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HR-Trends 2026 Arbeitsplatz: KI-Nutzung ohne Vertrauen wird scheitern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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In diesem Jahr wird der HR-Bereich von drei Trends geprägt, die Auswirkungen auf den Arbeitsplatz sowie Führungskräfte und Mitarbeiter haben werden. Demnach wird KI ohne Vertrauen scheitern, Modelle zur Talententwicklung müssen flexibel sein und die Ära des Employee-Enablement wird beginnen.

(Bild:  © Exnoi/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © Exnoi/stock.adobe.com - generiert mit KI)

„Da sich der Arbeitsplatz schneller denn je verändert, können es sich Führungskräfte nicht mehr leisten, nur zu beobachten und zu reagieren. Sie müssen die ihnen zur Verfügung stehenden Daten und Erkenntnisse über die Belegschaft nutzen, um zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und sich schnell an veränderte Arbeits- und Markttrends anzupassen“,sagt Rachel Barger, President, GTM bei UKG.
Die Megatrends 2026 zeigen, dass es Vorteile bringt, Veränderungen zu akzeptieren – sei es beim Einsatz von künstlicher Intelligenz mit einem menschenorientierten Ansatz, bei der Einführung flexibler Talentmodelle oder wenn es darum geht, Arbeitsbedingungen zu schaffen, bei denen sich Mitarbeitende entfalten können.

Arbeitsplatz: Vertrauen und Verständnis als Schlüssel zum KI-Erfolg

Die Realität: Great Place to Work hat herausgefunden, dass zwei Drittel der Unternehmen kulturell nicht auf die KI-Transformation vorbereitet sind, während eine Studie von UKG zeigt, dass nur 53 Prozent der Frontline-Beschäftigten glauben, dass ihr Arbeitgeber sie auf einen KI-getriebenen Arbeitsplatz vorbereitet.

Die Lösung: Unternehmen, die den Aufbau von Vertrauen und die funktionsübergreifende Zusammenarbeit in den Vordergrund stellen – insbesondere die Zusammenarbeit zwischen IT, HR und Kommunikation – werden den schwer fassbaren Wert der KI erschließen können. Führungskräfte, insbesondere Vorgesetzte an der Frontline, müssen geschult werden und sich offen für KI-Initiativen einsetzen. Technologie allein treibt die Einführung nicht voran. Das tun Menschen.

Was das für Mitarbeiter bedeutet: In einem Umfeld, in dem digitale Zusammenarbeit schnell zur Norm wird, sollten Mitarbeitende gezielte KI-Kompetenzen entwickeln, die die Kernarbeitsabläufe rationalisieren und auf die Bedürfnisse ihres Unternehmens oder ihrer Branche abgestimmt sind, wodurch ihr Wert und ihre Wachstumsmentalität gestärkt werden.

Realität des Talent-Ökosystems: Diese Faktoren fördern die Mitarbeiterbindung

Die Realität: Der Fachkräftemangel verschärft sich aufgrund des demografischen Wandels, der sinkenden Erwerbsbeteiligung und der wachsenden Qualifikationslücken. Dies hat zu einer Fachkräftekrise geführt, die mit traditionellen Einstellungsverfahren nicht gelöst werden kann. Gleichzeitig schmerzt der Verlust guter Mitarbeitender umso mehr, wenn qualifizierte Fachkräfte rar sind. Eine aktuelle Studie von UKG zeigt, dass Arbeitszeiten und begrenzte Karrierechancen die Hauptgründe dafür sind, dass Beschäftigte mit einem Frontline-Arbeitsplatz kündigen.

Die Lösung: Es sollte ein adaptives Talent-Ökosystem geschaffen werden, das Vollzeit-, Teilzeit-, Kurzzeit- und KI-gestützte Rollen miteinander verbindet. Durch gezielte Weiterbildung von Mitarbeitenden, können Unternehmen sie dort einsetzen, wo sie am meisten gebraucht werden. Mit Hilfe flexibler Talentmodelle erhalten Mitarbeitende mehr Kontrolle darüber, wo, wann und wie viel sie arbeiten – dies löst sowohl Probleme bei der Rekrutierung als auch bei der Mitarbeiterbindung.

Was das für Mitarbeiter bedeutet: Um in einem sich wandelnden Talent-Ökosystem relevant zu bleiben, müssen Mitarbeitende anpassungsfähige Kompetenzen entwickeln, die in verschiedenen Rollen und Abteilungen eingesetzt werden können, da die Arbeitsmodelle immer flexibler werden.

Ära des Employee Enablement: Strategien für Autonomie und Personalisierung

Die Realität: Das Engagement der Mitarbeitenden ist weltweit nach wie vor gefährlich niedrig, was Unternehmen Milliarden kostet. Die Ursache? Geringes Vertrauen und mangelnde Befähigung. Eine Studie von UKG hat herausgefunden, dass zwei von fünf Mitarbeitern keine Entscheidungsbefugnis haben, selbst bei grundlegenden Aufgaben wie der Lösung von Kundenproblemen oder der Verbesserung von Prozessen.

Die Lösung: Führungskräfte sollten ihren Fokus von Engagement-Programmen auf Befähigungsstrategien verlagern, um eine vertrauensbasierte Kultur aufzubauen und gleichzeitig Autonomie, Zugang zu Tools und personalisierte, ganzheitliche Unterstützung für das Wohlbefinden zu bieten. Laut jahrzehntelangen Untersuchungen von Great Place To Work führen vertrauensvolle Kulturen zu 42 Prozent mehr freiwilligem Engagement, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten.

Was das für Mitarbeiter bedeutet: In Umgebungen mit hohem Vertrauen sollten Mitarbeitende aktiv und überlegt neue Tools und Lösungen, erforderliche Ressourcen oder Hindernisse identifizieren, die sich auf die Leistung am Arbeitsplatz auswirken. Das Aufzeigen von Problemen und das Empfehlen von Lösungen gegenüber Führungskräften stärkt den Gesamteinfluss eines Mitarbeitenden. Mit der Unterstützung des Managements können Mitarbeitende mehr als nur Probleme identifizieren, sie können zu Problemlösern werden.

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Weitere Informationen bietet UKG bei dem Webinar Megatrends 2026: Die Zukunft der Arbeit aktiv gestalten am 5. Februar 2026. Makaya Made, Senior Presales Solution Consultant, UKG, wird dabei erläutern, wie sich mit Hilfe der KI die Produktivität steigern lässt sowie Transparenz und Akzeptanz gefördert werden können – ohne den Menschen aus dem Fokus zu verlieren.