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Unternehmensstrategie Fachkräftemangel: Unternehmen setzen auf Weiterbildung

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Eine aktuelle Umfrage von GlobalDots hat die Aussichten und Herangehensweisen deutscher Unternehmen bei aktuellen Sorgen untersucht. 40 Prozent der Befragten nennen den Fachkräftemangel als größtes Problem. 25 Prozent nennen Cyberangriffe und Cybersicherheit als ein wichtiges Anliegen.

(Bild: Duncan Andison/Adobe Stock)
(Bild: Duncan Andison/Adobe Stock)

In den letzten Jahren wurden in verschiedenen Branchen in Deutschland Bedenken hinsichtlich eines Mangels an Fachkräften geäußert. Trotz stabiler Beschäftigungsquoten bleibt der Fachkräftemangel ein anhaltendes Problem. Vor diesem Hintergrund haben die Tech-Innovation-Experten von GlobalDots Entscheidungsträger in Unternehmen in Deutschland zu ihren geschäftlichen Bedenken, Zukunftsplänen und zur Art und Weise, wie einige der Probleme angegangen werden, befragt. Die Umfrage bestätigt, dass das größte Anliegen der Unternehmen in Deutschland der Fachkräftemangel (40 Prozent), wobei 47 Prozent angeben, dass dieses Problem in den letzten fünf Jahren der größte Faktor für ein reduziertes wirtschaftliches Wachstum war.

Weitere Herausforderungen neben dem Fachkräftemangel

Bedenken im Zusammenhang mit KI und Datenautomatisierung sind das zweithäufigste Anliegen für 28 Prozent der Unternehmen. 26 Prozent geben an, dass der Innovationsmangel ihres Unternehmens in den letzten fünf Jahren zu geringerem Wachstum geführt hat. Allerdings sind 66 Prozent zumindest einigermaßen zuversichtlich, dass ihr Unternehmen neue Technologien erfolgreich implementieren kann. Das drittgrößte Problem, das von jedem vierten Befragten genannt wird, sind Bedenken hinsichtlich Cyberangriffen und -sicherheit. Folglich gab die Mehrheit der Teilnehmer an, dass die Investition in IT-Sicherheitstechnologien für ihr Unternehmen wichtig ist (69 Prozent). Zu den weiteren Bedenken der Unternehmen gehören:

  • Konjunkturschwankungen: 25 Prozent
  • Steigende Gemeinkosten: 22 Prozent
  • Vorschriften zur Nachhaltigkeit: 17 Prozent
  • Mitarbeiterleistung und -bindung: 14 Prozent

Diese Veränderungen wollen Unternehmen umsetzen

Um die Bedenken anzugehen, priorisieren Unternehmen bestimmte Veränderungen im Jahr 2025. Die Umfrage zeigt, dass eine Kostensenkung oberste Priorität hat (37 Prozent), gefolgt von der Steigerung der Innovation und Produktentwicklung (31 Prozent). Weitere Veränderungen, die Unternehmen angaben, vornehmen zu wollen, sind:

  • Digitale Transformation: 30 Prozent
  • Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung: 27 Prozent
  • Verbesserung der Cybersecuritymaßnahmen: 26 Prozent
  • Verbesserung der Nachhaltigkeitspraktiken: 25 Prozent

Obwohl KI und Datenautomatisierung eines der Hauptanliegen der Unternehmen sind, gehören sie auch zu den am höchsten priorisierten Veränderungen in diesem Jahr. Etwa zwei Drittel sind zuversichtlich, dass ihr Unternehmen neue Technologien erfolgreich implementieren kann (66 Prozent), was das Bewusstsein für die Notwendigkeit technologischer Verbesserungen zeigt, um mit der Nachfrage und Innovation Schritt zu halten.

Fachkräftemangel: Worin Unternehmen investieren wollen

Betrachtet man wichtige Investitionen, die Unternehmen im Jahr 2025 planen, zeigen die Umfrageergebnisse eine weitere Verlagerung hin zur Bewältigung aktueller Bedenken. Angesichts des Mangels an Fachkräften halten 80 Prozent Investitionen in die Umschulung und Weiterbildung bestehender Mitarbeiter für zumindest einigermaßen wichtig.

Weitere wichtige Investitionen, die die Entscheidungsträger angegeben haben, sind:

  • Forschung und Entwicklung: 73 Prozent
  • Cybersecurity: 69 Prozent
  • Nachhaltige Geschäftspraktiken: 64 Prozent

Was die größten Bedenken in den nächsten Jahren sind

Während innerhalb der Unternehmen Veränderungen umgesetzt werden, wird die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren weiterhin Herausforderungen gegenüberstehen. Die Umfrage untersuchte, welche Herausforderungen die Unternehmensleiter am meisten beunruhigen.

Auch hier wird der Mangel an Fachkräften wiederholt erwähnt, wobei die Mehrheit dies als größtes Problem für die Zukunft ansieht (38 Prozent). Angesichts der Energiewende und der Inflation befürchten 34 Prozent auch einen weiteren Anstieg der Betriebskosten. Weitere Bedenken  in der Zukunft sind:

  • Disruptive Technologien: 30 Prozent
  • Klimawandel: 28 Prozent
  • Wirtschaftliche Rezession: 28 Prozent
  • Überalterung der Bevölkerung: 24 Prozent

Dennoch sind ein Drittel einigermaßen zuversichtlich (33 Prozent), dass Deutschland seine Position als eine der weltweit führenden Wirtschaftsmächte behalten wird, wobei weitere 15 Prozent diesbezüglich angeben, dass sie sehr zuversichtlich sind.

Ein Sprecher von GlobalDots kommentiert die Umfrageergebnisse: „Investitionen in die Umschulung und Weiterbildung bestehender Mitarbeiter sind in unserem aktuellen Wirtschaftsklima von entscheidender Bedeutung. Somit werden auch neue Technologien implementiert und die Nutzung solcher bringt die Bedingung, dass etwa die Cloud-Sicherheit auf dem neuesten Stand und angemessen ist, um potenziellen Risiken zuvorzukommen. Ein großer Teil der langfristigen wirtschaftlichen Gesundheit eines Unternehmens hängt nicht allein von den Fachkräften ab, sondern auch von der Vorbereitung auf Risiken, die oftmals mit technischen Fortschritten einhergehen. Unternehmen, die sowohl die Aus- und Weiterbildung als auch ihre IT-Sicherheitsrisiken proaktiv angehen, sind noch besser für nachhaltiges Wachstum aufgestellt.“

Zur Methodik der Umfrage: Für die Online-Umfrage „Was sind die größten Sorgen der Wirtschaft 2025“ wurden 250 Entscheidungsträger von Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern von OnePoll im Auftrag von GlobalDots im Februar 2025 in Übereinstimmung mit dem Verhaltenskodex der Market Research Society befragt. GlobalDots hat sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen moderne Cloud-Lösungen vorzustellen.

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