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KI-Strategie KI am Arbeitsplatz: Mit wachsender Berufserfahrung steigt das Vertrauen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt in rasantem Tempo. Eine neue Studie von Freshworks zeigt dabei einen wichtigen Trend: Je mehr Berufserfahrung, desto größer das Vertrauen in KI am Arbeitsplatz. Vor allem Führungskräfte setzen verstärkt auf KI-gestützte Tools, während jüngere Mitarbeiter noch zögern

(Bild:  © lenblr/stock.adobe.com)
(Bild: © lenblr/stock.adobe.com)

Laut dem aktuellen „AI Workplace Report“ von Freshworks geben 20 Prozent der deutschen Führungskräfte auf C-Level, VP- und Director-Ebene sowie 21 Prozent der Manager an, KI am Arbeitsplatz völlig zu vertrauen. Im Vergleich dazu teilen nur 13 Prozent der Teamleiter, zehn Prozent der Fachkräfte ohne Führungsverantwortung und kein einziger Praktikant diese Einschätzung. Es entsteht ein deutliches Bild: Je höher die Position, desto größer das Vertrauen in KI.

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung im Jahresvergleich. Bei Führungskräften und Managern ist das Vertrauen um 62 Prozent gestiegen, bei Teamleitern um 53 Prozent, und bei Mitarbeitenden ohne Führungsverantwortung um 39 Prozent. Selbst unter Praktikanten ist es um 57 Prozent gestiegen. Diese Unterschiede deuten darauf hin, dass ein besseres Verständnis für die strategischen Potenziale von KI eng mit Vertrauen in deren Einsatz verknüpft ist – insbesondere bei denjenigen, die für unternehmerische Ergebnisse und digitale Transformationsprozesse verantwortlich sind.

KI am Arbeitsplatz: Was deutsche Unternehmen daraus lernen können

Die Zahlen spiegeln einen übergeordneten Trend in Deutschland wider: KI wird zunehmend zum Treiber betrieblicher Abläufe, während das Vertrauen vor allem in den oberen Etagen wächst. Führungskräfte investieren nicht nur in entsprechende Technologien, sondern integrieren sie aktiv in Arbeitsprozesse, Customer Experience und Produktivitätsstrategien.

Doch die Skepsis auf den unteren Hierarchieebenen bleibt ein zentrales Hindernis. Junge Mitarbeitende und Berufseinsteiger nutzen oft KI-gestützte Systeme. Dazu gehören Kundenservice, CRM und Datenanalyse. Wenn das Vertrauen fehlt, bleiben Potenziale ungenutzt und Systeme ineffizient eingesetzt. Um das volle Potenzial von KI zu entfalten, sollten Unternehmen gezielt in folgende Maßnahmen investieren:

  • Praxisnahe Schulungen und Trainings, die Mitarbeitenden den Nutzen von KI konkret erkennbar machen.
  • Transparente Rahmenbedingungen, die nachvollziehbar erklären, wie KI-gestützte Entscheidungen entstehen.
  • Eine offene Innovationskultur, in der alle Beschäftigten sich ermutigt fühlen, neue Technologien mitzugestalten.

Vertrauen in die KI ist essenziell

KI wird zum festen Bestandteil moderner Arbeit. Vertrauen ist dafür nicht optional, sondern essenziell. Für deutsche Unternehmen wird es entscheidend sein, Vertrauen in KI über alle Hierarchieebenen hinweg aufzubauen, insbesondere bei Mitarbeitenden mit weniger Berufserfahrung. Die Fähigkeit, auch bei Nachwuchskräften Akzeptanz und Verständnis für KI zu fördern, entwickelt sich immer mehr zu einem strategischen Erfolgsfaktor. Sie ist nicht nur wesentlich für die breite Nutzung entsprechender Technologien, sondern auch für einen ethisch vertretbaren, transparenten und menschenorientierten Umgang mit KI im Unternehmen.

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