vorteile.

(Bild:  freepik)
(Bild: freepik)

Die neue EU-Richtlinie zum ESG-­Reporting (Environment, Social, Governance) verändert die Spielregeln: Ab 2024 müssen die ersten Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsaktivi­täten offenlegen – eine umfangreiche Aufgabe. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) listet in dem kürzlich veröffentlichten Set an ESRS-Standards ganze 1500 zu bearbeitende Datenpunkte auf. Selbst wenn nicht alle davon für jedes Unternehmen relevant sind, wäre der händische Aufwand enorm. Ohne spezialisierte digitale Tools kommen Nachhaltigkeitsbeauftragte hier an ihre Grenzen. Doch wer das Datenmanagement meistert und effiziente Reportingstrukturen etabliert, der kommt nicht nur der Berichtspflicht nach, sondern schafft auch die Basis für ein zukunftsfähiges, resilientes Unternehmen und die Steigerung des Geschäfts.

ESG Nachhaltigkeitsberichtserstattung: Neue Prozesse schaffen Datensilos ab

Die größte Herausforderung des ESG-Reportings liegt in der Datenerhebung. Diese erfordert das Sammeln einer Vielzahl von Daten aus internen Quellen wie Finanzberichten, Betriebsdaten oder Mitarbeiterstatistiken und externen Quellen wie Lieferantenbewertungen oder Markt­daten. Somit müssen Abteilungsgrenzen aufgebrochen werden und Teams zusammenarbeiten. Dadurch kann nicht nur sichergestellt werden, dass die richtigen Daten für CSRD-konforme Berichte weitergegeben werden, sondern auch, dass direkt in der Praxis Potenziale zur Prozessoptimierung erkannt werden. Langfristig sollten dazu alle Abteilungen ESG-Expertise entwickeln, um dieses Potenzial noch besser nutzen zu können.

KI-gestützte Analysen als Basis für Transformation

Nach der Datenerhebung kommen spezialisierte Tools ins Spiel. Diese können mithilfe von KI die Daten auswerten und die Ergebnisse anschaulich aufbereiten – sei es in Echtzeit-Dashboards oder detaillierten Berichten. Die Erkenntnisse, die sie bieten, bilden die Basis für eine transformative Geschäftsstrategie. Sie schaffen eine bessere Kommunikation mit Stakeholdern, indem sie klare und verlässliche Informatio­nen liefern. Investoren können mit Berichten, die das Tool auf sie zugeschnitten aufbereitet, präzise Daten zu Nachhaltigkeitsinitiativen und deren Auswirkungen erhalten, was das Vertrauen und die Investitionsbereitschaft stärkt. Bei Mitarbeitern bringt eine transparente Darstellung der Unternehmenswerte und -praktiken eine erhöhte Identifikation mit dem Unternehmen und dadurch mehr Motivation.

Warum ESG Nachhaltigkeitsberichtserstattung entscheidend ist

Die Transformation hin zu einem nachhaltig agierenden Unternehmen ist für den langfristigen Erfolg unerlässlich. So zeigen Studien, dass Unternehmen mit starker ESG-Performance langfristig bessere finanzielle Ergebnisse erzielen, geringere Risiken haben und auch bei Kunden und Talenten beliebter sind. Außerdem kann durch ESG die operative Effizienz gesteigert und neue Geschäftschancen erschlossen werden. ESG Nachhaltigkeitsberichtserstattung spielt hierbei eine zentrale Rolle, da sie nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gewährleistet, sondern auch als Basis für strategische Entscheidungen dient. Sie ermöglicht es Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zu messen, zu steuern und so effizient zu verbessern.

ESG NachhaltigkeitsberichtserstattungMarkus Adler 
Co-Gründer und Managing Director von Code Gaia

Bildquelle: Code Gaia

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