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Unternehmens-KI Unzureichende Datenbasis bremst Unternehmen beim KI-Einsatz aus

Von Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Sieben von zehn Unternehmen in Deutschland verzeichnen inzwischen einen messbaren Return on Investment aus künstlicher Intelligenz, zeigt der neue AI Momentum Index von Dun & Bradstreet. Aber nur drei Prozent geben an, dass die vorhandene Datenbasis vollständig für die KI-Nutzung bereit sei.

(Bild:  © mh.desing/stock.adobe.com)
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Laut dem neuen AI Momentum Index von Dun & Bradstreet berichtet ein Anteil von 50 Prozent der befragten Unternehmen von punktuell messbarem Return on Investment (ROI) in einzelnen KI-Projekten, weitere 23 Prozent erzielen einen breiten oder starken ROI über mehrere Projekte hinweg. Allerdings geben nur drei Prozent der Unternehmen an, dass ihre Datenbasis vollständig bereit sei, um KI im großen Maßstab zu tragen.

Gary Kotovets ist Chief Data and Analytics Officer bei Dun & Bradstreet.(Bild:  Dun & Bradstreet)
Gary Kotovets ist Chief Data and Analytics Officer bei Dun & Bradstreet.
(Bild: Dun & Bradstreet)

„Die Herausforderung besteht heute darin, dass die KI-Adoption die Datenreife überholt hat. Erste Erträge aus einzelnen Pilotprojekten sehen inzwischen die meisten Organisationen, zu einem breiten, unternehmensweiten Erfolg hat das bislang aber nur bei wenigen geführt", kommentiert Gary Kotovets, Chief Data and Analytics Officer bei Dun & Bradstreet. „Die derzeit modernsten KI-Systeme sind ausgesprochen leistungsfähig, doch der entscheidende Faktor für ihre Wirksamkeit ist der richtige Kontext. KI in verifizierten Informationen zu verankern, sodass Fakten bestätigt und Integrationen aufgebaut werden können, ist fundamental für die Einführung agentischer Workflows.“

Die derzeit modernsten KI-Systeme sind ausgesprochen leistungsfähig, doch der entscheidende Faktor für ihre Wirksamkeit ist der richtige Kontext.

Gary Kotovets, Dun & Bradstreet

Deutschland rollt KI schneller aus, als die Datenbasis nachkommt

69 Prozent der deutschen Unternehmen skalieren, operationalisieren oder nutzen bereits agentische Workflows, global sind es 60 Prozent. Bei der Reife der Datenbasis fällt Deutschland hingegen zurück: Nur drei Prozent bewerten ihre Daten als vollständig bereit, global immerhin sechs Prozent. Am Investitionswillen mangelt es nicht, 79 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten in den nächsten zwölf Monaten steigende KI-Ausgaben, gegenüber rund 67 Prozent weltweit. Der KI-Einsatz in Unternehmen erreicht damit erkennbar eine reifere Phase, ohne dass die Datengrundlage bislang Schritt hält.

Reife der Datenbasis bleibt der Engpass

Der Blick auf die Details zeigt, wo genau es hakt: 45 Prozent der Unternehmen beschreiben ihre Datenbasis als teilweise, 43 Prozent als weitgehend bereit für KI-basierte Wertschöpfung im großen Maßstab, bei fast jedem zehnten Unternehmen sind sie kaum bis gar nicht darauf vorbereitet. Zwischen den Daten, die frühe KI-Fortschritte ermöglichen und den Daten, die skalierbaren, wiederholbaren ROI im gesamten Unternehmen tragen, klafft damit weiterhin eine deutliche Lücke. Auch beim Risikomanagement bleibt die Unsicherheit groß, nur 36 Prozent der Unternehmen fühlen sich gut oder sehr gut aufgestellt, um Risiken wie Bias, Datenschutz oder Compliance im Zusammenhang mit KI zuverlässig zu erkennen und zu steuern.

Erfolgreiche KI-Nutzung erfordert Identity-Infrastruktur

Was das für Unternehmen praktisch bedeutet, erklärt Gary Kotovets: „Damit KI gute Entscheidungen treffen kann, ob im Team, im System oder als eigenständig arbeitender KI-Agent, braucht sie einen verlässlichen Überblick über den konkreten Geschäftskontext des Unternehmens. Genau das liefert unsere Identity-Infrastruktur, sie verankert KI in echten, geprüften Unternehmensdaten und gibt Unternehmen die Sicherheit, ihre KI-Agenten wirklich selbstständig arbeiten zu lassen."

Der AI Momentum Index von Dun & Bradstreet zeigt 2026 einen stetigen Fortschritt bei Adoption und Reife von KI, auch wenn die Datengrundlage eine Herausforderung bleibt. Die Erwartungen an KI bleiben dabei hoch, 78 Prozent der deutschen Unternehmen rechnen im kommenden Quartal mit konkreten neuen Produkten, Geschäftsmodellen oder operativen Verbesserungen durch KI, deutlich mehr als die 56 Prozent im globalen Schnitt. Die Ergebnisse des dritten Quartals legen nahe: Die nächste Phase verlangt von den Unternehmen, ihre Datenreife zu verbessern und so frühen, ungleich verteilten ROI in konsistentere Erträge im Unternehmensmaßstab zu überführen.

Zur Methodik der Studie: Die „AI Momentum Survey“ von Dun & Bradstreet ist eine quartalsweise durchgeführte Befragung von rund 10.000 Unternehmen in 32 Ländern. Sie untersucht, wie schnell Unternehmen KI einführen, wie sich Investitionen entwickeln und welche Ergebnisse über die Zeit erzielt werden. Dun & Bradstreet ist ein Anbieter für verifizierte Wirtschafts- & Entitätsdaten, die den unternehmensweit skalierten Produktiveinsatz von KI ermöglichen.

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