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Die Zukunft im Personalwesen KI im Personalwesen: Zufriedene Belegschaft erreichen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Heiner Sieger 4 min Lesedauer

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In den vergangenen Jahren hat die Coaching-Branche erhebliche Fortschritte gemacht, insbesondere in Bezug auf die Zugänglichkeit und Demokratisierung von Coaching. Vom Face-to-Face-Coaching über das Telefon-Coaching bis hin zum Live-Video-Coaching haben diese Entwicklungen dazu beigetragen, Coaching für breitere Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Dank künstlicher Intelligenz wird es noch demokratischer und auf allen Ebenen der Personalentwicklung etabliert.

(Bild: unsplash/Brooke Cagle  / Unsplash)
(Bild: unsplash/Brooke Cagle / Unsplash)

Das vergangene Jahr stand in vielen Branchen komplett im Zeichen der generativen künstlichen Intelligenz (KI). Die Veröffentlichung von ChatGPT durch das UNternehmen OpenAI im November 2022 brachte damit eine Technologie, die bis dahin eher ein Nischendasein führte quasi über Nacht in den Mainstream. Seitdem ist jeder Zweifel ausgeräumt: KI hat das Potenzial, die gesamte Landschaft der Personalstrategien von Unternehmen zu verändern. Sie ermöglicht es, allgemeine Herausforderungen für Einzelpersonen zu identifizieren und sogar potenzielle Probleme vorherzusagen, noch bevor sie auftreten. Hier kommen datengetriebene, KI-gestützte Coaching-Programme ins Spiel, die auf jedes Individuum zugeschnitten sind und individuelle Bedürfnisse und Ziele berücksichtigen.

KI im Personalwesen: Daten und Insights

In der Geschäftswelt nutzen viele Unternehmen seit einiger Zeit traditionelle KI. Wirklich neu ist also nicht die KI selbst, sondern die generative KI. Letztere ist in der Lage, Muster in den zugrunde liegenden Daten zu erkennen und auf Basis dieser Muster neue und originelle Inhalte zu generieren. Im Gegensatz dazu beschränkt sich die traditionelle KI auf die Verarbeitung von Daten und die Bereitstellung von erwarteten Ergebnissen, wie zum Beispiel Analysen oder Vorhersagen. Für diese weiterentwickelte Technologie haben sich in den vergangenen Jahren insbesondere im Unternehmenskontext zahlreiche Anwendungen etabliert.

Im Bereich der Personalentwicklung bietet KI die Möglichkeit der Umwandlung von Daten in wertvolles Wissen. Dieses Wissen hilft Unternehmen, ihre Mitarbeitenden effektiver zu entwickeln, Probleme frühzeitig zu erkennen und ihre langfristige Strategie anzupassen. Auch bei der strategischen Planung und der Optimierung von Arbeitsprozessen können die durch KI gewonnenen Erkenntnisse eine wichtige Rolle spielen. Beispielsweise können Unternehmen besser verstehen, welche Fähigkeiten und Qualifikationen in Zukunft benötigt werden, um den sich ständig ändernden Marktanforderungen gerecht zu werden. Dies ermöglicht eine gezieltere Auswahl und Weiterbildung von Mitarbeitenden, um den Unternehmenserfolg im Wettbewerbsumfeld zu sichern.

KI im Personalwesen und Personalisierung

Die Personalentwicklung in Unternehmen war schon immer eine Herausforderung. Jeder Mitarbeitende hat einzigartige Stärken, Schwächen und Entwicklungsbedürfnisse. Traditionelle Lernangebote und Schulungen können zwar wertvoll sein, sind jedoch oft nicht auf individuelle Anforderungen zugeschnitten.

Mithilfe von Datenanalysen und maschinellem Lernen kann KI das Verhalten und die Leistung jedes Mitarbeitenden kontinuierlich überprüfen und auswerten. Dies ermöglicht es, individuelle Muster und Bedürfnisse zu erkennen. Zum Beispiel kann die KI feststellen, dass ein Mitarbeitender Schwierigkeiten beim Zeitmanagement hat, während ein anderer vielleicht Unterstützung bei der Entwicklung von Soft Skills benötigt.

Mit diesem tiefen Verständnis der individuellen Anforderungen kann die KI das Lernen personalisieren. Dies ist ein Paradigmenwechsel in der Personalentwicklung. Statt einer Einheitslösung erhalten die Mitarbeitenden maßgeschneiderte Unterstützung, um ihre Fähigkeiten und Leistung zu verbessern.

Proaktive Problemvermeidung

KI geht jedoch über die reine Personalisierung hinaus. Sie hat auch die Fähigkeit, potenzielle Probleme vorherzusagen, noch bevor sie auftreten. Die Daten, die von KI-Systemen gesammelt werden, können dazu verwendet werden, frühzeitig auf mögliche Leistungsprobleme hinzuweisen.

Ein einfaches Beispiel ist die Identifizierung von Burnout-Gefahr. KI kann anhand von Verhaltensdaten und Feed­back-Informationen erkennen, ob ein Mitarbeitender Anzeichen von Überlastung zeigt. Auf dieser Grundlage können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um den Mitarbeitenden zu entlasten und zu unterstützen, bevor es zu einem ernsthaften Problem wird.

In ähnlicher Weise kann KI auch bei der Identifizierung von Wissenslücken und Entwicklungsbedarf helfen. Indem sie Trends in den Daten analysiert, kann die KI vorhersagen, welche Fähigkeiten in Zukunft besonders gefragt sein werden, und die Mitarbeitenden entsprechend schulen.

KI im Personalwesens – Wie sieht die Zukunft aus?

KI hat zweifellos das Potenzial, die Personalstrategien von Unternehmen zu revolutionieren. Durch personalisierte Lernreisen und die Fähigkeit, potenzielle Probleme vorherzusagen, kann KI die Mitarbeiterleistung erheblich steigern und Unternehmen zu einem neuen Level von Produktivität und Erfolg führen.

Die Partnerschaft zwischen KI und der Personalentwicklung wird sich in den kommenden Jahren zweifellos weiter verstärken. Unternehmen, die in diese Technologie investieren, können einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erzielen und gleichzeitig ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen. KI ist nicht nur die Zukunft der Personalentwicklung, sondern auch der Weg zu einer produktiveren und zufriedeneren Belegschaft.

Jule Deges
ist Senior Behavioral Scientist bei CoachHub. Mit ihrem Hintergrund in Organisationspsychologie, positiver Psychologie und Coaching unterstützt Jule Deges als Senior Behavioral Scientist Organisationen in der Entwicklung und Evaluation holistischer Coaching-Programme, die darauf ausgerichtet sind, erfolgreiche Individuen, Teams und Organisationen zu schaffen.

Bildquelle: Jule Deges/CoachHub

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