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IT-Trends 2026

IT-Management: Fünf unbequeme Wahrheiten und Europas Sonderweg

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4. IT-Management: Kostenkontrolle scheitert an Silos

2026 geht es nicht mehr darum, Budgetausreißer im Nachhinein zu reparieren. Gefragt ist der Aufbau einer konsequent integrierten FinOps- und ITAM-Disziplin. Becky Trevino, Chief Product Officer von Flexera, kommentiert: „Die alten Silos zwischen Lizenzierung, Asset Management und finanzieller Governance brechen gerade auf. Unternehmen, die weiterhin auf fragmentierte Tools und isolierte Zuständigkeiten zur Kostenkontrolle setzen, fallen zurück. Entscheidend ist eine ganzheitliche Plattform – die klar verantwortet und dynamisch über den gesamten Technologie-Stack hinweg steuert.“ Damit vollzieht sich für die Controller ein Perspektivwechsel: weg von reaktiver Kostenkontrolle, hin zu vorausschauenden, datengetriebenen Investitionsstrategien.

5. Ohne FinOps kein KI-Erfolg

2025 hat deutlich gemacht: Wer dem KI-Hype ohne klare finanzielle Strategie oder Governance folgt, verschwendet Zeit und Geld. Erfolgreiche IT-Führungskräfte brauchen daher FinOps-Roadmaps, die KI-Modelle auf den tatsächlichen Geschäftsnutzen und messbaren ROI ausrichten. FinOps bedeutet damit weit mehr als Kosten zu senken. Jay Litkey, SVP Cloud & FinOps bei Flexera, sagt: „FinOps schließt die Lücke zwischen Finance, Engineering und Business. Nur wenn alle auf gemeinsame Ziele hinarbeiten, liefern KI-Investitionen einen messbaren und dauerhaften Nutzen, ohne Innovation auszubremsen.“ Wer das verinnerlicht, kann die KI-Investitionen der Jahre 2025 im neuen Jahr in echte Erfolgsgeschichten verwandeln.

IT-Management: Die europäische Perspektive

Europa folgt in Sachen IT und Technologie denselben Trends wie der Rest der Welt – allerdings nicht immer im gleichen Tempo oder auf dem direkten Weg. Das zeigt sich insbesondere bei der Compliance. Mit dem AI-Act, strengeren Vorgaben zur Datennutzung und neuen Anforderungen wie dem Digital Operational Resilience Act (DORA) entsteht ein regulatorisches Umfeld, das höhere Transparenz und Verantwortung beim IT-Management verlangt. 

Marlon Oliver, Senior Vice President EMEA, erklärt: „Europa macht bei KI, Daten und Cloud etwas, das andere Märkte gern auslassen: Es fordert digitale Souveränität. Hier genügt es nicht, Innovationen schnell auszurollen. Unternehmen müssen nachvollziehbare Prozesse, klare Datenführung und belastbare Entscheidungen vorweisen können. Das wirkt streng, ist aber kein Hindernis – es schafft Resilienz und stärkt das Vertrauen in Technologie.“

Deutschland muss sich einer deutlich härteren wirtschaftlichen Realität stellen. Besonders der Mittelstand kämpft mit Kostendruck, Fachkräftemangel und aufgeschobenen Investitionen. Technologie wird hier nicht aus strategischem Überschwang eingeführt, sondern aus unmittelbarer betrieblicher Notwendigkeit. Steve Dunnigan, VP Sales UKI und DACH bei Flexera, betont: „Die entscheidende Frage lautet, wie Cloud, SaaS und KI dort wirken können, wo jeder Euro zählt. Für viele Unternehmen bedeutet das: weniger Experimente, mehr Orientierung; weniger Hype, mehr messbare Effizienz. Wer Komplexität beherrscht, Transparenz schafft und Technologien gezielt dort einsetzt, wo sie Probleme wirklich lösen, verschafft sich 2026 einen entscheidenden Vorsprung.“

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