Laut einer neuen Studie von Workday vertrauen 81 Prozent der deutschen Führungskräfte im Recruiting-Prozess auf validierte Fähigkeiten. 73 Prozent nennen digitale Kompetenzen und den Umgang mit KI als entscheidend, um in den nächsten fünf Jahren ihre Ziele zu erreichen.
Die neue Studie „The Global State of Skills“ von Workday zeigt: Deutsche Führungskräfte setzen im KI-Zeitalter verstärkt auf kompetenzbasierte und menschenzentrierte Talentstrategien. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass KI und menschliche Fähigkeiten gemeinsam die Zukunft der Arbeit gestalten. In Deutschland fürchten 45 Prozent der Führungskräfte in den kommenden drei Jahren einen erheblichen Fachkräftemangel. Im globalen Durchschnitt sind es sogar 51 Prozent. Nur rund ein Drittel der Befragten (32 Prozent global, 35 Prozent in Deutschland) ist wirklich überzeugt, dass ihr Unternehmen heute über die Kompetenzen verfügt, die in Zukunft benötigt werden.
Während der Fachkräftemangel die Schlagzeilen dominiert und KI ganze Branchen transformiert, entwickeln sich Anforderungen an Fähigkeiten rasant weiter. Dennoch mangelt es vielen Unternehmen an Transparenz über die vorhandenen Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden – nur 54 Prozent der Führungskräfte weltweit geben an, einen klaren Überblick über die Fähigkeiten in ihrer Belegschaft zu haben. In Deutschland sind es sogar nur 43 Prozent.
Wechsel hin zu kompetenzbasierten Talentstrategien
Diese wachsende Unsicherheit offenbart die Grenzen des traditionellen Talentmanagements, das sich auf Jobtitel, Abschlüsse und bisherige Arbeitgeber fokussiert. Unternehmen beschleunigen den Wechsel hin zu kompetenzbasierten Talentstrategien, bei denen statt klassischen Lebensläufen die realen Fähigkeiten und der Wunsch nach Weiterentwicklung im Vordergrund stehen. Daraus entsteht ein agilerer, datenbasierter Ansatz für das Recruiting, die Entwicklung und den Einsatz von Talenten. So können Unternehmen Arbeit intelligenter angehen und Teams zukunftsfähig aufstellen. „Führungskräfte, die Neugier und Offenheit für Innovationen zeigen, die Zusammenarbeit und persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeitenden fördern, sind besser auf die anstehenden Veränderungen in der Arbeitswelt vorbereitet“, erklärt Markus Kammermeier, Lead Strategic Advisor bei Workday.
Kompetenzbasiertes Arbeiten fördert Produktivität
Bereits 54 Prozent der Führungskräfte in Deutschland geben an, dass sich ihr Unternehmen im Übergang zu einer kompetenzbasierten Organisation befindet. Weitere 21 Prozent wollen innerhalb der nächsten zwölf Monate starten. Mit 69 Prozent sieht eine deutliche Mehrheit der deutschen Befragten Potenzial im Übergang zu einer kompetenzbasierten Organisation. Weltweit liegt dieser Wert mit 82 Prozent sogar noch deutlich höher. Während im internationalen Durchschnitt 81Prozent zustimmen, dass der Fokus auf Skills das wirtschaftliche Wachstumspotenzial erhöht, sind es in Deutschland immerhin 73 Prozent.
Insgesamt erwarten deutsche Führungskräfte positive Effekte von einer kompetenzbasierten Organisation, jedoch etwas weniger ausgeprägt als der globale Durchschnitt. 75 Prozent der deutschen Befragten sehen Chancengleichheit (global 82 Prozent), 72 Prozent das Schließen von Produktivitätslücken (global 77 Prozent), 67 Prozent gesteigerte Diversität und Inklusion (global 72 Prozent) und 54 Prozent eine reduzierte Arbeitslosigkeit (global 61 Prozent) als mögliche Resultate.
