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Datensicherheit Verschlüsselung sensibler Daten in Unternehmen ist meist Chefsache

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Die Verschlüsselung wichtiger Daten hat für viele Unternehmen eine strategische Bedeutung. Daher erfolgt die Entscheidung darüber meist auf Management-Ebene.

(Bild:  Looker_Studio/Adobe Stock)
(Bild: Looker_Studio/Adobe Stock)

Die Verschlüsselung sensibler Daten ist in Unternehmen in Deutschland mehrheitlich Chefsache: 87,5 Prozent der Business-Entscheider sind ausschlaggebend, wenn es um die Frage der Verschlüsselung von Unternehmensdaten geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Data-Protection-Spezialisten Eperi, die im zweiten Quartal dieses Jahres unter 200 Business-Entscheidern und IT-Experten durchgeführt wurde. 

Zahlreiche Gründe für Verschlüsselung

„Die hohe Sensibilität im Management kann darauf zurückgeführt werden, dass die Codierung von Daten längst keine rein technische Maßnahme mehr ist“, erläutert Andreas Steffen, CEO von eperi. „Den Unternehmen geht es um eine hohe Resilienz im Kampf gegen Cyberkriminalität, Wirtschaftsspionage sowie generell um den Datenschutz.“ 

Zudem habe die breite Diskussion um die zweite EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS2) und die darin verankerte persönliche Haftung der Geschäftsleitung für eine zusätzliche Sensibilisierung in der Führungsebene gesorgt.

Die unterschiedliche Wahrnehmung zwischen den Managern und IT-Profis in der Frage, ob alle sensiblen Daten im Unternehmen verschlüsselt werden, ist eine gefährliche Situation.

IT-Profis codieren weniger

Bei der Frage, ob die Unternehmen die sensiblen Daten verschlüsseln, sind die Ergebnisse nicht nur zwischen den Branchen, sondern auch zwischen den Managern und den IT-Profis deutlich unterschiedlich. Während Banken und Versicherungen mit 84,2 Prozent einen hohen Codierungsgrad sensibler Daten attestieren, sind es im Handel lediglich 37,5 Prozent.

Die Ziele einer Datenverschlüsselung sind sehr unterschiedlich.(Bild:  Eperi)
Die Ziele einer Datenverschlüsselung sind sehr unterschiedlich.
(Bild: Eperi)

Auffällig ist die vor allem Diskrepanz zwischen Management und IT-Profis. Während 71 Prozent der Business-Entscheider angeben, alle sensiblen Daten im Unternehmen zu verschlüsseln, sind lediglich 64,3 der IT-Profis dieser Meinung. 

„Die unterschiedliche Wahrnehmung zwischen den Managern und IT-Profis in der Frage, ob alle sensiblen Daten im Unternehmen verschlüsselt werden, ist eine gefährliche Situation, denn so entstehen Lücken im Datenschutz, die von Cyberkriminellen leicht ausgenutzt werden können oder die potenziell zu Problemen bei der Einhaltung gesetzlicher Regeln führen kann“, kommentiert Andreas Steffen.

Verschlüsselung schützt vor Spionage

In der Frage, was sich das Management von einer Verschlüsselung sensibler Daten als Resultat verspricht, treten unterschiedliche Ziele und Motivationen zutage. 

Vor allem Banken und Versicherungen sowie öffentliche Verwaltungen und Unternehmen im Gesundheitswesen setzen auf Verschlüsselung.(Bild:  Eperi)
Vor allem Banken und Versicherungen sowie öffentliche Verwaltungen und Unternehmen im Gesundheitswesen setzen auf Verschlüsselung.
(Bild: Eperi)

58 Prozent und damit der höchste Anteil der Business-Entscheider wollen mit der Chiffrierung ihre Daten vor staatlicher und industrieller Spionage schützen. Etwas weniger, 48,9 Prozent der Manager, zielen damit auf regulatorische Rechtssicherheit.

Auffällig ist das Verhältnis zwischen Managern und IT-Profis, wenn es um die Abwehr der Cyberkriminalität geht: Während nur 50 Prozent der Manager mit der Verschlüsselung einen Schutz gegen die Cyberkriminalität erreichen wollen, attestieren die IT-Profis mit 60,7 Prozent der Kryptografie deutlich mehr Schutzpotenzial.

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