Fujitsu hat die Einführung einer dedizierten KI-Plattform bekannt gegeben, mit der Unternehmen generative KI und deren Lebenszyklus eigenständig verwalten können – von der Modellentwicklung über den Betrieb bis hin zur kontinuierlichen Verbesserung von Modellen und Agenten.
Zukünftig wird Fujitsu die Einführung der Plattform für sämtliche KI-Anwendungsbereiche beschleunigen – von unternehmensweiten KI-Lösungen bis hin zu Edge- und physischer KI. Fujitsu wird die generative KI kontinuierlich weiterentwickeln, um sie an geschäftliche Veränderungen anzupassen, und so deren sichere und zuverlässige Nutzung in allen Branchen und Betriebsabläufen gewährleisten.
Auf diese Weise unterstützt die Plattform die digitale Transformation und das Wachstum der Kunden. Für europäische Unternehmen bedeutet dies: Sie können KI souverän und rechtskonform einsetzen, selbst im Kern der Produktion oder bei sensiblen Datenanwendungen. Die Plattform wird schrittweise in Japan und Europa eingeführt, wobei die Vorregistrierung für Testversionen im Februar 2026 beginnen soll.
Generative KI: Übersicht über die neue Plattform
Unternehmen, die generative KI einsetzen, benötigen eine Umgebung, die souveräne Anforderungen erfüllt – etwa den Schutz vertraulicher Daten und die Möglichkeit, KI-Modelle und -Agenten, die auf ihre Abläufe zugeschnitten sind, eigenständig zu steuern. Die Bereitstellung einer solchen KI-Plattform in einer dedizierten internen Umgebung ist jedoch mit Herausforderungen verbunden: Dazu gehören der Fachkräftemangel bei KI-Ingenieuren, komplexes Betriebsmanagement, steigender Bedarf an Rechenressourcen sowie die Minimierung neuer Sicherheitsrisiken.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen und den Einsatz hochgradig souveräner KI, auch in Europa, zu ermöglichen, wird Fujitsu eine dedizierte Generative-KI-Plattform anbieten, die direkt vor Ort genutzt werden kann. Die neue Plattform wird auf der Private AI Plattform auf Primergy und Private GPT bereitgestellt. Sie vereint die fortschrittlichen KI-Technologien und Plattformprodukte von Fujitsu – einschließlich der KI-Lösung Kozuchi – zu einem umfassenden Gesamtpaket. Durch diese gebündelte Bereitstellung senkt Fujitsu die Einstiegshürden erheblich und ermöglicht eine schnelle Implementierung, selbst ohne umfangreiches Fachwissen.
Die Funktionen der Plattform im Überblick
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Infrastruktur für dedizierte Umgebungen: Die Plattform gewährleistet die sichere Nutzung generativer KI in einer dedizierten, geschlossenen Umgebung und verhindert so die Offenlegung externer Daten. Kunden können ihren bevorzugten Installationsort wählen, einschließlich ihrer eigenen Rechenzentren oder solchen von Fujitsu, je nach ihren spezifischen Anforderungen. Fujitsu bietet zudem umfassende Dienstleistungen, die von der Bereitstellung der Infrastruktur bis hin zur fortschrittlichen Operationalisierung reichen, um Kunden umfassend zu unterstützen.
Technologie für vertrauensvolle generative KI: Die Plattform setzt auf einen Schwachstellenscanner, der mehr als 7.700 Schwachstellen – einschließlich von Fujitsu definierter Typen – identifiziert, sowie auf Guardrail-Technologien, die böswillige Angriffe wie Prompt-Injektionen, unangemessene Ausgaben und unerwartete Verhaltensweisen sowohl vor der Ausführung als auch zur Laufzeit erkennen und verhindern.
Die automatisierte Erstellung von Regeln für erkannte Schwachstellen sowie deren Anwendung auf die Guardrails ermöglichen einen stabilen, sicheren und zuverlässigen KI-Betrieb – auch für Anwender ohne tiefgehende Fachkenntnisse.Darüber hinaus plant Fujitsu, Technologien zur Vermeidung von modellbedingten Fehlschlüssen weiter auszubauen und damit die Zuverlässigkeit der generierten Informationen kontinuierlich zu erhöhen.
Hochpräzise generative KI mit Optimierungs- und Komprimierungstechnologien: Die Plattform basiert auf Takane, einem leistungsstarken Sprachmodell, das eine hochpräzise japanische Sprachverarbeitung sowie Bildanalyse ermöglicht. Ergänzt wird dies durch eine integrierte Feinabstimmungsfunktion, mit der geschäftsspezifische Modelle kontinuierlich weiterentwickelt werden können.
Die KI-Modelle sind bewusst leichtgewichtig ausgelegt, wodurch sich der Speicherbedarf um bis zu 94 Prozent reduzieren lässt4 und generative KI durch eine effizientere Nutzung der Rechenressourcen breiter einsetzbar wird. Durch die Integration moderner Quantisierungstechnologien lassen sich die Kosten für den KI-Betrieb deutlich senken, während gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Modelle gesteigert wird.
Stand: 16.12.2025
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Effizienztechnologien für die Entwicklung von KI-Agenten: Das KI-Agenten-Framework bietet Low-Code-/No-Code-Funktionen, die den Aufbau dieser Agentenbeschleunigen und so die Effizienz und Geschwindigkeit der Entwicklung für Teams vor Ort deutlich erhöhen.Die Plattform unterstützt MCP (Model Context Protocol) sowie die Kommunikation zwischen Agenten, wodurch eine nahtlose Integration in bestehende Systeme und Daten sowie der kooperative Betrieb mehrerer KI-Agenten für anspruchsvolle Anwendungen ermöglicht wird.Fujitsu prüft derzeit, seine proprietären Technologien zu containerisieren und sie als KI-Agenten auf Abruf bereitzustellen.
Vor der offiziellen Markteinführung der Plattform für generative KI werden ab dem 2. Februar 2026 Vorabtests für ausgewählte Funktionen, wie die interne Feinabstimmung und Modell-Quantisierung, angeboten. Die Funktionen werden ab Februar schrittweise bereitgestellt, während die offizielle Markteinführung für Juli 2026 geplant ist.