„Eine starke Skill-Strategie ist der Schlüssel, um Arbeit sinnvoller zu gestalten und Menschen gezielt zu fördern. Wir sind selbst auf dem Weg zur kompetenzbasierten Organisation, teilen unsere Erfahrungen offen und arbeiten gemeinsam mit Unternehmen, dem öffentlichen Sektor und NGOs daran, die Vision einer kompetenzbasierten Wirtschaft Realität werden zu lassen“, so Chris Ernst, Chief Learning Officer bei Workday.
Eine starke Skill-Strategie ist der Schlüssel, um Arbeit sinnvoller zu gestalten und Menschen gezielt zu fördern.
Chris Ernst, Workday
Führungskräfte setzen bei Fachkräftemangel auf KI
„Organisationen, die auf eine verantwortungsbewusste Integration von KI setzen und menschliche Kreativität sowie Empathie fördern, sichern sich nachhaltigen Unternehmenserfolg“, so Ernst weiter. Diesen Optimismus teilen die Befragten. 83 Prozent sowohl in Deutschland als auch weltweit erwarten, dass die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) den Fachkräftemangel abmildern wird. Deutsche Befragte erwarten vor allem eine verbesserte Entscheidungsfindung dank datenbasierten Erkenntnissen (57 Prozent).
Außerdem hoffen sie auf bessere Möglichkeiten, um den zukünftigen Kompetenzbedarf vorherzusagen (48 Prozent) und den aktuellen Bedarf an Fähigkeiten darzustellen (47 Prozent). Gleichzeitig bestätigt jeder fünfte Befragte (21 Prozent in Deutschland sowie global), dass seine Organisation unsicher ist, wie sie KI und Machine Learning am besten einsetzen soll, um Herausforderungen im HR-Bereich zu begegnen.
KI beschleunigt – aber menschliche Fähigkeiten bleiben unersetzlich
Während technische Fähigkeiten stark nachgefragt werden, zeigt die aktuelle Studie auch den ebenso dringenden Bedarf an einzigartig menschlichen Kompetenzen. Soziale Fähigkeiten wie Kommunikation und Teamarbeit sowie individuelle Stärken wie Resilienz und Kreativität sind laut Unternehmen heute die bedeutendsten Kompetenzlücken, gefolgt von digitaler Kompetenz, einschließlich KI- und Softwarekenntnissen.
Stand: 16.12.2025
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Dies deckt sich mit Ergebnissen aus dem Workday-Bericht „Das menschliche Potenzial stärken: Die KI-Skills-Revolution“. Dieser stellt fest, dass Beziehungsaufbau, Empathie, Konfliktlösung und ethische Entscheidungsfindung für den Erfolg in einer KI-getriebenen Wirtschaft entscheidend sind.
„KI verändert die Arbeitswelt, aber das menschliche Element war noch nie so wichtig“, so Chris Ernst. „Organisationen, die auf einen kompetenzorientierten Ansatz setzen, werden nicht nur das Potenzial von KI ausschöpfen, sondern auch menschliche Kreativität auf neue und transformative Weise nutzen. Ein ethischer, verantwortungsvoller Einsatz von KI ist entscheidend, um die Interaktion zwischen Menschen und Technik zukunftsgerichtet zu gestalten.“
Die Ergebnisse der Studie „The Global State of Skills“ basieren auf einer globalen Umfrage von rund 2.300 Führungskräften (Direktionsebene und höher) aus Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern weltweit. Die Befragung wurde im November 2024 von Hanover Research im Auftrag von Workday durchgeführt. Alle Teilnehmer waren vollzeitbeschäftigt und stammten aus folgenden Regionen: Nordamerika, EMEA (darunter 150 aus Deutschland) sowie Asien-Pazifik und Japan. Führungskräfte und Mitarbeiter von Workday selbst waren nicht Teil der Umfrage. Workday ist Anbieter einer KI-Plattform, die Unternehmen bei der Verwaltung von Personal, Finanzen und Agenten unterstützt. Die KI-basierte Workday-Plattform unterstützt Kunden dabei, ihre Mitarbeiter zu fördern und ihre Arbeit zu optimieren.