Ein neuer Bericht von Cloudflare zu Cyberbedrohungen 2026 zeigt, dass sowohl nationalstaatliche Akteure als auch Cyberkriminelle ihren Fokus vom „Eindringen“ zum „Einloggen“ verlagern.
Cloudflare, Inc., Anbieter im Bereich Connectivity Cloud, hat jetzt den ersten Bedrohungsbericht 2026 veröffentlicht. Die Analyse basiert auf der Fachkompetenz des Cloudforce-One-Teams für Bedrohungsforschung sowie auf der enormen Dimension der globalen Infrastruktur von Cloudflare und beleuchtet, wie grundlegend sich moderne Cyberbedrohungen verändert haben. Die Daten zeigen, dass Angreifer DDoS-Angriffe in einem noch nie dagewesenen Ausmaß nutzen, KI-Systeme einsetzen, um Schwachstellen auszunutzen, und weiterhin traditionelle Schwachstellen wie E-Mails angreifen, um Wege zu finden, sich anzumelden anstatt einzudringen.
Dank KI sind Bedrohungsakteure schneller als je zuvor
Der Bericht 2026 wappnet Sicherheitsteams gegen neue Cyberbedrohungen und beschreibt die Taktiken und Trends hinter den 230 Milliarden Bedrohungen, die Cloudflare im Durchschnitt jeden Tag blockiert. Da KI es für jeden einfacher macht, ausgeklügelte Angriffe zu starten, sind die Bedrohungsakteure schneller als je zuvor. Sie lassen nicht nur Websites zum Absturz bringen. Im Hintergrund infiltrieren sie Gehaltsabrechnungssysteme und bringen Software dazu, ihnen zu vertrauen. Bei der Sicherheit geht es nicht mehr darum, Fremde fernzuhalten, sondern darum, zu beweisen, dass Benutzer in einem Netzwerk auch wirklich die sind, für die sie sich ausgeben.
Matthew Prince, Mitgründer und CEO von Cloudflare, kommentiert: „Hacker profitieren von den Lücken, die fragmentierte, veraltete Bedrohungsdaten hinterlassen. Bei Cloudflare haben wir das größte und umfassendste Sensornetzwerk der Welt aufgebaut. Dies verschafft uns einen Logenplatz bei Cyberbedrohungen, die für alle anderen unsichtbar bleiben. Indem wir diese Informationen mit der Welt teilen, schließen wir bestehende Lücken und kehren das Kräfteverhältnis zugunsten der Verteidiger um. Das Ergebnis ist ein sichereres und verlässlicheres Internet, in dem es für Hacker grundsätzlich schwieriger und kostspieliger wird zu agieren.“
Die wichtigsten Trends bei den Cyberbedrohungen
Im vergangenen Jahr hat Cloudforce One Billionen von Netzwerksignalen sowie Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) von Bedrohungsakteuren analysiert, um die häufigsten Angriffsvektoren, staatliche Spionagemethoden und die realen Auswirkungen von KI auf Cyberangriffe aufzudecken. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählen:
KI beseitigt die technische Einstiegshürde für Angriffe: Bedrohungsakteure verwenden Large Language Models (LLMs), um Netzwerke in Echtzeit abzubilden, neue Exploits zu entwickeln und hyperrealistische Deepfakes zu erstellen. Cloudforce One verfolgte einen Angreifer, der KI nutzte, um den Speicherort wichtiger Daten zu ermitteln. Dadurch konnte der Akteur Hunderte von Unternehmensmandanten kompromittieren – SaaS-Anwendungen mit hohem Volumen, die es mehreren Organisationen ermöglichen, Ressourcen in einem der bedeutendsten Supply Chain-Angriffe aller Zeiten zu nutzen. Staatlich gesponserte Akteure von China gehen zu Präzisionsangriffen über: Staatlich unterstützte Akteure, insbesondere Salt Typhoon und Linen Typhoon, haben ihren Fokus auf nordamerikanische Telekommunikation, Regierungsstellen und IT-Dienstleister verlagert. Dabei wechseln sie von klassischer Spionage zu dauerhaftem „Pre-Positioning“ – also dem Platzieren von Code in Netzwerken oder Systemen eines rivalisierenden Staates, um künftige Angriffe vorzubereiten – innerhalb der kritischen Infrastruktur der USA. Unternehmensidentitäten werden gekapert: Nordkoreanische Agenten nutzen KI-generierte Deepfakes und gefälschte Identitäten, um Einstellungsprozesse zu umgehen und staatlich unterstützte Kräfte direkt in die Gehaltslisten westlicher Unternehmen einzuschleusen. Mithilfe US-basierter „Laptop-Farmen“ verschleiern diese Akteure zudem ihren tatsächlichen Standort. DDoS-Angriffe übersteigen die menschlichen Reaktionsfähigkeiten: Große Botnetze wie Aisuru haben sich zu Bedrohungen auf nationaler Ebene entwickelt, die in der Lage sind, die Netzwerke ganzer Länder lahmzulegen. Mit Angriffen in nie dagewesenem Ausmaß, die 31,4 Tbit/s erreichen, erfordern diese schnellen Angriffe nun eine vollständig autonome Verteidigung.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Cyberbedrohungen: Wandel in Aggressivität und Methoden
Blake Darché, Head of Threat Intelligence von Cloudforce One bei Cloudflare, erklärt: „Bedrohungsakteure ändern ständig ihre Taktiken, finden neue Schwachstellen, die sie ausnutzen können, und Wege, ihre Opfer zu überwältigen. Um nicht überrascht zu werden, müssen Unternehmen von einer reaktiven Haltung zu einer solchen übergehen, die sich auf verwertbare Echtzeit-Bedrohungsdaten stützt. Dieser Bericht dient als richtungsweisende Analyse, um das Ausmaß der Angriffe und den Wandel in Aggressivität und Methoden der Angreifer zu verstehen. Die Botschaft an Verteidiger ist klar: Setzt auf Bedrohungsdaten und Echtzeit-Informationen – sonst geratet ihr ins Hintertreffen in einem Wettlauf mit nie dagewesenem Einsatz.“
Cloudforce One nutzt Telemetriedaten aus dem globalen Netzwerk von Cloudflare, das etwa 20 Prozent des Internets schützt, um Cyberbedrohungen zu analysieren und gezielt darauf zu reagieren. So werden kritische Systeme von Millionen Organisationen weltweit geschützt. Mit der Plattform Connectivity Cloud von Cloudflare können Unternehmen ihre Mitarbeiter, Anwendungen und Netzwerke schützen, deren Performance steigern und gleichzeitig Komplexität und Kosten verringern.