IDC hat ihre Prognosen für die IT-Branche für 2024 veröffentlicht. Der IDC-Bericht FutureScape liefert die zehn wichtigsten IT-Trends. Unter anderem, wie KI die Technologieentscheidungen beeinflussen wird, wenn Unternehmen ihre digitalen Geschäftsbemühungen verstärken möchten.
(Quelle: monsitj - Adobe Stock)
Die diesjährigen Prognosen zu IT-Trends konzentrieren sich größtenteils auf das Aufkommen von künstlicher Intelligenz als einen wichtigen Wendepunkt in der Technologiebranche. Obwohl KI keine neue Technologie ist – Unternehmen investieren schon seit Jahren massiv in prädiktive und interpretative KI – rückte die Ankündigung der GPT-3.5 Serie von OpenAI Ende 2022 die KI ins Rampenlicht und löste einen Investitionsschub in generative KI aus.
Dementsprechend erwartet IDC, dass die weltweiten Ausgaben für KI-Lösungen bis 2027 auf über 500 Milliarden Dollar ansteigen werden. Infolgedessen werden die meisten Organisationen eine bemerkenswerte Verschiebung technologischer Investitionen in Richtung KI-Implementierung und Adaption von KI-verbesserten Produkten/Dienstleistungen erleben.
Künstliche Intelligenz nimmt zentrale Rolle ein
Rick Villars, Group Vice President von Worldwide Research bei IDC, betonte, dass künstliche Intelligenz in Zukunft eine zentrale Rolle in allen IT-Unternehmen einnehmen wird. Diese Unternehmen werden erhebliche Ressourcen, wie finanzielle Mittel, Fachwissen und Zeit, in die Integration von KI investieren. Laut Villars eröffnet diese Entwicklung für IT-Entscheider und technologieaffine Führungskräfte ein breites Spektrum an neuen und innovativen Produkten und Dienstleistungen, die von KI verbessert sind. Allerdings warnt er vor einer möglichen Überforderung der IT-Abteilungen durch die Vielzahl an KI-gestützte Optionen. Diese könnten Risiken bergen, darunter steigende Kosten, die schwer zu kontrollieren sind, sowie einen potenziellen Verlust der Kontrolle über Daten.
Der IDC FutureScape Research 2024 beschäftigt sich mit äußeren Einflüssen, welche die globale Geschäftswelt in den kommenden zwölf bis 24 Monaten prägen werden. Zudem beleuchten die Predictions die Herausforderungen für Technologie- und IT-Experten. Diese müssen jetzt die passenden Technologien identifizieren, entwickeln und implementieren, um in einer zunehmend digitalisierten Welt erfolgreich zu sein. Hier stellen wir zehn Top-Prognosen zu IT-Trends von IDC vor
1. Verschiebung des Kerns der IT
IDC erwartet, dass die Verschiebung der IT-Ausgaben in Richtung KI schnell und dramatisch sein wird und fast jede Branche und jede Anwendung beeinflusst. Bis 2025 werden Organisationen der Global 2000 (G2000) mehr als 40 Prozent ihrer Kern-IT-Ausgaben auf KI-bezogene Initiativen verlagern, was zu einem zweistelligen Anstieg der Innovationsrate von Produkten und Prozessen führen wird.
2. IT-Trends: KI-Wendepunkt der IT-Branche
Die IT-Industrie wird den Einfluss der KI-Wasserscheide mehr spüren als jede andere Branche, da jedes Unternehmen darum wetteifert, KI-gestützte Produkte/Dienstleistungen einzuführen und ihren Kunden bei KI-Implementierungen zu helfen. Für die meisten wird KI die Cloud als primären Katalysator für Innovationen ersetzen.
3. Turbulenzen bei der Infrastruktur
Das Ausgabentempo vieler Unternehmen für künstliche Intelligenz wird bis 2025 eingeschränkt sein, hervorgerufen durch große Verlagerungen von Arbeitslasten und Ressourcen in firmeneigenen und Cloud-Datenzentren. Unsicherheiten bezüglich der Verfügbarkeit von Silizium werden durch Defizite in den Bereichen Netzwerktechnik, Anlagen, Vertrauen in Modelle und KI-Kompetenzen verstärkt.
4. IT-Trends: Großer Datenraubzug
In einer Welt, in der KI überall ist, sind Daten ein entscheidendes Gut, das KI-Modelle und Anwendungen speist. Technologieanbieter und Dienstleister erkennen dies und werden die Investitionen in zusätzliche Datenbestände, von denen sie glauben, dass sie ihre Wettbewerbsposition verbessern, beschleunigen.
5. Diskrepanz zwischen benötigten und vorhandenen IT-Fähigkeiten
Unzureichende Ausbildung in den Bereichen KI, Cloud, Daten, Sicherheit und aufkommende Technologien wird direkte und negative Auswirkungen auf die Bemühungen von Unternehmen haben, in Technologiebereichen erfolgreich zu sein. Bis 2026 werden unterfinanzierte Kompetenzinitiativen 65 Prozent der Unternehmen davon abhalten, den vollen Wert aus diesen Technologieinvestitionen zu ziehen.
6. Transformation der Dienstleistungsindustrie
GenAI wird eine Änderung in menschlich erbrachten Dienstleistungen für Strategie, Wandel und Schulung auslösen. Bis 2025 werden 40 Prozent der Dienstleistungsverträge eine durch GenAI ermöglichte Bereitstellung beinhalten, was sich auf alles auswirkt - von Vertragsverhandlungen über IT-Betrieb bis hin zur Risikobewertung.
Stand: 16.12.2025
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7. IT-Trends: Einheitliche Steuerung
In den kommenden Jahren wird eine der anspruchsvollsten Aufgaben für IT-Teams darin bestehen, den Reifeprozess von Steuerungsplattformen zu managen. Diese transformieren sich von Plattformen, die nur wenige Basis-Systeme adressieren, hin zu standardisierten Plattformen, die Operationen über Infrastrukturen, Daten, KI-Dienste und Geschäftsanwendungen/-prozesse hinweg koordinieren.
8. Konvergente KI
Die heutige Faszination für GenAI sollte bestehende oder andere KI-Investitionen nicht verzögern oder entgleisen lassen. Organisationen müssen überlegen, Testläufe durchführen und vollständig integrierte KI Lösungen in die Produktion bringen, die es ihnen ermöglichen, neue Nutzungsszenarien und Zielgruppen mit erheblich geringeren Kosten zu bedienen.
9. IT-Trends: Standortbezogenes Erlebnis
Die beschleunigte Einführung von Gen AI wird es Organisationen ermöglichen, ihre Edge Computing Anwendungsfälle mit kontextbezogenen Erfahrungen zu verbessern, die Geschäftsergebnisse besser mit den Kundenerwartungen in Einklang bringen.
10. Digitale Spitzentechnologie
Satellitengestützte Internetkonnektivität wird überall Breitband liefern, um die digitale Kluft zu überbrücken und eine Vielzahl neuer Fähigkeiten und Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Bis 2028 werden 80 Prozent der Unternehmen LEO-Satellitenkonnektivität integrieren und einen einheitlichen digitalen Service schaffen, der einen kontinuierlichen und garantierten Datenfluss gewährleistet.