Laut einer neuen Umfrage Snowflake zum KI-Potenzial berichten 89 Prozent der IT-Teams von einer höheren Produktivität durch KI, doch bei den Fachkräften zeigt sich auch eine Kehrseite. 68 Prozent der Führungskräfte geben an, dass KI sie im Arbeitsalltag spürbar entlastet, bei den Fachkräften sind es nur 55 Prozent.
KI bringt bereits konkrete Vorteile: 89 Prozent der deutschen IT-Abteilungen geben an, dass KI ihre Produktivität gesteigert hat. 87 Prozent sagen, dass KI mehr Zeit spart, als sie zusätzliche Arbeit verursacht.
Je nach Position zeigen sich verschiedene Hürden: Führungskräfte sehen vor allem Altsysteme als Hindernis, Fachkräfte stärker den Zugang zu vertrauenswürdigen Daten.
Mehr Wert aus KI braucht die richtigen Grundlagen: Moderne Systeme und vertrauenswürdige Daten spielen dabei ebenso eine Rolle wie eine klare Strategie und die richtigen KI-Kompetenzen
Die neue Studie „State of Data Work“ von Snowflake belegt das KI-Potenzial bei Daten- und IT-Teams in deutschen Unternehmen. 89 Prozent der Befragten geben an, dass KI ihre Produktivität im vergangenen Jahr gesteigert hat. Doch mit dem Schritt vom alltäglichen Einsatz von KI hin zum Agentic Enterprise rückt eine andere Frage in den Vordergrund: Wie können Unternehmen Mehrwert aus KI ziehen? Führungskräfte und Fachkräfte sehen dafür bei der Datenbasis und der IT-Infrastruktur Handlungsbedarf. Auch Strategie und Kompetenzen spielen eine wichtige Rolle.
Die Studie hat untersucht, wie KI den Arbeitsalltag von Daten- und IT-Fachkräften verändert, welche Hürden ihren Nutzen begrenzen und was Unternehmen brauchen, um das KI-Potenzial vollständig nutzen zu können. Befragt wurden hierfür 150 Führungskräfte und Fachkräfte aus dem Daten- und IT-Bereich in deutschen Unternehmen.
KI ist bereits fester Bestandteil der IT-Routine
KI ist in deutschen IT-Abteilungen längst im Arbeitsalltag angekommen: 85 Prozent der Befragten nutzen die Technologie bereits täglich. Gleichzeitig glauben 93 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen gut darauf vorbereitet ist, das KI-Potenzial zu nutzen. Der Blick nach vorne fällt ebenfalls positiv aus: 89 Prozent erwarten, dass KI die Arbeitsweise ihres Unternehmens in den nächsten zwei Jahren weiter verbessern wird.
68 Prozent der Führungskräfte sagen, dass KI sie im Arbeitsalltag entlastet.
(Bild: Snowflake)
Doch die breite Nutzung bedeutet nicht, dass alle gleichermaßen von KI profitieren. 68 Prozent der Führungskräfte berichten von einer spürbaren Entlastung im Arbeitsalltag, bei den Fachkräften sagen das nur 55 Prozent. Umgekehrt gibt jede fünfte Fachkraft an, dass KI die tägliche Arbeitsbelastung erhöht hat. Unter den Führungskräften sind es nur elf Prozent. Trotz dieser Unterschiede sind sich beide Gruppen weitgehend einig: KI spart mehr Zeit, als sie zusätzliche Arbeit verursacht. Damit dieser positive Effekt anhält, müssen Unternehmen jedoch die bestehenden Reibungsverluste beseitigen und dafür sorgen, dass KI nicht nur Zeit spart, sondern Mitarbeitende auf allen Ebenen auch spürbar entlastet.
