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Celonis: Process Optimization Report 2026 KI-Agenten: Hohe Erwartungen treffen auf operative Hürden

Verantwortliche:r Redakteur:in: Frida Dumann 3 min Lesedauer

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Celonis veröffentlicht den Process Optimization Report 2026. Mit Blick auf den Einsatz von KI-Agenten im Unternehmenskontext wird eine deutliche Diskrepanz zwischen strategischen Ambitionen und operativer Umsetzungsreife aufgezeigt.

(Bild:  Celonis)
(Bild: Celonis)

Für die jährlich veröffentlichte Studie zur Prozessoptimierung hat Celonis weltweit über 1.600 Führungskräfte befragt, davon 327 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Die Ergebnisse zeigen: Unternehmen weltweit verfolgen ihre KI-getriebenen Zukunftspläne mit Nachdruck.

So wollen sich 85 % der befragten Organisationen (sowohl in DACH als auch international) innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre zu einem sogenannten „Agentic Enterprise“ entwickeln – also zu einem Unternehmen, das KI-Agenten nutzt, um Produktivität und Innovation durch gezielte Automatisierung zu erhöhen. Gleichzeitig räumt jedoch eine Mehrheit ein, dass bestehende Prozesse sie in dieser Hinsicht ausbremsen. Auf internationaler Ebene teilen 76 % der Entscheider diese Ansicht, in der DACH-Region 68 %.

Digitale Zwillinge: DACH führt, KI-Agenten bleiben zurück

Bei der Nutzung von KI-Agenten hinkt die DACH-Region im internationalen Vergleich hinterher: Während in den USA fast jeder dritte Entscheider (30 %) angibt, KI-Agenten im Geschäftsalltag einzusetzen, sind es in der DACH-Region lediglich 17 %. Beim Einsatz digitaler Zwillinge von Geschäftsprozessen hingegen führen hiesige Unternehmen das Feld an: 45 % der Entscheider geben an, die Technologie bereits einzusetzen, weitere 48 % planen die Einführung innerhalb der nächsten zwölf Monate. In den USA hingegen arbeiten erst 26 % mit digitalen Zwillingen. Damit ist die DACH-Region im internationalen Vergleich besonders gut aufgestellt, um KI-Agenten effektiv einzusetzen.

Prozesskontext als Voraussetzung für KI-Einsatz

Die KI-Nutzung erfordert Kontextverständnis für einen nachhaltigen Return on Investment (ROI).(Bild:  Celonis)
Die KI-Nutzung erfordert Kontextverständnis für einen nachhaltigen Return on Investment (ROI).
(Bild: Celonis)

Um autonom, flexibel und zielführend handeln zu können, benötigen KI-Agenten optimierte, KI-fähige Prozesse sowie Prozessdaten und operativen Kontext aus Process Intelligence. Ohne diese Grundlage fehlt der Technologie das Verständnis dafür, wie ein Unternehmen tatsächlich funktioniert und wo sich Abläufe konkret verbessern lassen. Acht von zehn Entscheidern in der DACH-Region wie auch international erwarten daher, dass KI ohne dieses Kontextverständnis keinen nachhaltigen Return on Investment (ROI) liefern wird.

Zentrale Report-Ergebnisse: KI-Agenten als Schlüssel zur Automatisierung

  • Hohe Erwartungen: Neun von zehn Unternehmen weltweit sowie in der DACH-Region nutzen bereits Multi-Agenten-Systeme oder evaluieren deren Einsatz, um komplexe Entscheidungsprozesse zu automatisieren.
  • Fachwissen, Kontext und fehlende Abstimmung als größte Hürden: International betrachtet liegen die größten Hürden bei der Einführung von KI in fehlendem Fachwissen (47 %) sowie in der Schwierigkeit, der Technologie ein belastbares Verständnis des Unternehmenskontexts zu vermitteln (45 %). Entscheider in der DACH-Region sehen in letzterem Punkt die größte Hürde (64 %), gefolgt von einer unzureichenden Abstimmung zwischen IT und Geschäftsbereichen (50 %).
  • Silos behindern effektiven KI-Einsatz: 58 % der international befragten Verantwortlichen für Prozesse und Operations berichten von fehlender bereichsübergreifender Zusammenarbeit, in der DACH-Region sind es sogar zwei Drittel (67 %). Fragmentierte Arbeitsprozesse und Informationssilos verhindern die durchgängige Transparenz, die für den erfolgreichen Einsatz von Enterprise AI erforderlich ist.
  • Wettbewerbsdruck als Treiber: 89 % der befragten Führungskräfte weltweit und 86 % in DACH sehen in KI den wichtigsten Hebel, um sich im Markt zu differenzieren und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Mithilfe von Process Intelligence verstehen KI-Agenten Prozesse über Abteilungen und Systeme hinweg.(Bild:)
Mithilfe von Process Intelligence verstehen KI-Agenten Prozesse über Abteilungen und Systeme hinweg.
(Bild:)

Angesichts der Diskrepanz zwischen Anspruch und operativer Realität müssen Unternehmen bei der Implementierung von KI-Projekten über punktuelle und isolierte Automatisierungsvorhaben hinausgehen. Die Studienergebnisse machen deutlich, dass KI die komplexe Realität von Unternehmen nur dann erfassen kann, wenn sie auf Process Intelligence basiert und nicht nur einzelne, einfache Aufgaben ausführt. Process Intelligence liefert die „gemeinsame Sprache“, die es KI-Agenten ermöglicht, Prozesse über Abteilungen und Systeme hinweg zu verstehen, Reibungspunkte zu identifizieren und Maßnahmen umzusetzen, die tatsächlich messbare Geschäftsergebnisse erzielen. 

Carsten Thoma, President und Board Director bei Celonis, erklärt: „Während viele Entscheider den Einsatz agentischer KI entschlossen vorantreiben, fällt es derzeit noch schwer, diese Ambitionen in einen konkreten Return on Investment zu überführen. Damit KI im Unternehmen tatsächlich wirksam wird, braucht es mehr als nur Daten. Entscheidend ist der operative Kontext. Mithilfe von Process Intelligence erhält KI ein einheitliches und umfassendes Verständnis dafür, wie ein Unternehmen tatsächlich arbeitet und wo sich Abläufe verbessern lassen. So wird aus ambitionierten Zielen kontinuierlicher, messbarer Mehrwert.“

Zur Methodik der Studie: Die Studie "Process Optimization Report 2026" wurde von Insight Avenue, einem Anbieter von B2B- und Technologieforschung, im Auftrag von Celonis durchgeführt. Insgesamt wurden 1.649 Interviews geführt, jeweils rund 320 pro Region (327 in DACH) sowie rund 400 pro Funktionsbereich. Die Befragung fand im Juni und Juli 2025 statt. Befragt wurden Führungskräfte aus Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 500 Millionen US-Dollar aus verschiedenen Branchen.

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