Internationale Mittelständler erwarten einen hohen ROI für KI-Investitionen innerhalb eines Jahres. Hindernisse sind Daten- und Infrastrukturhürden. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie von Avanade.
Erst über die Verknüpfung von IT und OT können Maschinenbauer erfolgreich Predictive Maintenance realisieren.
(Bild: Avanade)
Künstliche Intelligenz revolutioniert nicht nur Büros, sondern auch die Produktionsstraßen. Als Vorreiter bei KI zeigt sich dabei einmal mehr der Mittelstand: Laut des von Avanade beauftragten weltweiten „AI Value Report 2025“ sind es diese Unternehmen, die den Wandel dank ihrer Agilität trotz begrenzter Budgets treiben. So planen 62 Prozent der Befragten, sich auf KI für das Lieferkettenmanagement zu konzentrieren; 48 Prozent räumen der Fehlerbehebung in der Fabrik-IT/OT Priorität ein. Diese Bereiche sind Beispiele dafür, wie KI Abläufe rationalisieren und die Wettbewerbsfähigkeit steigern kann. Im Schnitt erwarten 84 Prozent aller Entscheider, dass KI so Kosten senken soll. Dieser Wert liegt bei den in Deutschland befragten Teilnehmern mit 88 Prozent nochmals leicht höher.
Jenseits der im Vergleich zu den Branchenriesen geringeren Ressourcen gibt es hierbei eine weitere große Herausforderung: die Daten. Denn um das Potenzial von KI voll ausschöpfen zu können, müssen Unternehmen zunächst grundlegende Fragen wie Datenqualität und Kompatibilität der Infrastruktur klären. So geben 74 Prozent der Hersteller weltweit an, dass schlechte Datenqualität und -verwaltung wesentliche Hindernisse für die Einführung von KI darstellen. Weitere 49 Prozent führen Probleme mit der Softwarekompatibilität an. Eine anhaltende Herausforderung für Hersteller bei der Einführung von KI ist die Kluft zwischen Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT), die in der Vergangenheit unabhängig voneinander entwickelt und betrieben wurden.
KI-Herausforderung: IT und OT noch nicht im Einklang
Die IT konzentriert sich auf Daten auf Unternehmensebene, etwa Lagerbestände, Finanzdaten und Kundeninformationen. Die OT hingegen steuert Abläufe in der Fabrik, einschließlich Maschinen, Sensoren und ganzer Produktionslinien. Erst über ihre Verknüpfung können zum Beispiel Maschinenbauer erfolgreich Predictive Maintenance realisieren, denn die vorausschauende Wartung stützt sich beispielsweise auf Echtzeitdaten aus OT-Systemen.
Ohne Integration mit aus- und bewertenden IT-Systemen entsteht demnach eine Bruchstelle. Dabei wären die unstrukturierten IT/OT-Daten, das sind 80 bis 90 Prozent der Fertigungsdaten, im Grunde eine wahre Goldgrube: Zu ihnen gehören unter anderem Sensor- und visuelle Daten sowie Wartungsprotokolle. Gemäß der Erhebung planen 48 Prozent der Unternehmen, hier noch in diesem Jahr nachzulegen.
„Die Technologie kann potenzielle Störungen prognostizieren und optimale Beschaffungsstrategien ermitteln, sodass sie bis zum Lieferkettenmanagement reicht. Denn KI-gestützte Informationen können nahezu in Echtzeit aufbereitet werden. So können produzierende Unternehmen die Lagerhaltung und Bevorratung ihrer Güter optimieren sowie den Einsatz von Rohstoffen minimieren“, erläutert Guido Burchartz, Industry Lead Products bei der Avanade Deutschland.
„Die Basis für all diese Möglichkeiten ist jedoch eine durchgängige Verbindung aller Bereiche inklusive IT und OT, von Shop Floor und Top Floor, und hier hapert es häufig noch. Die gezielte Überwachung und Optimierung von Produktionsprozessen bis hin zur intelligenten Bildverarbeitung in Echtzeit sind nur ein Ausschnitt der zahlreichen möglichen Anwendungsfälle. Auf der Hannover Messe wird genau dies vermehrt zu sehen sein – bis hin zu den ‚Dynamic Tours‘, bei denen Besucher spezielle KI-Themenführungen erhalten und unmittelbar einen Eindruck vom jeweiligen Nutzen der Technologie bekommen“, so Burchartz abschließend
Zur Methodik der Studie
Durchgeführt haben die Studie die unabhängigen Marktforschungshäuser McGuire Research Services und Vanson Bourne. Im Rahmen der beiden separaten Untersuchungsprojekte wurden im August und September 2024 insgesamt 4100 IT-Entscheidungsträger und leitende Geschäftsentscheider außerhalb der IT befragt, und zwar in Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, den Niederlanden, Spanien, Großbritannien und den USA. Die Befragten arbeiteten für Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz zwischen 500 Millionen und fünf Milliarden US-Dollar in den folgenden Branchen: Bankwesen, Konsumgüter und Dienstleistungen, Energie, Regierung, Gesundheitswesen, Biowissenschaften, Produktion, Non-Profit-Organisationen und Einzelhandel.
Stand: 16.12.2025
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