KI-Potenzial: Führungskräfte stören sich an Altsystemen, Fachkräfte an der Datenbasis
Auch bei der Frage, was das KI-Potenzial derzeit noch einbremst, gehen die Ansichten je nach Position auseinander. Während Führungskräfte vor allem bestehende Infrastrukturen als limitierenden Faktor sehen, stehen bei Fachkräften die Daten im Mittelpunkt. So identifizieren 46 Prozent der Führungsebene Altsysteme als zentrales Hindernis. Governance-Hürden (36 Prozent) und die Komplexität der Systemintegration (34 Prozent) folgen mit etwas Abstand.
Bei den Fachkräften zeichnet sich ein anderes Bild ab: Sie sehen die Herausforderungen eher bei der Datenbasis. Jeweils rund ein Drittel nennt den mangelnden Zugang zu vertrauenswürdigen Daten (35 Prozent), eine unzureichende Datenqualität, Altsysteme oder Integrationsfragen (je 34 Prozent) als Barriere im Arbeitsalltag.
Dr. Fabian Gampfer, Principal AI Specialist bei Snowflake, kommentiert: „KI hat den Sprung vom Experiment in den Arbeitsalltag geschafft. Um daraus echten Mehrwert zu ziehen, müssen Unternehmen KI-Anwendungen jedoch schnell und sicher in den produktiven Einsatz bringen und dabei klare Governance gewährleisten. Der Weg zum Agentic Enterprise sieht dabei je nach Perspektive unterschiedlich aus: Führungskräfte blicken vor allem auf die Infrastruktur, während für Anwender der einfache Zugang zu vertrauenswürdigen Daten im Vordergrund steht. Um das KI-Potenzial erfolgreich zu skalieren, brauchen Unternehmen ein einheitliches System, das sicherstellt, dass jede Entscheidung klaren Regeln folgt, auf vertrauenswürdigen Informationen basiert und im Geschäftskontext verankert ist.“
KI-Potenzial: Modernisierung oder Kompetenzaufbau
Mehrere Faktoren können die Nutzung von KI einschränken.
(Bild: Snowflake)
Entsprechend unterschiedlich fallen die Prioritäten für die nächsten Schritte aus. Die Strategien zur Wertschöpfung durch KI zeigen einen deutlichen Kontrast: Während die Führungsebene primär auf das technische Fundament setzt – 42 Prozent wollen vorrangig Altsysteme modernisieren, gefolgt von Investitionen (33 Prozent) und dem Abbau von Datensilos (32 Prozent) –, setzen Fachkräfte stärker bei der konkreten Arbeit mit KI an. Für sie steht der Zugang zu vertrauenswürdigen Daten (34 Prozent) an erster Stelle. Fast ebenso häufig nennen sie eine klare Strategie der Führungsebene (32 Prozent), bessere KI-Kompetenzen und hochwertigere KI-Tools (je 31 Prozent).
Stand: 16.12.2025
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Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass mehr Wert aus KI nicht allein eine Frage der technischen Modernisierung ist. Ebenso wichtig sind die Bedingungen, unter denen KI im Arbeitsalltag eingesetzt wird. Jonah Rosenboom, Country Manager Deutschland von Snowflake, kommentiert: „KI einzuführen, ist nur der erste Schritt. Wichtiger ist, was Unternehmen dann daraus machen. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, worauf es jetzt ankommt: verlässliche Daten, moderne Systeme und die richtigen Kompetenzen. Mehr KI-Tools allein reichen dafür nicht aus. Denn wer die grundlegenden Systeme nicht angeht, baut KI auf bestehende Probleme auf, statt sie zu lösen.“
Zur Methodik der Studie: Für die Studie „State of Data Work“ befragte das internationale Markt- und Meinungsforschungsinstitut 3Gem im Auftrag von Snowflake zwischen dem 17. und 24. Juli 2026 insgesamt 200 Daten- und IT-Mitarbeiter aus Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten, davon 150 in Deutschland. Snowflake ist Anbieter einer Plattform für AI Data Cloud, mit der Unternehmen Daten, Anwendungen und KI austauschen, entwickeln und bereitstellen können.