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Arbeitsproduktivität

KI in der Arbeitswelt: Was Designer und Entwickler sagen

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KI in der Arbeitswelt: Auswirkungen auf die Arbeitsqualität

Über gesteigerte Effizienz durch KI in der Arbeitswelt berichten 78 Prozent der befragten Designer und Entwickler, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht; in 2024 gaben dies 71 Prozent an. Demgegenüber finden nur 58 Prozent, dass KI die Qualität ihrer Arbeit verbessert und weniger als die Hälfte fühlt sich durch KI tatsächlich besser in dem, was sie tun. Nur ein Drittel gibt an, den Ergebnissen der KI im Arbeitskontext vertrauen zu können. Diese Diskrepanz zwischen Geschwindigkeit und Zufriedenheit illustriert die aktuelle Situation: KI spart Zeit und ist ein hilfreicher Kollaborationspartner – aber noch kein vollwertig vertrauenswürdiger Begleiter.

Zunahme von Zufriedenheit – vor allem bei Entwicklern

Ob bei Recherche oder Codegenerierung: Der Einsatz von KI nimmt zu. Entwickler berichten von höherer Zufriedenheit mit KI-Tools (83 Prozent) und empfinden häufiger eine Qualitätssteigerung durch KI (67 Prozent) als Designer (69 Prozent bzw. 54 Prozent). Diese Unterschiede erklären sich durch die unterschiedlichen Anwendungsbereiche: 59 Prozent der Entwickler nutzen KI für zentrale Aufgaben wie das Schreiben von Code, während nur 31 Prozent der Designer KI für Kernaufgaben wie das Erstellen von Assets einsetzen.

Glaube am Potenzial von KI bei nachlassender Euphorie

Die Software-Tools von Figma decken vom Brainstorming und Design bis hin zur Produktentwicklung den gesamten Entwicklungs-Zyklus ab.(Bild:  Figma)
Die Software-Tools von Figma decken vom Brainstorming und Design bis hin zur Produktentwicklung den gesamten Entwicklungs-Zyklus ab.
(Bild: Figma)

Bei allen momentanen Unklarheiten und Unwägbarkeiten ist die große Mehrheit der Befragten (83 Prozent) überzeugt, dass der Umgang mit KI entscheidend für den zukünftigen Erfolg ist. Dennoch glauben nur 27 Prozent, dass KI im kommenden Jahr einen signifikanten Einfluss auf die Unternehmensziele haben wird; in 2024 waren es 23 Prozent. Nur 15 Prozent erwarten eine transformative Wirkung – unverändert zum Vorjahr. Die Erwartungen stabilisieren sich: nicht, weil Zweifel an der Bedeutung von KI aufkommen, sondern weil die Nutzer inzwischen auch die Grenzen der Technologie kennengelernt haben – auch sie sich weiterhin kontinuierlich und deutlich verbessert.

KI in der Arbeitswelt: Ein Jahr des gezügelten Momentums

Im vergangenen nahm die Nutzung von KI in der Arbeitswelt weiter zu und Produktentwicklungs-Teams setzen die Technologie inzwischen effektiver ein. Die Experimentierphase zahlt sich aus, dennoch gibt es weiterhin Herausforderungen: unklare Zielsetzung, schwankende Qualität sowie Unterschiede in Nutzung und Zufriedenheit zwischen verschiedenen Teams.

Die KI-Studie 2025 von Figma zeigt: Erfolg entsteht durch die Balance zwischen bewährten Prinzipien – wie iterativem Arbeiten und enger interdisziplinärer Zusammenarbeit – und neuen Denkweisen: Flexibilität, tiefere KI-Kompetenz und die Bereitschaft, Arbeitsprozesse grundlegend neu zu denken. Deutlich zeigt sich, dass Design ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal bleibt – gerade in einer Welt, in der Software immer leichter zu bauen ist. Das nächste Kapitel wird nicht von KI geschrieben, aber sehr wahrscheinlich mit ihr. Es wird gestaltet von Menschen, die die Technologie als Werkzeug begreifen – nicht als Ersatz – und die mit Fachwissen, handwerklichem Können und Neugier in Design und Entwicklung vorangehen.

Zur Methodik der Studie

Figma befragte 2.500 Designer und Entwickler aus den USA, Kanada, UK, Deutschland, Frankreich, Japan und Australien. Die Befragten nutzen Figma um sowohl KI-gestützte als auch traditionelle digitale Produkte zu entwickeln – unter anderem in den Bereichen Einzelhandel, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Recht. Ziel war es herauszufinden, woran sie arbeiten, wie sie ihre Zeit investieren und welchen Return on Investment (ROI) sie darin sehen. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer befragt, wie sich ihre Arbeitsweise durch KI-Plattformen verändert. Die Ergebnisse des Reports wurden mit denen des Vorjahres verglichen, um einen Überblick über die Entwicklungen im Jahresvergleich bieten zu können. Die Umfragedaten wurden nach Ländern, Figma-Abo-Stufen und beruflicher Rolle gewichtet.

Figma, die Plattform für digitales Design und Produktentwicklung, wurde 2012 Dylan Field (CEO) und Evan Wallace in San Francisco gegründet. Der Anbieter ist auf kollaborative Software-Tools zur Erstellung von Web-Designs und Entwicklung digitaler Produkte spezialisiert.

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