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Wettbewerbsfähigkeit KI-Tools: Mittelständler sehen großes Potenzial

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Mehr als vier Fünftel der kleinen und mittelständischen Unternehmen sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr, wenn sie jetzt nicht in KI-Tools investieren. Meistens benötigen sie hierfür aber externe Unterstützung. 

(Bild:  Tierney / Adobe Stock)
(Bild: Tierney / Adobe Stock)

Kleine und mittelständische Unternehmen weltweit messen Künstlicher Intelligenz eine große Bedeutung zu – und sehen den Einsatz von KI-Tools als alternativlos. Mehr als vier Fünftel der KMUs sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr, wenn sie jetzt nicht in Maschinelles Lernen, Natural Language Processing oder Predictive Analytics investieren. Rund zwei Drittel der Unternehmen wollen in den nächsten zwei Jahren „definitiv“ Geld in diese und andere KI-Technologien stecken. 

Von KMUs derzeit eingesetzte KI: Die meisten Unternehmen nutzen Machine Learning und Predictive Analytics.(Bild:  Channelnomics)
Von KMUs derzeit eingesetzte KI: Die meisten Unternehmen nutzen Machine Learning und Predictive Analytics.
(Bild: Channelnomics)

Dabei stehen Ziele wie besser an den wirtschaftlichen Wandel angepasst zu sein, neue Liefermodelle zu entwickeln, die Profitabilität zu erhöhen und agiler zu sein ganz oben auf der Liste. 87 Prozent der befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen sind sich sicher, dass Investitionen in Künstliche Intelligenz ihnen langfristig Vorteile bringen.  

Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie „KI-Trends 2024 bei KMU“ der Marktforscher von Channelnomics im Auftrag des Cloud-Marktplatzes Pax8.

KI-Tools: Komplexe Implementierung

Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen setzen bereits KI-Technologien ein. Machine Learning, Predictive Analytics und unterstützende virtuelle Agenten wie Chatbots gehören dabei zu den Top 3 der KI-Tools.

Doch vor allem kleinere Unternehmen sehen sich bei der Auswahl, der Implementierung und den Betrieb von KI-Tools mit einigen Herausforderungen konfrontiert: Als größte Hindernisse sehen die Befragten eine unzureichend leistungsstarke Infrastruktur (42 Prozent), Datenschutz- und Security-Bedenken (40 Prozent), fehlende Expertise im eigenen Unternehmen (35 Prozent) sowie die komplexe Integration mit Bestandssystemen (ebenfalls 35 Prozent). Erst mit deutlichem Abstand folgen Bedenken hinsichtlich Datenhygiene (23 Prozent) und vorhandenem Budget (20 Prozent).

Herausforderungen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz: KMUs beklagen vor allem die unzureichende  Infrastruktur sowie Datenschutz- und Datensicherheits-Bedenken.(Bild:  Channelnomics)
Herausforderungen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz: KMUs beklagen vor allem die unzureichende Infrastruktur sowie Datenschutz- und Datensicherheits-Bedenken.
(Bild: Channelnomics)

Unterstützung durch externe Partner

Unterstützen können hier sogenannte Managed Service Provider (MSP), beispielsweise beim Betrieb der Infrastruktur oder dabei, Daten überhaupt erst einmal KI-ready zu machen. 

Dies zeigen auch die Studienergebnisse: Diejenigen kleinen und mittlerem Unternehmen, die bereits KI-Tools einsetzen, holen sich externen Rat und Beistand – 85 Prozent der Befragten setzen Projekte mit einem Lösungspartner, einem Tandem aus Lösungspartner und Hersteller oder allein mit dem Hersteller um. Nur 15 Prozent implementieren KI-Projekte in Eigenregie.

Als mögliche Unterstützungsfelder von MSPs nennen die Experten von Channelnomics und Pax8 beispielhaft: 

  • Design, Implementierung und Management KI-fähiger Infrastrukturen

  • Daten KI-ready machen: Organisation, Bereinigung und Management großer Datensätze 

  • Entwicklung maßgeschneiderter KI-Lösungen wie Chatbots oder Predictive-Analytics-Tools

  • Nahtloses Einbinden von KI-Technologien in bestehende Business-Systeme und -Prozesse

  • Entwicklung von ethischen Leitlinien und Verhaltenskodexen für die Nutzung Künstlicher Intelligenz

Europäische KMUs und KI-Tools

In den untersuchten KI-Tools-Trends stehen nordamerikanische, asiatische und europäische KMUs in gleicher Linie. Es gibt aber einige Unterschiede zwischen den Regionen.  

So zielen europäische Mittelständler beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz stärker auf die Entwicklung neuer Liefermodelle, auf die Senkung operativer Kosten und die Erschließung neuer Einnahmequellen, während amerikanischen und asiatischen Unternehmen die Anpassung an Veränderungen und die Marktagilität am wichtigsten sind. Fehlendes Wissen ist für europäische Unternehmen die am häufigsten genannte Hürde bei der Implementierung von KI – mit deutlichem Abstand vor den Unternehmen aus Nordamerika und APAC.

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