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Innovationspreis für Quantentechnologien Radar, Chips, Code & Photonen: Das sind die Gewinner des Quantum Effects Award 2026

Von Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Die Gewinner des Quantum Effects Award 2026 stehen fest: Die prämierten Projekte reichen von Radar-Tracking und einer High-Level-Programmiersprache über integrierte Quantensensorik bis hin zu hochpräziser Photon-Zeitmessung für Quantennetzwerke.

(Bild:  Messe Stuttgart)
(Bild: Messe Stuttgart)

Der Quantum Effects Award wird im Rahmen der gleichnamigen Messe Quantum Effects verliehen und zeichnet Lösungen in den Bereichen Quantencomputing, -sensorik sowie -kommunikation aus, die klassische und Quantenwelten verbinden, neue Dienstleistungen ermöglichen und branchenübergreifende Perspektiven eröffnen. Prämiert werden Projekte mit einem hohen Innovationsgrad, einem fortgeschrittenen Entwicklungsstand (TRL ≥ 5, Technology Readiness Level)  und deutlichem Zukunftspotenzial.

Über die Gewinner entschied eine unabhängige Fachjury aus Wissenschaft, Industrie, Technologietransfer und Investment.

Die Gewinner 2026

Quantencomputing Hardware – C12 & Thales: „QuantumTrack“ nutzt Quantum Annealing, um Objekte per Radar in Echtzeit zu verfolgen, zum Beispiel im Drohnenverkehr. Grundlage ist die Spin-cQED-Architektur von C12 mit Spin-Qubits aus Kohlenstoff-Nanoröhren, kombiniert mit einem hybriden quantenklassischen Ansatz.

Quantencomputing Software & Algorithmen – Fraunhofer FOKUS: „Eclipse Qrisp“ ist ein Open-Source-Framework. Es überträgt moderne Programmierkonzepte wie Variablen, Funktionen und Schleifen auf Quantencomputer. So lassen sich Quantenprogramme unabhängig von der jeweiligen Hardware schreiben.

Quantensensorik – QSENSATO: Das Start-up aus Bari erhält den Preis für „CODA“ (Compact OPM Diagnostic Array). Lasergefertigte Dampfzellen und atomar-photonische Chips sollen Quantensensoren kompakter, robuster und skalierbarer machen, etwa für die medizinische Diagnostik und die Präzisionsmesstechnik.

Quantenkommunikation & -netzwerke – PicoQuant: Der „HydraHarp 500 L“ misst mit bis zu 64+1 Kanälen sehr genau, wann Photonen eintreffen. Die Geräte lassen sich auch über große Entfernungen synchronisieren. Einsatzfelder sind verteilte Quanten-Netzwerke und die Quantenschlüsselverteilung.

„Die vier Gewinner zeigen eindrucksvoll die Bandbreite, die anwendungsorientierteQuantentechnologien heute bereits erreicht haben – von neuer Hardware undzugänglicher Software über skalierbare Sensorik bis hin zu Schlüsseltechnologienfür Quantennetzwerke“, so Dr. ChristianTobeck, Leiter der Geschäftsstelle EIN Quantum NRW und Vorsitzender der Jury des Quantum Effects Award 2026. Entscheidend sei, technologische Exzellenz mit einer klaren Anwendungsperspektive und einem realistischen Weg in die Praxis zu verbinden. Genau das zeichne die diesjährigen Gewinnerprojekte aus.

Die Preise werden am 6. Oktober 2026 auf der Green Stage der Quantum Effects in Stuttgart verliehen.

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