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Schlüsseltechnologien KI-Tools: Wie diese Fertigungsbranche und Bauwesen verändern werden

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Ob in der Fertigung oder im Bau- und Ingenieurwesen – 2024 wird für beide Branchen eine richtungsweisende Zeit mit vielen Herausforderungen. Doch das neue Jahr birgt auch vielversprechende Trends sowie neue Lösungsansätze und Technologien. Auf welche Trends sich Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten einstellen sollten.

(Quelle:  Tierney - Adobe Stock)
(Quelle: Tierney - Adobe Stock)

Die Überschneidungen zwischen dem Manufacturing-Bereich und dem Bauwesen liegen auf der Hand: Beide Branchen sehen sich mit einem verschärften Wettbewerb am Markt konfrontiert, während die Kundenanforderungen immer komplexer und die gesetzlichen Regulatorien immer strenger werden. Zusätzlicher Druck entsteht durch den angespannten Arbeitsmarkt und den daraus resultierenden Fachkräftemangel. Abhilfe für diese Probleme versprechen neue und bereits etablierte Technologien. KI-Tools beispielsweise spiegeln durch stetige Weiterentwicklung und passgenaue Ausrichtung auf die Anforderungen der jeweiligen Branchen die neue Realität wider. Folgende Schlüsseltechnologien und Strategien läuten eine neue Ära für die Fertigungsbranche und das Bauwesen ein. Und sie können Antworten auf die aktuellen Herausforderungen liefern.

1. Fertigungsunternehmen investieren in KI-Tools

Künstliche Intelligenz wird zukünftig das Maß aller Dinge sein und Herstellern zu einer nie dagewesenen Effizienz in der Produktion verhelfen. Für den flächendeckenden Einsatz von KI-Tools werden die IT-Ausgaben zunächst kräftig ansteigen. Ein erforderlicher Schritt, der eine Vielzahl entscheidender Anwendungsfälle eröffnet. Neben der Analyse von historischen und Echtzeit-Produktionsdaten können Unternehmen beispielsweise Anomalien frühzeitig erkennen, vorausschauende Wartung betreiben oder potenzielle Probleme bei der Produktqualität aufdecken. Aber auch im Kontext von Industrie 4.0 und der bereits in den Startlöchern stehenden Industrie 5.0 sind KI-Tools der entscheidende Enabler, der die riesigen Datenmengen bewältigen kann.

2. Neue Technologien für bessere Arbeitsbedingungen

Die verarbeitende Industrie benötigt dringend Antworten auf die anhaltende Krise der fehlenden Arbeitskräfte. Dafür muss das Personal einerseits effizienter arbeiten können und Unternehmen andererseits mit guten Bedingungen eine engere Mitarbeiterbindung schaffen. Eine von IFS in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass 45 Prozent der befragten Produktionsunternehmen das Ziel verfolgen, die Arbeitserfahrungen mit Hilfe neuer Technologien zu verbessern. Mitarbeiter sind nach wie vor das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Sie können beispielsweise durch Connected-Worker-Plattformen sehr viel produktiver und zufriedener arbeiten. Dabei kommen verschiedene digitale Werkzeuge und Datenverwaltungstechniken zum Einsatz. Mit dem Ziel, Prozesse zu optimieren, die richtigen Entscheidungen zu treffen sowie die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine voranzutreiben.

3. Bau- und Ingenieurwesen setzen auf Automatisierung

Der Anwendungsbereich von Automatisierung und KI-Tools im Bauwesen ist riesig – von der Entwurfsphase über die Planung bis hin zur Überwachung und Analyse von Projekten. Besonders der Verarbeitung von riesigen Datenmengen, etwa aus ERP-Systemen, kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Auf diese Weise können wichtige Erkenntnisse gewonnen und Vorhersagen getroffen werden. Etwa über die Bedingungen auf einer Baustelle und Risiken oder Prognosen zu den Projektkosten. Aber auch der Einsatz von KI-Tools in der Gebäudedatenmodellierung (BIM), bei IoT-Geräten zur Überwachung von Anlagen oder die intelligente Planung und Terminierung mit Hilfe mathematischer Modelle können die Produktivität von Unternehmen deutlich steigern.

4. Bauunternehmen nutzen vermehrt die Cloud

Wer an Planung, Bau, Betrieb und Wartung komplexer Anlagen beteiligt ist, hat in der Vergangenheit oftmals auf viele spezialisierte Software-Anwendungen und einzelne Abteilungen gesetzt. Angesichts der steigenden Datenmenge und Komplexität der Projekte ist eine Integration der einzelnen Systeme allerdings fast unmöglich geworden. Nicht wenige Unternehmen kämpfen daher mit inkonsistenten Datenstrukturen und Informationssilos. Die Antwort auf diese Probleme sind Cloud-basierte, offene Plattformarchitekturen. 2024 werden immer mehr Bauunternehmen ihre IT-Landschaft mit Cloud-Technologien vereinfachen.

Clemens Mittnacht ist Industry Director GCS DACH bei IFS.(IFS)
Clemens Mittnacht ist Industry Director GCS DACH bei IFS.
(IFS)

„Wir sehen sowohl im Bau- und Ingenieurwesen als auch in der Fertigungsbranche nicht nur die große Notwendigkeit, neue Technologien zu priorisieren, sondern auch den Willen zur Umsetzung. Unternehmen müssen und wollen sich hier bewegen – von der Steigerung der Produktivität, optimierten Prozessen und besseren Arbeitsbedingungen hängt ab, wer auf dem hart umkämpften Markt überlebt und wer nicht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in den neuen Technologien“, erläutert Clemens Mittnacht, Industry Director GCS DACH bei IFS.

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Die IFS Deutschland GmbH bietet Cloud-Business-Software für Unternehmen an, die Güter produzieren und vertreiben, Anlagen bauen und betreiben sowie Dienstleistungen erbringen. Auf einer einzigen Plattform vereint IFS die branchenspezifischen Lösungen, verbindet sie durch ein gemeinsames Datenmodell und integriert digitale Innovationen. (sg)

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