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KI-basierte Security-Software Generative KI: Mehrheit sieht Mängel in Sicherheitstools

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Trotz dem Hype um künstliche Intelligenz: 60 Prozent der deutschen Unternehmen sehen potenzielle Mängel in Cybersicherheits-Lösungen, die generative KI verwenden, als eines der größten Probleme im Umgang mit der Technologie.

(Bild: RomixImage/Adobe Stock)
(Bild: RomixImage/Adobe Stock)

Sophos hat jetzt neuen Bericht „Beyond the Hype: The Businesses Reality of AI for Cybersecurity“ veröffentlicht, der den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Cybersicherheitsbereich näher beleuchtet und Tipps zum richtigen Umgang mit der Technologie gibt. Parallel zur Erstellung dieses Reports wurden im Dezember 2024 in Kooperation mit Techconsult 200 IT-Fachleute in Deutschland zu ihrer Meinung in Sachen generative KI befragt.

Die Erkenntnis daraus: In Deutschland haben zwar bereits 42 Prozent der befragten Unternehmen generative KI-Funktionen eingeführt, ein Großteil der IT-Fachleute ist aber gleichzeitig über potenzielle negative Auswirkungen im Umgang mit der neuen Technologie besorgt – allen voran hinsichtlich potenzieller Mängel in Cybersicherheits-Tools, die durch generative KI entstehen können. 59,5 Prozent wählten diese Problematik auf Platz 1 oder 2 in einem Ranking der möglichen Gefahren. 50,5 Prozent wählten die Gefahrenquelle eines generell übermäßigen Vertrauens in KI als wichtigstes und zweitwichtigstes Problem, gefolgt von möglichen Personaleinsparungen (39,5 Prozent), der Gefahr der übermäßigen Abhängigkeit von KI (20,5 Prozent) und der fehlenden Akzeptanz von KI im Unternehmen (19,5 Prozent).

Generative KI: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Chester Wisniewski ist Director, Global Field CTO bei Sophos.(Bild:  Sophos)
Chester Wisniewski ist Director, Global Field CTO bei Sophos.
(Bild: Sophos)

Chester Wisniewski, Director, Global Field CTO bei Sophos, berichtet: „Wie bei vielen anderen Dingen im Leben sollte das Mantra für generative KI-Tools lauten: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wir haben den Maschinen nicht wirklich das Denken beigebracht. Wir haben ihnen lediglich den Kontext bereitgestellt, um die Verarbeitung großer Datenmengen zu beschleunigen. Das Potenzial dieser Tools zur Bewältigung von Cybersecurity-Arbeitslasten ist erstaunlich, aber es erfordert immer noch den Kontext und das Verständnis eines menschlichen Experten, damit dieser Vorteil zielführend ausgeschöpft werden kann.“

Generative KI kann die Arbeitslast effektiv reduzieren

Auf die Frage nach den positiven Auswirkungen, die generative KI bei der Nutzung bietet, sind sich Organisationen aller Größenordnungen mehrheitlich einig. Auf Platz 1 liegt unangefochten mit 56,5 Prozent ein verbesserter Cyberschutz, gefolgt von erhöhter Effizienz und Wirkung von IT-Analysten (47,5 Prozent). Eng beieinander auf den folgenden Plätzen liegen das Schritthalten mit Innovationen im Bereich Cybersecurity (38 Prozent), die verbesserte Effizienz von Cybersecurity-Ausgaben (35 Prozent) sowie die proaktive Verteidigung (34,5 Prozent).

Doch es gibt auch überraschende Unterschiede im Vergleich zwischen kleinen Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern und großen Organisationen mit über 1.000 Beschäftigten. Diese machen deutlich, dass der Einsatz generativer KI teilweise noch einen schweren Stand hat. Während bei den Konzernen 67,7 Prozent der IT-Fachleute den verbesserten Cyberschutz durch generative KI hervorheben, scheinen gerade bei den kleinsten Firmen noch Vorbehalte zu bestehen. Hier liegt der Wert nur bei 48,8 Prozent. 

Der zweite „Ausreißer“ besteht bei der Hoffnung auf Entlastung der Mitarbeiter durch reduzierten Arbeitsaufwand. Auch hier sind kleine Firmen mit 29,5 Prozent skeptischer als die IT-Abteilungen großer Unternehmen, die hier bereits zu 38,7 Prozent Potential sehen. Hingegen spielt die bessere Skalierbarkeit von Cybersecurity-Lösungen dank generativer KI bei kleinen Unternehmen mit 18 Prozent eine fast doppelt so wichtige Rolle wie bei Großunternehmen mit 9,7 Prozent.

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