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IT-Trends 2026 KI-Tools: Wie diese die IT-Welt weiter im Griff behalten

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 5 min Lesedauer

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Die Diskussion über künstliche Intelligenz in Organisationen hat sich entscheidend verschoben: Es geht nicht mehr darum, dass Maschinen menschliche Teams ersetzen, sondern darum, wie Menschen und KI-Tools zusammenarbeiten können, um den geschäftlichen Wert zu steigern.

(Bild:  © Journey Studio7/stock.adobe.com)
(Bild: © Journey Studio7/stock.adobe.com)

Im Jahr 2026 wird die Einführung von KI-Tools einen klaren Reifepfad einschlagen. CEOs werden über den Hype um künstliche Intelligenz hinausgehen und sich darauf konzentrieren, mit der Technologie messbare Geschäftsergebnisse zu liefern. Das bedeutet, fragmentierte Tech-Stacks zu optimieren und KI in das Gefüge ihrer Abläufe zu integrieren, um echte Produktivitätssteigerungen zu erzielen.

Organisationen werden weiterhin praktische KI priorisieren, die nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe integriert wird und messbaren Return on Investment (ROI) liefert, ohne zusätzliche Komplexität zu verursachen. Dieses Fundament ist unerlässlich – eine KI, die unsichtbar ist und sich doch mächtig anfühlt. Aufbauend auf dieser Grundlage ist eine beschleunigte Einführung von KI-Tools wie KI-Agenten zu erwarten. Hierbei handelt es sich um intelligente digitale Assistenten, die für spezifische Aufgaben entwickelt wurden – etwa als virtuelle Empfangskraft oder IT-Techniker – und unter menschlicher Aufsicht arbeiten.

EU-Regulatorik unterstützt gewissenhaften Einsatz von KI-Tools

Trotz regulatorischer Belastungen und wirtschaftlicher Unsicherheit werden Organisationen im Jahr 2026 noch stärker auf KI setzen. Doch der Umgang mit KI in den unterschiedlichen Märkten ist divers. Während USA und China versuchen so schnell, flexibel und unreguliert handlungsfähig wie möglich zu bleiben, damit sie im „AI Arms Race“ bestehen können, gibt es in der EU aufgrund des EU AI Act doch sehr viel mehr zu beachten. Der Vorteil für die EU und Deutschland: Die Regulierung und die Sicherheitsstandards unterstützen die sichere Datenverarbeitung, sodass die KI-Modelle gewissenhaft eingesetzt werden und nicht als intransparente „Datenkrake“ für die Anbieter fungieren.

Schnellere Einführung von Conversational AI

Die mittlerweile einfache Implementierung von Conversational AI und das Bewusstsein für die Effizienz dabei haben die Einführung der Technologie verstärkt. Die Implementierung benötigt nur noch wenige Ressourcen und dauert wenige Monate, sodass Unternehmen schneller von der Technologie profitieren. Beispielsweise können intelligente Tools mit Conversational AI Anfragen direkt beantworten und dazu beitragen, für Kunden konsistent personalisierte Erlebnisse zu schaffen. Dafür liefern sie menschlichen Agenten die Einblicke, die diese benötigen, um die Bedürfnisse von Kunden über verschiedene Kanäle hinweg zu erfüllen. 

Bis 2026 wird die Begeisterung für KI-Tools parallel zur Nutzung weiter wachsen, insbesondere da sie ein größeres Verantwortungsspektrum erhalten, um die Containment-Raten weiter zu verbessern – von der Buchung von Terminen oder Räumen bis hin zur Überprüfung von Produktbeständen oder des Bestellstatus.

Automatisiertes Servicemanagement dank Agentic AI

Die wahre Weiterentwicklung im Jahr 2026 wird das Aufkommen von Agentic AI sein – für diejenigen, die bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen. Im Gegensatz zu einfachen KI-Agenten, die Anweisungen befolgen, kann Agentic AI autonom arbeiten, Entscheidungen treffen, Strategien anpassen und komplexe Arbeitsabläufe ohne ständiges menschliches Eingreifen koordinieren. Dieser Wandel eröffnet erhebliche Möglichkeiten für die autonome Entscheidungsfindung und prädiktive Einblicke, aber wirft auch neue Überlegungen in Bezug auf Governance, Sicherheit und Compliance auf.

IT-Teams werden sich künftig noch stärker darauf konzentrieren, Agentic AI einzusetzen, um das Servicemanagement und die Bereitstellung von IT-Ressourcen zu transformieren. Das verändert die Messung der IT-Effektivität grundlegend. Anstatt die Lösungsraten von IT-Tickets zu prüfen, werden Organisationen bewerten, wie gut die IT proaktiv Probleme verhindert und Geschäftsergebnisse fördert. Da KI jedoch immer allgegenwärtiger wird, riskieren Organisationen eine Überautomatisierung. KI im vollautonomen Modus dort einzusetzen, wo eigentlich menschliches Urteilsvermögen erforderlich wäre, ist nicht die Lösung. Unternehmen müssen ihre Herangehensweisen regelmäßig überdenken, um das richtige Gleichgewicht zu wahren.

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