Eine neue Studie von Slack in Kooperation mit YouGov hat anlässlich des KI Monats Mai den Einsatz von KI im Arbeitsalltag untersucht. Während 21 Prozent der Befragten bereits KI-Tools wie ChatGPT mindestens ein- bis zweimal täglich nutzen, geben 44 Prozent an, KI im Arbeitsalltag noch nicht zu verwenden.
(Bild: Sutthiphong/Adobe Stock)
Von denjenigen Befragten, die bereits mindestens einmal täglich KI im Arbeitsalltag nutzen, geben 36 Prozent an, dass sie durch den KI-Einsatz ihre Produktivität bereits um bis zu 40 Prozent steigern können. 24 Prozent der Befragten sprechen sogar von einer Produktivitätssteigerung von bis zu 60 Prozent. Qualitativ herrscht noch Luft nach oben. Denn für weniger als die Hälfte (38 Prozent) der Befragten liefert der Einsatz von KI-Tools zufriedenstellende Arbeit ab.
Doch trotz der Fehleranfälligkeit der KI-Tools zeigt sich bereits jetzt das Potenzial. 27 Prozent geben an, dass ihr Unternehmen durch den Einsatz von KI umsatztechnisch bereits jetzt profitiert. Nina Koch, Director Customer Success Central Europe bei Slack, sieht in den Studienergebnissen eine Bestätigung dafür, „dass Produktivitätsplattformen mit KI-Unterstützung die Zukunft der Arbeit sind, um in einem digitalen Ökosystem produktiv und innovativ zu arbeiten.“
Droht bei KI-Tools jetzt ein Overload?
Die starke Präsenz des Themas künstliche Intelligenz in der Medienberichterstattung wirft die Frage auf, ob die Gefahr einem „KI-Overload“ zu erliegen, droht: 26 Prozent der Befragten geben an, sich von den Informationen in den Medien zum Thema KI überfordert zu fühlen. Die Arbeitgeber üben hingegen keinen Druck auf die Mitarbeitenden aus. Ein Großteil (72 Prozent) bestätigt, sich von der Kommunikation des Arbeitgebers zum Thema KI nicht überfordert zu fühlen. Ganz im Gegenteil: 42 Prozent suchen aktiv nach Informationen zu KI-Tools in den Medien, um sich bestmöglich zu orientieren und 34 Prozent suchen aktiv beim Arbeitgeber.
Realitätscheck: Sind Unternehmen für KI-Tools gewappnet?
58 Prozent der Büroarbeitenden geben an, dass sich ihr Unternehmen gegen die offizielle Nutzung von KI-Tools im Arbeitsalltag ausspricht. Weniger als ein Drittel der Befragten (27 Prozent) findet, dass ihr Unternehmen bereits technisch gut aufgestellt ist und KI flächendeckend im Unternehmen nutzt. Ähnlich verhalten sieht die Einschätzung bei der strategischen Nutzung von KI aus: Nur 29 Prozent geben an, dass ihr Unternehmen strategisch bereits gut aufgestellt ist und KI flächendeckend im Unternehmen nutzt.
Nina Koch ist Director Customer Success Central Europe bei Slack.
(Bild: Nina Koch/Slack)
Auch hinsichtlich der Risikobetrachtung gibt es Nachholbedarf. Lediglich 30 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen gut auf Fragen zu Governance und Risiko hinsichtlich der Einführung von KI vorbereitet ist. Nina Koch von Slack erklärt: „Die richtige flächendeckende Implementierung von KI-Tools sowie eine entsprechende Anleitung der Mitarbeitenden durch die Führungsetage sind hier von großer Bedeutung, um die offensichtlichen Vorteile von KI freizulegen und etwaige Vorbehalte der Belegschaft abzubauen.“
Mensch vs. Maschine: Welche Entscheidungen die KI übernimmt
Entscheidungen, die künftig komplett von KI übernommen werden - davon spricht die Welt. Doch wie empfinden die Befragten diese Entwicklungen? 42 Prozent geben an, dass sie KI keine Business-Entscheidungen zutrauen. Laut den Befragten sind Entscheidungen zur Einhaltung von Vorschriften (22 Prozent) sowie Marketing-Entscheidungen (20 Prozent) die Bereiche, in denen Entscheidungen am ehesten von KI getroffen werden könnten. Wenn es um die Entscheidungen rund um den Bereich Talentmanagement geht, sprechen sich lediglich 15 Prozent für eine Entscheidung durch KI-Tools aus.
Ohne Vertrauen keine Offensive der KI-Tools
Die Mehrheit der Büroarbeiter fühlt sich sicher, was den Erhalt des Arbeitsplatzes betrifft: 62 Prozent haben keine Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes durch KI, doch rund die Hälfte (47 Prozent) fürchtet eine Veränderung der Art der Zusammenarbeit durch KI-Tools. Für 58 Prozent der Befragten sind mehr Transparenz und Kontrolle in die Entwicklung von KI ein wichtiger Hebel, um Vertrauen in die Technologie zu steigern. Wenn es um den Einsatz von KI geht, spielt besonders der Umgang mit Daten eine entscheidende Rolle. 57 Prozent der Deutschen fürchten mangelnden Datenschutz und zunehmende Überwachung durch KI, um dem Missbrauch von Kunden- oder Auftraggeberdaten vorzubeugen.
Nina Koch fasst zusammen: „Sobald die Vertrauensschwelle erreicht ist, werden wir nicht nur eine KI-Revolution erleben, sondern auch eine Produktivitätsrevolution. Zwar werden durch KI und Automatisierung kurz- und mittelfristig keine Arbeitskräfte ersetzt, doch können sie mithilfe von Produktivitätsplattformen bestehende Teams von repetitiven und organisatorischen Aufgaben befreien. So werden die wertvollen Ressourcen von Fachkräften genau dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden, und bringen dem gesamten Unternehmen einen spürbaren Mehrwert.“
Stand: 16.12.2025
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KI-Tools: Mehr Kompetenzen sind gefragt
Als größter Stolperstein der Unternehmen für die erfolgreiche Umsetzung von KI-Plänen oder -Zielen haben 35 Prozent der befragten Führungskräfte die mangelnde KI-Kompetenz der Mitarbeitenden genannt. Das äußert sich auch auf politischer Ebene: 57 Prozent der Befragten wissen nicht, was die Beschlüsse zum EU AI Act für Deutschland und Europa bedeuten. Neben dem persönlichen Wissensaufbau sollten auch Unternehmen hier aktiv werden. Doch über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gibt an, dass ihr Arbeitgeber noch keine neuen Karrierepfade oder Rollen entwickelt oder plant, dies künftig zu tun, um KI zu implementieren und/oder weiter voranzutreiben.
Auch beim Thema Weiterbildung besteht noch Nachholbedarf: Nur 32 Prozent bestätigen, dass ihr Unternehmen sie durch Weiterbildungen auf den Einsatz von KI vorbereitet.Es hat sich gezeigt, dass es noch einige Unsicherheiten und Verbesserungsmöglichkeiten für Unternehmen und deren Mitarbeiter gibt. 55 Prozent finden, dass sich Vertrauen in KI durch Bildungsinitiativen in Schule und Beruf steigern lässt. Auch zwei Drittel der Führungskräfte (68 Prozent) denkt, dass KI-Schulungsinitiativen gestartet werden sollten, um die KI-Kenntnisse der Mitarbeiter zu verbessern.
Die Studie von Slack beruht auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.038 Büroarbeiter in Deutschland (darunter 737 Führungskräfte) zwischen dem 9. und 22. April 2024 teilgenommen haben.