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Infrastruktur für KI KIT baut neues KI-Rechenzentrum für die Wissenschaft

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird ein neues Rechenzentrum für künstliche Intelligenz und wissenschaftliches Rechnen errichten. Das KI-Rechenzentrum soll Forschenden, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg eine noch leistungsfähigere Infrastruktur bieten.

In dem geplanten KI-Rechenzentrum des KIT ermöglichen Hochleistungsverbindungs-Leitungen die Vernetzung zahlreicher Systeme.(Bild:  Andreas Drollinger)
In dem geplanten KI-Rechenzentrum des KIT ermöglichen Hochleistungsverbindungs-Leitungen die Vernetzung zahlreicher Systeme.
(Bild: Andreas Drollinger)

Die Forschung in der Medizin, an umweltschonender Energieversorgung oder modernen KI-Anwendungen erfordert enorme Rechenkapazitäten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den energieeffizienten Betrieb von Rechenzentren. Mit dem neuen KI-Rechenzentrum will das KIT die Voraussetzungen schaffen, um den wachsenden Bedarf an Rechenleistung abzudecken und gleichzeitig die digitale Infrastruktur nachhaltiger zu gestalten. Das neue Rechenzentrum für künstliche Intelligenz und wissenschaftliches soll durch die Nutzung der Abwärme einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Bund und das Land Baden-Württemberg fördern das Vorhaben mit 24 Millionen Euro.

KI-Rechenzentrum als Grundlage für KI-Anwendungen der Zukunft

Professorin Dr. Kora Kristof ist Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit am KIT.(Bild:  Markus Breig/KIT)
Professorin Dr. Kora Kristof ist Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit am KIT.
(Bild: Markus Breig/KIT)

Professorin Dr. Kora Kristof, Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT), erläutert: „Digitalisierung und Nachhaltigkeit gehören für uns zusammen. Mit dem neuen KI-Rechenzentrum schaffen wir die Grundlage für die Forschung und KI-Anwendungen der Zukunft. Gleichzeitig nutzen wir die entstehende Abwärme, um Gebäude auf dem Campus zu beheizen und optimieren den Betrieb des Rechenzentrums nach Nachhaltigkeitskriterien. So stärken wir die digitale Infrastruktur und treiben die Defossilisierung des KIT sowie andere Nachhaltigkeitsaspekte weiter voran.“

Mit dem neuen KI-Rechenzentrum schaffen wir die Grundlage für die Forschung und KI-Anwendungen der Zukunft.

Dr. Kora Kristof, KIT

Infrastruktur wächst mit dem Bedarf

Professor Dr. Martin Frank ist Direktor des Scientific Computing Center (SCC) am KIT.(Bild:  KIT)
Professor Dr. Martin Frank ist Direktor des Scientific Computing Center (SCC) am KIT.
(Bild: KIT)

Professor Dr. Martin Frank, Direktor des Scientific Computing Center (SCC) am KIT, ergänzt: „Leistungsfähige Rechenzentren sind Voraussetzung für viele wissenschaftliche Durchbrüche und für den erfolgreichen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Ob bei der Entwicklung neuer Medikamente, der Erforschung des Klimawandels oder der Gestaltung nachhaltiger Energiesysteme: Ohne große Rechenkapazitäten lassen sich viele Herausforderungen nicht bewältigen.“

Die Anlage soll zunächst eine elektrische Leistung von rund zwei Megawatt haben. Diese Rechenleistung ermöglicht es, mehrere große wissenschaftliche Simulationen und KI-Anwendungen parallel zu betreiben. Dank modularer Bauweise und eines Stromanschlusses von bis zu zehn Megawatt kann die Rechenkapazität bei steigendem Bedarf erweitert werden.

Mehr Auslastung, weniger Leerlauf im KI-Rechenzentrum

„Rechenleistung ist eine wertvolle Ressource. Unser Ziel ist deshalb ein System, das gewissermaßen mit dem Bedarf atmet“, sagt Dr. Martin Nußbaumer, ebenfalls Direktor des SCC am KIT. „Tagsüber stellt es mehr Kapazitäten für KI-Anwendungen bereit, wenn diese besonders gefragt sind. Nachts nutzt es dieselbe Infrastruktur für rechenintensive Simulationen, etwa in der Klimaforschung. So vermeiden wir ungenutzte Kapazitäten und stärken gleichzeitig mit einem gut ausgebauten KI-Angebot die digitale Souveränität durch eine intelligente Nutzung vorhandener Ressourcen.“

Das KI-Rechenzentrum entsteht in unmittelbarer Nähe zum Blockheizkraftwerk auf dem Campus Nord des KIT. Die bei den Rechnern entstehende Wärme soll über Wärmepumpen in das Wärmenetz des Campus eingespeist werden. Auf diese Weise kann das KI-Rechenzentrum künftig einen großen Teil des Wärmebedarfs der Gebäude dort decken und den Einsatz fossiler Energieträger reduzieren.

Die Bauarbeiten sollen schnellstmöglich beginnen und spätestens Ende 2029 abgeschlossen sein. Die ersten Rechner sollen 2030 in Betrieb gehen. Sie ersetzen dann bestehende Systeme des KIT und schaffen zusätzliche Kapazitäten für datenintensive Forschung. Das Vorhaben mit geschätzten Gesamtkosten von 24 Millionen Euro für den Bau ist Teil der Schnellbauinitiative des Bundes, mit der wichtige Infrastrukturprojekte für Wissenschaft, Digitalisierung und Innovation deutlich schneller als bisher umgesetzt werden sollen.

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