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Business GPT So wurde Kollege KI bei der UKA-Gruppe sicher

Ein Gastbeitrag von Martin Wunderwald 4 min Lesedauer

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Die UKA-Gruppe hat generative KI fest in ihren Arbeitsalltag integriert – datenschutzkonform, praxisnah und mit klaren Regeln. Mit „Business GPT“ von Telekom MMS nutzt der Energiepark-Entwickler die Vorteile der Technologie, ohne Sicherheitsrisiken einzugehen.

(Bild:  Telekom MMS - generiert mit KI)
(Bild: Telekom MMS - generiert mit KI)

Darum geht’s:

Viele Mitarbeiter der UKA-Gruppe nutzten KI-Tools wie ChatGPT bereits informellmit Risiken für Datenschutz und Datensicherheit.

Mit „Business GPT“ von Telekom MMS hat UKA eine sichere, kontrollierte und praxisnahe KI-Lösung eingeführt.

Individuelle Assistenten und Schulungen fördern Akzeptanz, Effizienz und den verantwortungsvollen Umgang mit KI im Unternehmensalltag.

Im Frühjahr 2024 stand die UKA-Gruppe vor einem häufig auftretenden Dilemma. Nach der Implementierung von Microsoft Defender stellte die Unternehmensleitung fest, dass zahlreiche Mitarbeiter bereits ChatGPT als generative KI nutzten. Die Erkenntnis war ambivalent: Einerseits zeugte dies von Innovationsbereitschaft, andererseits bestand ein erhebliches Sicherheitsproblem.

OpenAI hatte lange Zeit Nutzereingaben zum Training seiner Modelle verwendet. Für Unternehmen bedeutet dies: Vertrauliche Informationen können unkontrolliert das Unternehmen verlassen und Teil der Trainingsdatenbank werden. Die Geschäftsleitung beauftragte Christian Schmidt, Leiter IT & Digitales, mit der Entwicklung einer sicheren Alternative, die auch ohne KI-Vorkenntnisse nutzbar sein sollte.

Die Lösung für generative KI: Business GPT von Telekom MMS

Die UKA-Gruppe entschied sich für ein Pilotprojekt mit der Telekom MMS. Die generative KI-Lösung Business GPT basiert auf den GPT-Sprachmodellen von OpenAI, wird aber als Software-as-a-Service-Lösung mit entscheidenden Sicherheitsvorteilen angeboten. Die gesamte Datenhaltung erfolgt in Europa, konkret in einer gesicherten Umgebung der Microsoft Azure Cloud, die von der Telekom betrieben wird. Damit ist sichergestellt, dass keine Unternehmensdaten nach außen gelangen.

Als Pay-per-Use-Lösung macht Business GPT die unternehmensweite Einführung finanziell planbar. Der Erwerb teurer Einzellizenzen entfällt. Zudem hatte die Telekom MMS die UKA-Gruppe bereits bei der Einführung von Microsoft 365 unterstützt, was eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichte.

Generative KI: Technische Integration unkompliziert

Die technische Umsetzung gestaltete sich unkompliziert. Business GPT steht über eine Webplattform bereit, auf die Mitarbeiter mittels Single Sign-On zugreifen. Die Integration erfolgte durch Verlinkungen im Unternehmens-Intranet. Ursprünglich hatte die UKA-Gruppe geplant, die Business-GPT-Umgebung nach einer Eingewöhnungsphase intern zu hosten. Christian Schmidt, Leiter IT & Digitales, entschied sich jedoch dagegen: Wegen des rasanten Tempos, mit dem sich generative KI weiterentwickelt, hätte die Gefahr bestanden, dem neuesten Stand kontinuierlich hinterherzuhinken. Die Entscheidung fiel daher zugunsten der extern gehosteten Telekom-Lösung, die um selbst entwickelte Chat-Assistenten ergänzt wurde.

Maßgeschneiderte Chat-Assistenten

Um die KI-Nutzung für spezifische Anwendungsfälle zu optimieren, entwickelte die UKA-Gruppe selbst spezialisierte Chat-Assistenten. Diese erleichtern wiederkehrende Aufgaben, da Mitarbeiter nicht für jede Anfrage individuelle Prompts formulieren müssen. Zu den selbst entwickelten KI-Agenten gehören: 

  • Übersetzungs-Ulla zum Beispiel ermöglicht sichere Übersetzungen innerhalb der geschützten Umgebung.
  • Korrektur-Konrad übernimmt die Prüfung von Rechtschreibung, Grammatik und Sprachstil.
  • Protokoll-Pascal erstellt aus Meeting-Transkripten strukturierte Zusammenfassungen und weist To-dos zu.
  • Windows-11-Willi unterstützt bei der Umstellung auf das neue Microsoft-Betriebssystem.

Die Benennung der KI-Assistenten mit menschlichen Vornamen ist bewusst gewählt. Sie reduziert die Wahrnehmung als technisches Werkzeug und positioniert die generative KI als niedrigschwelligen Helfer für alltägliche Aufgaben.

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